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Edel-Grafikkarten HD 4850 Vortexx Neo

03.09.2008 | 13:30 Uhr |

Dieser Hersteller verspricht laut seiner Webseite Luxus-Grafikkarten. Sie sind übertaktet und kommen teilweise in einer Holzschatulle. Ob das vorliegende Modell auch flott, leise und preiswert ist, erfahren Sie hier.

Das Besondere an dieser Grafikkarte ist, dass der Hersteller nicht die normale, flache Lüfter-/Kühlkörperkombination verwendet, wie es das Referenzdesign vorschlägt. Stattdessen kommt ein zwei Slotbleche breiter Kühler namens Vortexx Neo von Akasa zum Einsatz. Diese Lösung bietet laut Hersteller eine höhere Kühlleistung, wodurch sich die Karte beschleunigen lässt. Dies ist die zweite Maßnahme des Herstellers, der Grafikchip wurde übertaktet – unser Modell arbeitete mit 680 statt mit 625 MHz.

3D-Leistung: Weder der Lüfter noch die Übertaktung wirkte sich merklich auf die Praxisleistung in den Tests aus. Da die Karte in der 1600er-Auflösung nicht durchweg ruckelfreie Werte lieferte, mussten wir uns mit 1280 x 1024 Pixeln zufrieden geben. Alle Testwerte der Benchmarks und Praxistests finden Sie auf der nächsten Seite dieses Tests.

Handhabung: Der Lüfter wird ebenfalls abweichend vom Vorbild nicht von der Grafikkarte geregelt, sondern direkt über einen 4-3-Pol-Molex-Adapter am PC-Netzteil angeschlossen. So bleibt die temperaturgesteuerte Drehzahlregelung der Grafikkarte ungenutzt, der Lüfter läuft immer gleich schnell. Dabei war er aber relativ laut und sogar bei geschlossenem PC zu hören. Und normalerweise wird die Luft nicht aus dem PC befördert. Dazu müssten Sie erst ein zweites Slotblech direkt neben der Kartenbefestigung entfernen – so bläst der Lüfter die heiße Luft zumindest mal in Richtung der Öffnung.

Fazit: Diese Karte kostet 30 Euro mehr als ein nicht übertaktetes Modell im Referenzdesign. Sie ist kaum flotter, aber deutlich lauter und damit eher nicht empfehlenswert.

Einkaufsratgeber Grafikkarten - darauf müssen Sie achten.

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