16.07.2012, 12:12

Friedrich Stiemer

USB-Maus

Qpad Pro-Gaming-Maus 5K im Test

Die Gaming-Maus 5K soll Gamer in allen Belangen zufrieden stellen.

Die USB-Gaming-Maus von Qpad richtet sich vor allem an Profi-Gamer oder jene, die es gern sein möchten. Wir klären in unserem Test, ob die Maus den gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Außerdem werfen wir noch einen Blick auf zwei Mauspads des Herstellers.
Präszise Steuerung ist vor allem in reaktionsschnellen PC-Games wie Shootern unerlässlich. Neben der eigenen Reaktion zählt vor allem verlässliches Bedienwerkzeug, sprich Tastatur und Maus. Vor einiger Zeit hatten wir deshalb auch schon die mechanische Gaming-Tastatur MK-85 in der Redaktion, die sich im Test als hochwertige und gut ausgestattete Zocker-Alternative entpuppt hat. Neben der Bewegung zählt aber auch die Präzision, die Sie nur mit zuverlässigen Mäusen erreichen - genaues Zielen entscheidet oft über das virtuelle Leben in Multiplayer-Gefechten. Die Laser-Gaming-Maus 5K des schwedischen Herstellers Qpad muss im Test beweisen, ob sie das Zeug zum Sieger hat.

Ausstattung der Qpad 5K Gaming-Maus: Griffig und komfortabel

Die Qpad 5K USB-Maus bietet bereits im Formfaktor ein komfortables Design. Durch die doppelte Ausformung der rechten Seite lassen sich dort der Ringfinger und der kleine Finger ablegen, auf der linken Seite findet der Daumen Platz. Dadurch haben Sie die Maus fest im Griff und nicht das Gefühl, dass Gerät in schnellen Bewegungen zu verlieren. Ein gemütlicher Vorteil für Rechtshänder, für Linkshänder ist das Design leider nicht gedacht.
Auch die Oberschale ist ähnlich ergonomisch geformt, da sie leicht S-förmig gebogen ist. Die beiden Haupttasten fallen recht stark nach rechts ab, was die Bedienung vereinfachen soll. Der Daumen kann sogar zwei Tasten bedienen, die in unmittelbarer Reichweite der Ablage liegen. Diese sind frei belegbar und im Desktop-Betrieb erfüllen sie standardmäßig die Vor- und Zurück-Funktion, um beispielsweise leichter im Browser zu navigieren.
Hinter dem stufenlosen und leichtgängigen Mausrad befinden sich wieder zwei Tasten, die ab Werk die Empfindlichkeit, also die DPIs (Dots Per Inch = Punkte pro Zoll, also die Strecke, die mit der Maus gefahren werden muss, um eine bestimmte Strecke mit dem Mauszeiger auf dem Bildschirm zurückzulegen) verstellen: Der obere Knopf erhöht die DPI auf 1260, der untere lässt die Maus mit 90 DPI recht langsam erscheinen - so die Standard-Einstellungen. In der mitgelieferten Software lassen sich die Werte aber bis maximal 5040 DPI frei konfigurieren. Die beiden LED-Indikatoren in der Nähe des Daumens zeigen an, welcher DPI-Modus aktuell ausgewählt ist. Apropos Beleuchtung: Das markante Q vom Herstellernamen auf der Rückseite der Maus und das Mausrad selbst leuchten in blau. Der Laser-Sensor hat aufgrund des sogenannten Speckleeffekt einen besseren Kontrast auf sehr glatten Oberflächen, transparente Oberflächen wie zum Beispiel Glas bleiben jedoch problematisch.
Der Dreh- und Angelpunkt einer Maus ist jedoch der Sensor. Hier wählt Qpad einen Laser-Sensor, der eine Auflösung von bis zu 5040 DPI bietet, womit bis zu 12.000 Bilder in der Sekunde mit 10,8 Megapixel für einen genauen Scan des Untergrundes sorgen sollen. Damit können Sie die 5K Pro bis zu 3,8 Meter in der Sekunde bewegen, bevor Ungenauigkeiten auftreten. Eine kleine Bemerkung am Rand: Der Hersteller verwendet auf seiner Webseite den Begriff CPI, also Counts Per Inch, was aber nur eine andere Bezeichnung für DPI ist.
Software: Leicht zu konfigurieren
Die Software der Qpad 5K ist recht mächtig und übersichtlich aufgebaut, auch wenn sie nur in englisch verfügbar ist. Dort lassen sich fünf von sieben Tasten in Hülle und Fülle mit frei wählbaren Aktionen belegen, selbst Tastatur-Shortcuts wie das Kopieren mit STRG und C können Sie wählen. Bei den beiden Tasten, mit denen Sie die Empfindlichkeit verstellen, dürfen Sie nur wie vorhin erwähnt lediglich die DPI-Werte konfigurieren - so genau, dass Sie sogar zwischen der X- und Y-Achse wählen können, also die horizontalen und vertikalen Bewegungen, oder auch über die Lift-Distanz der Maus. Beim Mausrad können Sie auch die Scrollgeschwindigkeit entscheiden und wählen, ob das Rad leuchten soll oder nicht. Darüber hinaus bietet die Software noch viele weitere Optionen, um die Qpad 5K individuell an Ihre Bedürfnisse anzupassen.
Qpad 5K in der Praxis
In der Praxis erweist sich die Maus als komfortabel und liegt gut in der Hand. Selbst nach langen Gaming-Sessions ermüdet die Hand nicht - hier erfüllt das ergonomische Design seine Funktion voll und ganz. Das Umschalten der DPI-Werte geht flott von der Hand, selbst im intensiven und schnellen Spielgeschehen lassen sich die Tasten ohne großes Hinsehen bedienen. Die Tastenbelegungen lassen sich im Treiber einfach verstellen und uns ist kein Problem aufgefallen. Die DPI-Einstellungen lassen sich ebenfalls leicht und punktgenau regeln.
Ebenfalls im Test hat uns der Hersteller zwei Mauspads ins Paket gelegt. Hierbei handelt es sich um das "Qpad CT Battlefield 3 Collector Edition" und das "Qpad HeatoN XL Gaming Mouse Pad". Ersteres bietet aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit eine gut gleitende Unterlage dar. Das Material besteht aus einer Art Stoff und ist beschichtet: Qpad nennt die Struktur Hybratek. Tatsächlich verbessern sich die Gleiteigenschaften der Maus, wenn wir das Pad als Unterlage nehmen.
Das zweite Mauspad hat der Hersteller mit Hilfe des Pro-Gamers Emil "HeatoN" Christensen entwickelt, um somit auch in der professionellen Liga Fuß zu fassen. Die Ausmaßen sind zugegebenermaßen XL (B: 435 x T: 365 x H: 35 Millimeter) und bieten genug Freiraum für hektische und ausschweifende Bewegungen. Ein Mix aus drei Materialien soll für gute Gleiteigenschaften sorgen: "Carbytec"-Kunststoff auf der Oberseite, Kunststoff im Mittelteil und Gummi auf der Unterseite. Auch hier verbessert sich die Bedienung der Maus und das Pad rutscht nicht weg und bleibt an Ort und Stelle bei ausladenden Bewegungen. Problematisch könnten aber die Ausmaße für manchen Gamer sein.
Maus Qpad 5K Pro-Gaming Laser-Maus
Tastenanzahl 7
Mausrad 2-Wege
Sensortyp Laser
Maximale Auflösung in dpi 5040
Profil- / Makrofunktion nein / ja
Verbindung USB-Kabel
Weitere Ausstattung keine

Fazit zur Qpad 5K: Präzise Maus mit griffigen Eigenschaften

Schon bei der ersten Bedienung ist uns die komfortable Handablage und das ergonomische Design der Qpad 5K aufgefallen. Die Maus gleitet auch bei verschiedenen Oberflächen auch ohne Mauspad flink über die Platte. Positiv ist auch die Funktionsfülle der mitgelieferten Software, von denen sich andere Hersteller ruhig eine Scheibe abschneiden könnten. Qpad zielt ganz klar auf Gaming auf hohem Niveau und erfüllt fast alle Belangen eines Spielers. Der Laser-Sensor reagiert stets zuverlässig, sofern er sauber bleibt. Selbst kleine Haare sorgen für Fehlfunktionen bei Bewegungen, doch das ist ein generelles Problem bei optischen Mäusen.
Schade ist, dass die Software keine Möglichkeit bietet, die Einstellungen in verschiedenen Profilen zu speichern. Das könnte dem Gamer sauer aufstoßen, der seine Maus oft an anderen Systemen benutzt oder während dem Desktop-Betrieb ein anderes Benutzererlebnis haben möchte. Die 5K verfügt auch nicht über einen internen Speicher - aber wozu auch, Profile lassen sich ohnehin nicht konfigurieren. Außerdem hat sich der Hersteller dagegen entschieden, Gewichte beizulegen, um die Maus noch ein Stück individueller zu machen.Des Weiteren ist die Maus nur für Rechtshänder geeignet, für die linke Hand ist die Form nicht gedacht.
Der Preis von 65,50 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) ist aufgrund der zahlreichen Features nicht allzu hoch angesetzt und orientiert sich eher an der Konkurrenz. Professionelle Gamer werden mit der Qpad 5K zufrieden sein.
Die beiden Mauspads erfüllen ebenfalls ihre vorhergesehe Funktion, indem sie die Gleiteigenschaften doch wesentlich verändern. Einzig der Preis von jeweils über 30 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) wird wohl den ein oder anderen zum Grübeln bringen. Denn auch mit günstigeren Mauspads erreichen Sie fast die gleiche Gleitfähigkeit. Aber echte Enthusiasten schreckt ein hoher Preis nicht ab - im Gegenteil, er bezeugt eher hohe Qualität, die auch gegeben ist.
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