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Vista Master Tuning

19.10.2007 | 08:30 Uhr |

Wer beim Rechnerkauf spart, hofft später eventuell auf die Kraft eines Tuning-Programms. Vista Master Tuning beispielsweise soll den PC zu Höchstleistungen bringen. Ob es geklappt hat, erfahren Sie in unserem Test.

Wer heutzutage einen Rechner kauft, bekommt damit meist Windows Vista. Aber nicht nur das: Ein schneller Dual-Core-Prozessor und 1 GByte RAM sind längst Standard bei Billig-PCs. Außer CPU und Speicher sind die Grafikkarte und der Plattendurchsatz wichtig für mehr Leistung. Festplatten mit 7200 Umdrehungen werden überall verbaut, Platten mit 10000 Umdrehungen kosten ebenso wie Grafikkarten, die flotter sind als die Onboard-Chips. Es gilt: Wer es schneller will, zahlt mehr.

Wer das beim Einkauf nicht wusste und später nicht wahrhaben will, dem hilft BHV günstig: 20 Euro kostet Vista Master Tuning, das „Ihren PC auf Höchstleistungen“ bringen will. Das Programm ist klein und daher schnell installiert. Beim ersten Start kommt der Hinweis, man versuche das Programm mit „aktivierter Vista Benutzerkontenkontrolle (UAC) zu starten“ und man solle diese doch abschalten – wie, darf man selbst herausfinden.

Elf Module hat Vista Master Tuning: Drei Waschprogramme (Washer) löschen temporäre Daten, Surf-Spuren und überflüssige Registry-Einträge. Drei Konfigurations-Tools passen Windows-Kontextmenüs und andere Funktionen an. Manko dabei: Es werden auch unter Vista Einstellungen angezeigt, die es nur in Windows XP gibt. Die können aber trotzdem geändert werden – eine simple Versionsabfrage haben die Entwickler vergessen. So reduziert sich die Zahl der Einstellungen deutlich. Von den fast 50 Funktionen für fortgeschrittene Nutzer sind über ein Drittel nur für XP und einige weitere nur für bestimmte Vista-Versionen. An weitere kommt man zum Teil über die Systemsteuerung heran. Mit den verbleibenden Einstellungen, an die man mit den Standard-Windows-Tools nicht herankommt, kann man dann beispielsweise ein anderes Verzeichnis für den Ordner „Gemeinsame Dateien“ auswählen.
Fünf weitere Tools helfen beim Finden, Überschreiben, Verschlüsseln und Teilen von Dateien oder erzeugen eine Textdatei mit dem Inhalt eines Verzeichnisses – leiten also quasi den DIR-Befehl um.

Fazit: Mogelpackung. Mit dem Ändern der Cursor-Blinkrate und anderer Einstellungen den „PC auf Höchstleistungen“ zu bringen, geht eben nicht. Etwas Tuning ja, mehr Leistung nein.

Alternative: Die 20 Euro für den nächsten Rechnerkauf zurücklegen. Das ist schon fast der halbe Aufpreis für eine flotte Grafikkarte.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 4,0
Bedienung (35%): Note 3,5
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 3,6

Anbieter:

BHV

Weblink:

http://shop.bhv.de

Preis:

20 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 7 MB

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