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Multicore Optimizer

21.04.2008 | 08:30 Uhr |

Multicore Optimizer soll laufende Prozesse auf dem Rechner beschleunigen. Das Tool soll für effektive Verteilung der Prozesse auf mehrere Prozessor-Kerne sorgen.

Immer mehr Rechner verfügen über Prozessoren mit zwei Kernen, manche haben bereits Quad-Core-CPUs. Doch der erhoffte Leistungsschub für die vorhandene Software bleibt oft aus, weil die zusätzliche Rechenleistung nicht genutzt wird. Mit dem Multicore Optimizer soll dieses Manko behoben werden. Die Software dient dazu, die Prozesse des Computers richtig auf mehrere Prozessor-Kerne zu verteilen.

Die Installation verlief schnell, problemlos und ohne PC-Neustart. Das Startfenster ist übersichtlich und wirkt nicht überladen. Im unteren Bereich werden die wichtig-
sten Menüpunkte angezeigt. Nicht optimal: Hat man das Startfenster erst einmal verlassen, findet man es nur unter „Sonstiges, Einführung“ wieder. Ansonsten ist die Menüoberfläche der Software gut strukturiert. Unter „Prozesse“ listet Multicore Optimizer alle laufenden Tasks auf, die dann per Mausklick auf „Turbo“ die Priorität „Hoch“ erhalten. Zudem kann man jedem Prozess einen oder mehrere der vorhandenen CPU-Kerne zuweisen.

All dies kann der Anwender aber auch ohne Kosten für zusätzliche Software via Task-Manager erledigen. Überhaupt wirkt der Multicore Optimizer in vielen Be-
reichen wie ein nettes grafisches Frontend dieses System-Tools - man spart lediglich einige Mausklicks. Einziger Unterschied: Getroffene Einstellungen kann man mit dem Multicore Optimizer als Regeln speichern, damit sie nach jedem PC-Neustart bereit stehen. Diese Regeln lassen sich auch auf andere Rechner über-
tragen.

Ebenfalls mit einem Klick versucht Multicore Optimizer alle laufenden Prozesse auf einmal zu optimieren. Im Test ergaben sich durch diese Funktion nur ganz selten Änderungen zur CPU-Verteilung, die vom Betriebssystem vorgegeben war. Für Vista gehört ein Gadget zum Lieferumfang, das Prozessor- und Arbeitsspeicher-Aus-
lastung grafisch darstellt. Diese Mini-Anwendung ist etwas übersichtlicher als die Vista-eigene, bringt aber ansonsten keinen Vorteil. Im Test renderte der Cinebench R10 mit Multicore Optimizer knapp vier Prozent schneller als ohne die Software. Ähnliche Werte erreichte unser Test-System auch mit den passenden Einstellungen im Task-Manager: hohe Prozesspriorität bei Verwendung beider CPU-Kerne. Die Ergebnisse schwankten bei den gemessenen Durchgängen um ein gutes Prozent.

Im Mittel lagen dann der Multicore Optimizer und die manuelle Optimierung via Task-Manager gleich auf. Eine noch geringere Tempo-Steigerung ereichten wir beim Recodieren von Video-DVDs. Nero Recode etwa schaffte einen 105-Minuten-Film zehn Sekunden schneller, dabei lagen wiederum beide Optimierungen gleich auf. Clone DVD zeigte sich von jedem Versuch einer Optimierung unbeeindruckt. Grand Theft Auto: San Andreas lief auf dem Test-PC bei höheren Auflösungen nach der Optimierung subjektiv etwas flüssiger, das gleiche Ergebnis ließ sich auch mittels Task-Manager erzielen.

Fazit: Die Anschaffung von Multicore Optimizer lohnt nicht, auch wenn die Software billig ist und nur wenig Plattenplatz verbraucht. Eine echte Beschleunigung konnte im Test nicht nachgewiesen werden.

Alternative: Der Task-Manager wird kostenfrei mit Windows mitgeliefert und leistet Ähnliches. Dauerhaft speichern kann er Einstellungen nicht.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 5,0
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 3,5

Anbieter:

Zonelink

Weblink:

http://zonelink.de

Preis:

15 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 15 MB

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