Tuning-Software

Tune Up Utilities 2012 im Test

Freitag den 13.01.2012 um 08:30 Uhr

von Cornelius M. Pirch

Alle Jahre wieder eine neue Version. Dieser Maxime haben sich auch die Hersteller von Tuning-Software verschrieben, und die deutsche Softwareschmiede macht mit ihrem bekannten Systemoptimierer Tune Up Utilities keine Ausnahme.
Installation und Bedienung: Die knapp 27 MB große Download-Version ist schnell installiert. Nach Eingabe der Seriennummer fragt das Programm, ob es nach Aktualisierungen suchen soll. Der Benutzer entscheidet, und er muss nicht beim Hersteller registriert sein, um Updates zu erhalten. Die Bedienerführung wurde etwas verändert, sie wirkt nun moderner und aufgeräumter. Außerdem reagiert die Software jetzt schneller als in der letzten Version, die  manchmal doch „Nachdenkpausen“ einlegte. Zurückgekehrt ist die „Übersicht aller Funktionen“, die in Version 2011 fehlte – praktisch, wenn man schnell ein Modul sucht und sich nicht durch die Kategorieansichten klicken möchte. Sehr gut gefällt uns die Direkthilfe, die eine kurze Erklärung einblendet, sobald der Mauszeiger über einen Aktions-Button bewegt wird.

Neue und verbesserte Funktionen: Zum bewährten Turbo-Modus ist der so genannte Economy-Modus dazugekommen. Damit sollen vor allem Notebook- und Netbook-Nutzer  die Akkulaufzeit ihres Computers verlängern können. Der Economy-Modus schaltet die dynamische Prozessortaktung aus, verringert die Helligkeit des Displays, deaktiviert diverse Dienste (etwa die Unterstützung virtueller Maschinen) und schaltet die Aero-Desktopdarstellung sowie optische Effekte aus.


Hier ist aber Vorsicht geboten: Standardmäßig soll(en) die Festplatte(n) nach 10 Minuten in den Standby-Modus geschickt werden. Dies ist aber bei laufendem Windows nicht wirklich zu empfehlen (wie der Autor schon vor Jahren schmerzvoll am eigenen Notebook erfahren musste: Windows tot, Festplatte kaputt).


Viele Verbesserungen gibt es beim Turbo-Modus. Hier kann man mithilfe eines Assistenten sehr genau festlegen, welche Dienste, Wartungsaufgaben (etwa Windows Update), visuelle Effekte und Hintergrundfunktionen (unter anderem die Medienfreigabe) ausgeschaltet werden sollen. Überdies wird der Prozessortakt auf das Maximum gesetzt. Stark verbessert wurde der Programm-Deaktivator. Diese Funktion legt installierte Programme still, die Systemressourcen verbrauchen, aber momentan nicht genutzt werden. So lassen sich Start und Ausführung von Windows stark beschleunigen. Startet man ein stillgelegtes Programm, wird es von den Tune Up Utilities aktiviert und wieder stillgelegt, sobald der Nutzer das Programm beendet hat. Auf dem Test-PC erreichte die Deaktivierung von drei Programmen eine Beschleunigung des Windows-Starts bis zum Desktop um 23 Sekunden.


Eine Funktion, die sich schon in der letzten Version als sehr praktisch erwiesen hat, wurde weiter verbessert: Die Einstellungen der grafischen Windows-Oberfläche sind jetzt noch übersichtlicher und schneller zu erreichen. So kann man mit wenigen Mausklicks einen individuellen Anmeldebildschirm erstellen (mit Bordmitteln unter Vista und Windows 7 keine so triviale Angelegenheit) oder alle Windows-Symbole verändern. Zusätzlich stehen auf der Tune Up-Homepage kostenlose Designs, Desktophintergründe, Icon-Packs und Anmeldebildschirme zur Verfügung. Unter „Windows-Einstellungen“ findet der Nutzer fast  alles, was Startmenü, Taskleiste, Internet-Browser (inklusive Firefox und Opera), Benutzerkontensteuerung oder Privatsphäre betrifft. Sehr positiv: Das Programm speichert alle Änderungen beliebig lange, so dass jede Modifikation wieder rückgängig gemacht werden kann.


Fazit: Version 2012 der TuneUp Utilities ist kein „großes Update“, so dass man Nutzern der Vorversion nicht unbedingt zu einem Kauf raten muss. Nichtsdestotrotz sind die Verbesserungen für Notebook-Benutzer sehr interessant und für Leute, die sehr viel Software installiert haben.

Freitag den 13.01.2012 um 08:30 Uhr

von Cornelius M. Pirch

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