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Virenattacke: Wie sicher sind Handys?

22.11.2010 | 17:08 Uhr |

Egal ob Android oder iPhone, moderne Smartphones sind im Visier von Crackern und Malware-Schreibern. PC-WELT.de zeigt Ihnen, wie die Handys attackiert werden, welche Schutzmaßnahmen die Hersteller bieten und was Sie selbst tun können, um Attacken abzuwehren.

Geht es nach den Herstellern von Sicherheits-Software, sind die mobilen Geräte wie Smartphones und Handys mal wieder das Ziel von Angreifern. Vor allem das Google-Betriebssystem Android soll dabei ins Visier gelangt sein. Im Gegensatz zu früheren Warnungen scheint diesmal allerdings mehr an der Sache dran zu sein, was vor allem am immer beliebteren Google-Betriebssystem liegt.

Was ist also dran an den Attacken? Bereits auf der Hacker-Konferenz Blackhat 2010 haben die Macher der Sicherheits-Software Lookout gewarnt, dass unter den untersuchten Apps im Marktplatz von Android und dem iPhone zahlreiche schwarze Schafe sind. Dabei handelt es sich in erster Linie um Applikationen, die sich mehr Rechte einräumen als sie eigentlich benötigen. So greifen etwa Apps für Hintergrundbilder auf die Kontakte zu und schicken diese per SMS oder über das Internet an den Entwickler zurück.

Höhepunkt war ein Trojaner , der sich auf Android spezialisiert hatte. Glück im Unglück: Der Trojaner war vor allem auf dem osteuropäischen Markt zugeschnitten, in Deutschland gab es kaum gemeldete Angriffe.

Auch das iPhone landete zuletzt in den Schlagzeilen. Durch eine Sicherheitslücke in der Software konnten Angreifer theoretisch das komplette System übernehmen . Die Lücke wurde beispielsweise genutzt, um einen Jailbreak über eine Webseite auszuführen. Allerdings wären damit auch deutlich bösartigere Angriffe möglich gewesen. Apple hat mit einem Update der Software darauf reagiert und den Fehler behoben.

Apples iOS und Googles Android sind aktuell die Angriffsziele der Malware-Autoren. Andere Betriebssysteme wie Symbian, Windows Mobile oder Blackberry sind entweder zu stark gesichert oder bieten nicht die notwendige Marktverbreitung, um für die Angreifer interessant zu sein. Windows Phone 7 wiederum ist noch nicht lange genug auf dem Markt, um dessen Sicherheits-Architektur wirklich beurteilen zu können.


 

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