21.12.2009, 09:30

Thomas Rau

Touchscreen-Notebook

HP Pavilion dv3-2210eg im Test

Das iphone unter den Notebooks? Das HP Pavilion dv3-2210eg lässt sich über den Bildschirm bedienen. Wie gut das funktioniert, klärt der Test.
Bei Handys schon Alltag, bei Notebooks noch etwas Besonderes: Das HP Pavilion dv3-2210eg ist eines der ersten Notebooks mit Touchscreen. Es lässt sich bedienen, indem man mit dem Finger auf das Display tippt. Die Hand dient also als Mausersatz. Außerdem versteht das HP DV3-2210eg Multitouch: Man kann so beispielsweise mit zwei Fingern in Fotos hinein zoomen. Oder man blättert mit einer Wischbewegung durch ein Menü.
Touchscreen-Eingabe beim HP Pavilion dv3-2210eg
Windows 7, das auf dem HP-Notebook in der 64-Bit-Version von Home Premium installiert ist, unterstützt die Touchscreen-Bedienung von Haus aus. HP hat aber eine zusätzliche Bedieneroberfläche programmiert: Sie erhöht durch größere Icons die Trefferquote mit dem Finger. Diese Touchsmart-Oberfläche enthält Programme für Fotos, Videos, TV, Internet und DVD-Wiedergabe.

Die Bedienung über den Touchscreen erweist sich als gewöhnungsbedürftig: Bei jeder Berührung wippt das Display. Zwar gerät das Notebook dabei nicht ins Wackeln, doch man hat keine so deutliche Rückmeldung über die Eingabe wie etwa bei einem Smartphone oder einem Tablet-PC, wenn man dessen Display auf die Tastatur klappt.

Auf der glänzenden Displayoberfläche sieht man außerdem jeden Fingerabdruck: Besonders deutlich und störend erkennt man das bei dunklem Bildinhalt, zum Beispiel, wenn das Notebook hochfährt. Überdies lässt sich Windows mit dem Finger nicht sehr komfortabel bedienen: Icons und Menüeinträge fallen in der Standardauflösung des HP DV3-2210eg zu klein aus - mit dem Mauszeiger trifft man sie bequem, mit dem Finger ist es eine Zielübung. In den Windows-Untermenüs - etwa in der Systemsteuerung - gibt man die Fingersteuerung dann schnell aufgrund der geringen Trefferquote auf.
Wenig Vorteile durch den Touchscreen
Insgesamt bringt der Touchscreen kaum Vorteile: Nur bei der Touchsmart-Oberfläche vermisst man Tastatur und Maus nicht. Bei den meisten Windows-Programmen ist die Finger-Bedienung weder einfacher noch ergonomischer. Da klappt das Arbeiten mit der gewohnten Maus- und Tastatureingabe beim HP dv3-2210eg viel besser: Auch wenn der Finger an der bremsenden Touchpad-Oberfläche häufig ungewollt hängenbleibt.
Akkkulaufzeit und Gewicht beim HP Pavilion dv3-2210eg
Das HP dv3-2210eg wirkt aufgrund des breiten Displays und des kompakten Gehäuses klobiger als die meisten 13-Zoll-Notebooks. Mit denen kann es weder beim Gewicht noch bei der Akkulaufzeit mithalten: Es wiegt 2,36 Kilogramm und hielt im Test nur knapp über vier Stunden ohne Netzstrom durch.
Rechentempo des HP Pavilion dv3-2210eg
Dafür bietet es deutlich mehr Rechenleistung als die Leichtgewichte: Es kann locker mit 15-Zoll-Notebooks mithalten, besonders stark schneidet es bei Multimedia-Aufgaben wie Video- und Bildbearbeitung ab. Eine Einsteigergrafikkarte hat das DV3-2210eg ebenfalls an Bord: Sie genügt aber höchstens für ältere Spiele.
Ausstattung beim HP Pavilion dv3-2210eg
Die Ausstattung des HP dv3-2210eg ist üppig: Das Notebook bringt eine 500-GB-Festplatte und einen DVD-Brenner mit. Aktuelle Schnittstellen wie HDMI und e-SATA - als Kombiport mit USB - sind ebenfalls dabei. Auch beim Netzwerk bekommt man mit Gigabit-LAN und 11n-WLAN Top-Technik.
Display und Betriebsgeräusch beim HP Pavilion dv3-2210eg Die Bildqualität des 13,3 Zoll großen, spiegelnden Displays ist sehr ordentlich: Es ist recht hell und stellt Farben ordentlich dar. Der Kontrast könnte allerdings höher liegen.
Den Lüfter des HP dv3-2210eg hört man ständig. Arbeitet man in einer sehr ruhigen Umgebung stört das sogar - besonders, wenn das Notebook unter Last steht.
Fazit: Die Touchscreen-Bedienung des HP Pavilion dv3-2210eg fasziniert nur kurz. Schnell kehrt man zu Maus und Tastatur zurück. Vom Bedienkomfort eines iPhones ist die Fingereingabe beim dv3-2210eg meilenweit entfernt. Das liegt allerdings nicht am Hersteller - HP hat dem Notebook eine spezielle Touchscreen-Nutzeroberfläche spendiert. Sondern daran, dass die Touchscreen-Bedienung eigentlich höchstens bei All-in-One-PCs mit großem Display oder bei Tablet-PCs sinnvoll ist.
Davon abgesehen, bekommt man mit dem HP Pavilion dv3-2210eg ein leistungsfähiges und sehr gut ausgestattetes 13-Zoll-Notebook. Allerdings ist es vergleichsweise schwer und die Akkulaufzeit zu kurz.
Alternativen: Ohne Touchscreen, aber schöner und ausdauernder ist das Apple Macbook. Noch mehr Akkulaufzeit zum gleichen Preis bietet zum Beispiel das Acer Aspire 4810T, das trotz 14-Zoll-Display auch leichter ist.
Vorherige Seite
Seite 1 von 2
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
Windows 8: Alle Informationen
Windows 8
Alle Details

Alle Informationen und Updates zum neuen Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. mehr

- Anzeige -
PC-WELT Specials
Angebote für PC-WELT-Leser
PC-WELT Onlinevideothek

PC-WELT Online-Videothek
Keine Abogebühren oder unnötige Vertragsbindungen. Filme und Games bequem von zu Hause aus leihen.

Tarifrechner
Der PC-WELT Preisvergleich für DSL, Strom und Gas. Hier können Sie Tarife vergleichen und bequem viel Geld sparen.

PC-WELT Sparberater
Das Addon unterstützt Sie beim Geld sparen, indem es die besten Angebote automatisch während des Surfens sucht.

- Anzeige -
Marktplatz

Amazon Preishits
jetzt die Schnäpchen bei den Elektronikartikel ansehen! > mehr

237148
Content Management by InterRed