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Toshiba Satellite Pro R50-B im Kurz-Test

01.09.2014 | 17:10 Uhr |

Toshiba stellt heute das Satellite Pro R50-B vor – ein sehr günstiges Business-Notebook. Wir werfen einen ersten Blick auf das Gerät.

Zuverlässig – dieses Adjektiv bemühen viele Firmen in ihren Werbebroschüren. Und genau für diese Firmen scheint Toshiba das Satellite R50-B gebaut zu haben. Denn das Business-Notebook mit entspiegeltem 15,6-Zoll-Display überwältigt nicht mit schickem Design oder faszinierender Hardware, sondern soll vor allem eines sein: Zuverlässig.

Wenn dazu noch ein günstiger Preis kommt – umso besser. Toshiba bietet das Satellite Pro R50-B ab 419 Euro an. Dafür bekommen Sie allerdings nur den Haswell-Celeron 2957U und nicht Windows 8.1 Pro, sondern nur Windows 8.1.

Windows 8.1 liegt auf DVD bei - und das Notebook hat idealerweise ein DVD-Laufwerk
Vergrößern Windows 8.1 liegt auf DVD bei - und das Notebook hat idealerweise ein DVD-Laufwerk
© Toshiba

Zweimal Windows: 7 installiert, 8.1 auf DVD dabei

Deutlich geschäftstauglicher ist das Modell Satellite Pro R50-B-112 für 679 Euro, das wir im Kurz-Test hatten. Es arbeitet mit dem Core i5-4210U (1,7 GHz, Turbo Boost: 2,7 GHz). Außerdem ist auf ihm Windows 7 Pro installiert – bei vielen Firmen ein Muss, denn Profi-Anwender warten mit dem Umstieg auf ein neues Windows meist länger oder lassen eine Version aus, um sicher zu gehen, dass die eigenen Anwendungen mit dem neuen OS harmonieren.

Der spätere Umstieg auf Windows 8 ist beim Toshiba-Notebook nicht ausgeschlossen, denn Sie bekommen Windows 8.1 Pro auf DVD mitgeliefert. Passend dazu bringt das Notebook einen DVD-Brenner mit, weswegen es nicht so flach und leicht wie beispielsweise ein Ultrabook sein kann. Dennoch: Knapp 24 Millimeter Bauhöhe und rund 2,3 Kilogramm gehen in Ordnung – das Satellite R50-B ist ja kein ultramobiles Notebook für den Road Warrior, sondern höchstens zwischen Schreibtisch und Konferenzraum mobil.

Stabile Tastatur plus Ziffernfeld: Das Satellite Pro R50 überzeugt in der Kernkompetenz eines Business-Notebooks
Vergrößern Stabile Tastatur plus Ziffernfeld: Das Satellite Pro R50 überzeugt in der Kernkompetenz eines Business-Notebooks
© Toshiba

Seriöses Design, ordentliche Ausstattung

Toshiba stellt das R50-B in seiner Presseinfo zwar in die Reihe der höherwertigen Business-Notebooks der Tecra- und Portégé-Serie. Doch sein Design ist eher unauffällig: Das Notebook sitzt in einem matt-schwarzen Kunststoff-Gehäuse mit Oberflächenstruktur auf Handballenablage und Deckel.

Die Ausstattung lässt angesichts des Preises wenig Wünsche offen: Die Festplatte fasst 750 GB, Peripherie findet über drei USB-Ports (davon zwei mit USB 3.0), HDMI-Out und einen Kartenleser Anschluss am Notebook. Bei Business-Notebooks immer noch Standard ist der betagte VGA-Ausgang, den auch das Satellite Pro R50-B mitbringt. Ganz neu dagegen ist der WLAN-Standard 11ac, den das WLAN-Modul im Toshiba-Notebook beherrscht – außerdem sind sie netzwerkseitig mit Bluetooth 4.0 und Gigabit-LAN bestens gerüstet. Einen dedizierten Docking-Anschluss besitzt das Notebook nicht: Am USB-3.0-Port lässt es sich aber beispielsweise über eine externe Docking-Station wie Toshibas Dynadock U3.0 erweitern.

Keine SSD, aber das Rechentempo stimmt trotzdem

Die Rechenleistung genügt dank Core i5 und 4 GB RAM für fast alles, was im Büro anfällt. Natürlich arbeiten Ultrabooks schneller, weil Programme auf ihrer SSD Programme flotter starten als auf der Standard-Festplatte im Satellite Pro R50-B. Bei sehr großen Excel-Tabellen kommt der SSD-Tempo-Vorteil auch im Business-Umfeld spürbar zum Tragen. Ansonsten hält das Toshiba-Notebook bei Office-Anwendungen und Videotelefonie durchaus mit.

Der Bildschirm überzeugt dagegen weniger: Er ist zwar entspiegelt, wie es sich für ein Business-Notebook gehört. Allerdings mit deutlich unter 200 cd/qm nicht besonders hell, sodass Sie höchstens im Büro ergonomisch damit arbeiten können. Im Akkubetrieb schafft der Bildschirm nur eine maximale Leuchtdichte von 154 cd/qm, damit ist an Büroarbeit draußen kaum zu denken – trotz geringerer Reflexionen auf der matten Bildschirmoberfläche.

Dabei könnten Sie sich mit dem Satellite Pro R50 durchaus weiter weg von der Steckdose bewegen: Im Akku-Test hält das Toshiba-Notebook 6:28 Minuten mit aktiviertem WLAN durch – ein ordentliches Ergebnis.

Die Auflösung liegt mit 1366 x 768 recht niedrig: Das ist in dieser Preisklasse nicht unüblich. Aber auch bei Business-Anwendungen freut man sich über eine höhere Auflösung, um beispielsweise mehr Programmfenster nebeneinander zu positionieren.

Im Kerngeschäft eines Business-Notebooks erlaubt sich das Satellite Pro R50 keine Fehler: Die Tastatur ist leise und stabil, der Druckpunkt der Tasten angenehm griffig. Für schnelle Zahleneingaben besitzt sie ein Ziffernfeld, dessen Tasten aber etwas schmaler sind als auf der Haupt-Tastatur. Das Touchpad hat separate Tasten, was viele Nutzer den im Touch-Feld integrierten Tasten vorziehen, weil sie sich sicherer treffen lassen. Der Cursor lässt sich präzise positionieren, für ausladende Multi-Touch-Gesten ist das Touch-Feld allerdings zu klein.

© Toshiba

Toshiba Satellite Pro R50-B im Kurz-Test: Fazit

Gut und günstig – diese beiden grundsätzlichen Versprechen hält das Satellite Pro R50-B ein. Das Business-Notebook ist zwar alles andere als ein Hingucker, erledigt seine Aufgaben aber absolut zuverlässig. Nur für das Display gilt: Eher günstig als gut.

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