06.07.2007, 11:00

Thomas Rau

Toshiba Tecra M5

Das Toshiba Tecra M5 ist ein klassisches Business-Notebook: Leistung und Ausstattung sollen in erster Linie Profi-Nutzer überzeugen. Unser Test zeigt, ob dies gelingt.
Verarbeitung: Auf den ersten Blick wirkt das Toshiba Tecra M5 wuchtig – oder positiver ausgedrückt: sehr kompakt. Ein Augenschmaus ist das Business-Notebook nicht. Doch Widerstandsfähigkeit ist wichtig im Arbeitsalltag – und hier punktet das Toshiba Tecra M5 mit seinem rundum soliden Gehäuse. Hart im Nehmen ist es auch dank seiner spritzwassergeschützten Tastatur und der stabil verbauten Festplatte: Wenn ein 3D-Bewegunssensor bemerkt, dass das Notebook heftig bewegt wird, gehen die Schreib-Leseköpfe in Parkposition, um einen Festplattencrash zu vermeiden. In der Werkseinstellung ist er allerdings sehr empfindlich und schlägt häufig unnötig Alarm.

Tempo: Bei der Rechenleistung liegt das Toshiba Tecra M5 (Core 2 Duo T5500, 1,66 GHz, 2 MB L2-Cache) rund 15 bis 20 Prozent hinter Notebooks, die einen höher getakteten Core 2 Duo mit 4 MB L2-Cache besitzen. Der Vergleich mit Santa-Rosa-Notebooks, die der neue Core 2 Duo T7100 (1,8 GHz, 2 MB L2-Cache) antreibt, fällt dagegen besser aus: Hier liegt die Tempo-Differenz bei unmerklichen fünf Prozent. Im Office-Benchmark leidet das Toshiba Tecra M5 etwas unter seiner unterdurchschnittlich schnellen Festplatte. Die für CAD-Programme optimierte Grafikkarte Nvidia Quadro NVS 110M bietet nur Einsteigertempo – bei 3D-Spielen liegt sie auf dem Niveau einer Geforce Go 7300 oder Geforce Go 7400.

Ausstattung: Die 512 MB Arbeitsspeicher, die Toshiba dem Tecra M5 in der Standardkonfiguration mitgibt, sind auf lange Sicht zu wenig – Sie sollten aufrüsten. Das geht einfach über einen freien Steckplatz, den Sie auf der Gehäuseunterseite nach dem Lösen einer Schraube schnell erreichen. Die Festplatte ist mit 80 GB eher klein. Das optische Laufwerk sitzt im Wechselschacht und lässt sich gegen eine Festplatte oder einen zusätzlichen Akku (6 Zellen, rund 180 Euro) tauschen beziehungsweise ausbauen, um Gewicht zu sparen. Bei den Schnittstellen bietet das Toshiba Tecra M5 Ausstattungsmerkmale, die Großkunden sehr schätzen: zum Beispiel den bei Privatkunden-Notebooks schon lange vergessenen Seriell-Port, einen Fingerprint-Scanner, einen Docking-Anschluss (eine passende Docking-Station kostet rund 200 Euro) sowie je einen Steckplatz für PC-Card und Expresscard.

Mobilität: Aufgrund der soliden Bauweise bringt das Toshiba Tecra M5 mit 2,5 Kilogramm etwas mehr auf die Waage, als bei einem 14-Zoll-Notebook üblich. Trotzdem ist es natürlich für den mobilen Einsatz sehr gut geeignet: Im Akku-Test schaffte das Notebook 4:46 Stunden und über 3,5 Stunden beim DVD-Schauen mit dem verbauten 9-Zellen-Akku, der hinten leicht über das Gehäuse ragt.

Ergonomie: Das matte Display besitzt die etwas grobkörnige XGA-Auflösung (1024 x 768 Bildpunkte, 90dpi). Im Zentrum maßen wir eine gute Helligkeit von 180 cd/m2 – zu den Displayrändern fiel sie aber deutlich ab. Auch bei den Tests von Kontrast und Farbwiedergabe zeigte sich das Display voll office-tauglich – mehr als Texte und Tabellen machen auf dem Toshiba Tecra M5 aber keinen Spaß. Einen Minuspunkt kassiert der Mobilrechner für den recht lauten Lüfter, der unter voller Last 1,5 Sone erreichte und damit in ruhiger Umgebung deutlich hörbar ist.

Handhabung: Der Mauszeiger lässt sich beim Toshiba Tecra M5 per Touchpad oder Trackpoint steuern. Die Tastatur gab beim Schreiben leicht nach, ohne aber instabil verbaut zu sein. Druckpunkt und Hub der Tasten sind auch für Vielschreiber in Ordnung.
Fazit: Das Tecra M5 ist eine solide Arbeitsmaschine und am Schreibtisch oder unterwegs ein idealer Partner für den Profi-Anwender. Einzig der unter Last recht laute Lüfter trübt den guten Gesamteindruck. Eine günstigere Alternative ist das Lenovo Thinkpad R60, schöner und leichter das HP Compaq NC6400.
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