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Toshiba Satellite Radius 12 im Test

08.02.2016 | 12:00 Uhr |

4K auf dem Notebook: Das Toshiba Radius 12 macht's möglich. Das Convertible bietet noch mehr Top-Ausstattung, was im Test nicht nur Vorteile bringt.

Das Radius 12 ist das erste Convertible mit 4K-Display. Und eigentlich auch das erste Tablet mit 4K-Auflösung, denn der hochauflösende Bildschirm lässt sich auf das Gehäuse klappen, damit Sie das Notebook als Tablet in den Händen halten können. Erster zu sein ist gut fürs Marketing und mit 4K lässt sich im Datenblatt schön angeben, zumal es einer der wesentlichen Trends für Mobilgeräte in 2016 sein wird. Unter anderem Dell, HP und Acer haben 2-in-1-Geräte mit 4K-Bildschirm angekündigt - und laut Gerüchten soll sich auch das nächste iPad mit einem UHD-Bildschirm schmücken.

TEST-FAZIT: Toshiba Radius 12

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Toshiba Satellite Radius 12

Testnote

3.03

Preis-Leistung

teuer

Mobilität (35 %)

5,09

Bildschirm (20 %)

2,70

Geschwindigkeit (15 %)

1,80

Ausstattung (15 %)

2,76

Tastatur (5 %)

2,31

Umwelt und Gesundheit (5 %)

2,00

Service (5 %)

3,03

Aufwertung

Touchscreen, beleuchtete Tastatur (-0,30)

Das Radius 12 ist ein Convertible mit Premium-Anspruch: Hochwertig verarbeitet, angenehm zu bedienen, mit USB 3.1 und als Highlight ein 4K-Display. Das lohnt sich, wenn die vielen Pixel Ihnen bei den Programmen, die Sie täglich nutzen, auch tatsächlich Vorteile bringen.

Der Anspruch, dass alles am Radius 12 Premium sein muss, bringt das Convertible aber in die Bredouille. Der Core i7 wirkt überdimensioniert, ein langsamerer, aber sparsamerer Core M wäre sinnvoller gewesen. Der wiederum hätte sich im Datenblatt eines 1800-Euro-Notebooks aber nicht so gut gemacht.

PLUS:

- 4K-Display

- USB 3.1

- sehr angenehme Tastatur

MINUS:

- schwache Akkulaufzeit

- Prozessor bremst unter Last

Wozu die vielen, vielen Pixel gut sind

In der Praxis erschließen sich die Vorteile von 4K auf einem Notebook/Tablet-Display nicht unmittelbar: Natürlich ist die Auflösung perfekt, um Filme oder Fotos anzuschauen. Als Arbeitsgerät kommt das Radius 12 dann für Fotografen in Frage, die hochauflösende Bilder auch unterwegs direkt überprüfen und bearbeiten wollen. Zur mobilen Videobearbeitung taugt das Toshiba-Convertible dagegen kaum - dazu später mehr.

Natürlich garantiert die immens hohe Punktedichte von 352 ppi auch eine extrem scharfe Schrift-Darstellung. Allerdings dürften die meisten Anwender die native Displayauflösung nie nutzen, denn Buchstaben und Icons sind dann auf dem 12,5-Zoll-Display fast unerkennbar winzig. Ab Werk skaliert Toshiba die Darstellung auf 250 Prozent, was einer Auflösung von 1536 x 864 Pixel entspricht. Sie können diese Einstellung beliebig ändern: Aufgrund der hohen Pixelzahl sieht die Darstellung in jeder Skalierung hervorragend aus - sofern das Programm sie unterstützt. Damit sind Sie extrem flexibel, wie viel Bildinhalt Sie auf das Display bringen wollen und sparen sich bei bestimmten Aufgaben wie sehr großen Excel-Tabellen einen Multi-Monitor-Aufbau.

Dank des 360-Grad-Scharniers können Sie den 4K-Bildschirm beim Radius 12 flexibel verstellen
Vergrößern Dank des 360-Grad-Scharniers können Sie den 4K-Bildschirm beim Radius 12 flexibel verstellen
© Toshiba

Spezial-Tool zur Farbanpassung

Auch bei der Farbdarstellung bietet das Radius 12 mehr Möglichkeiten als andere Notebooks: Über das Programm Chroma Tune lassen sich verschiedene Farbprofile aufrufen und sogar einzelnen Programmen zuordnen. So können Sie für jede Anwendung den optimalen Farbraum nutzen.

Die Laborwerte des Displays erfüllen den hohen Anspruch nicht ganz: Helligkeit, Kontrast und Ausleuchtung liegen auf gutem Niveau, erreichen aber nicht ganz die Spitzenklasse des Macbook 12 oder des Dell XPS 13 . Mit einer mittleren Leuchtdichte von 285 cd/qm kann das Radius Spiegelungen auf dem Display nicht ganz überstrahlen. Auch ein sehr sattes Schwarz bekommt das Toshiba-Convertible nicht hin.

Als Prozessor kommt der Zweikerner Core i7-6500U aus Intel aktueller Skylake-Generation zum Einsatz. In den System-Benchmarks arbeitet das Radius 12 aber kaum schneller als ein Notebook mit einem Core i5. Auch bei intensiver Bild- und Videobearbeitung, wo der Core i7 normalerweise deutliche Vorteile hat. Offenbar kann der Core i7 seinen hohen Takt vor allem im Turbo-Modus nicht ausspielen. Das belegt auch der Test mit hoher CPU-Last: Der Prozessor muss sehr häufig die Taktrate zurückschalten, um nicht zu überhitzen. Dann macht sich auch der Lüfter störend bemerkbar, der dann hörbar mit einem unangenehm hohen Pfeifgeräusch arbeitet. Ansonsten bleibt er meist unhörbar leise.

Die Wärme-Abfuhr hat Toshiba dabei clever gelöst: Das Aluminium-Gehäuse gibt nach allen Seite die Wärme ab, am meisten erwärmt es sich oberhalb der Tastatur, nicht wie viele andere Ultrabooks auf der Gehäuseunterseite. Das ist vorteilhaft, weil Sie das Notebook auch auf den Oberschenkeln platzieren können. Die heißeste Stelle über der Funktionstastenleiste berühren Sie im Notebook-Modus nicht. Problematisch wird es, wenn Sie das Radius als Tablet hochkant halten: Dann liegt eine Hand genau auf dem Hot-Spot: Allerdings werden Sie in diesem Modus kaum Anwendungen laufen lassen, die das Radius unter Dauerlast setzen.

USB 3.1 an Bord

In der Alltags-Praxis profitiert das Radius 12 vor allem von der hohen Geschwindigkeit der Samsung-SSD PM871, die als M.2-Modul im Gehäuse steckt. Neben 4K und Skylake-Prozessor bietet das Radius 12 noch eine dritte Neuigkeit: An der linken Gehäuseseite sitzt ein Typ-C-Anschluss. Über ihn läuft USB 3.1 - die Schnittstelle leistet also mit einem passenden Kabel eine Datenrate von bis zu 10 GBit/s (Super Speed Plus). Toshiba legt aber keines bei. Außer für die Datenübertragung nutzt Toshiba den Typ-C-Anschluss aber nicht - zum Laden hat das Radius 12 eine eigene Buchse und für den Anschluss eines externen Monitors gibt es einen HDMI-Ausgang. Zweimal USB 3.0 finden Sie ebenfalls am Gehäuse. Für den Netzwerk-Zugang sorgt ein 11ac-WLAN mit zwei Antennen. Einen LAN-Anschluss hat das Radius 12 nicht. Ein Modell mit 3G/4G bietet Toshiba nicht an.

Wie das Notebook zum Tablet wird

Das Display des Radius ist mit sehr stabilen 360-Grad-Scharnieren mit dem Gehäuse verbunden. Wenn Sie den Bildschirm komplett umgelegen, wird das Radius zum Tablet und die Tastatur zur Tablet-Rückseite. Die Tasten lösen im Tablet-Modus nicht aus, sind aber auch nicht mechanisch arretiert - das ist gewöhnungsbedürftig. Neben dem Touchscreen steuern Sie das Tablet über zwei Tasten am Gehäuse: Die eine regelt die Lautstärke, die andere startet Cortana. Windows 10 wechselt zuverlässig beim Umlegen des Displays in den Tablet-Modus und stellt anschließend geöffnete Programme im Vollbild dar.

Tolle Tastatur, hochwertige Verarbeitung

Auch im Notebook-Modus erfüllen die Scharniere ihren Zweck und halten den Bildschirm stabil im eingestellten Winkel. Die Tastatur liegt leicht vertieft unter der Handballenablage: Auf ihr schreiben Sie angenehm leise. Die Tasten haben einen sehr flachen Hub, aber einen spürbaren Druckpunkt. Die Leertaste fällt gegenüber einem Standard-Notebook deutlich kleiner aus. Das recht große Touchpad arbeitet präzise, löst sehr zuverlässig und leise Mausklick aus und bietet dabei einen sehr klaren Druckpunkt.

Wie das Touchpad besitzt das gesamte Radius 12 eine hochwertige Qualität. Das robust verarbeitete Aluminium-Gehäuse wirkt klassisch elegant. Die Quittung für 4K-Display und hochtourigen Core i7 bekommen Sie bei der Akkulaufzeit: Im WLAN-Test hält das Radius 12 nur vier Stunden durch. Ein größerer Akku als die 41-Wattstunden-Batterie hätte dem Convertible gutgetan, aber sein Gewicht erhöht. So ist es mit 1,3 Kilogramm als Tablet kein Leichtgewicht, aber für ein Ultrabook durchaus angenehm leicht.

GESCHWINDIGKEIT

Toshiba Satellite Radius 12 (Note: 1,80)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

92 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

84 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

89 Punkte (von 100)

Startzeit

12 Sekunden

BILDSCHIRM

Toshiba Satellite Radius 12 (Note: 2,70)

Größe

31,8 Zentimeter / 12.5 Zoll

Auflösung

3840 x 2160 Bildpunkte

Punktedichte

352 dpi

Helligkeit

285 cd/m²

Helligkeitsverteilung

82 %

Kontrast

906:1

Entspiegelung

gering

MOBILITÄT

Toshiba Satellite Radius 12 (Note: 5,09)

Akkulaufzeit

4:01 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1302 / 254 Gramm

UMWELT UND GESUNDHEIT

Toshiba Satellite Radius 12 (Note: 2,00)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 2,0 Sone

Erwärmung: Unterseite / Tastatur

45,0 / 47,2 °

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Toshiba Satellite Radius 12

Testnote

3.03

Preis-Leistung

teuer

Mobilität (35 %)

5,09

Bildschirm (20 %)

2,70

Geschwindigkeit (15 %)

1,80

Ausstattung (15 %)

2,76

Tastatur (5 %)

2,31

Umwelt und Gesundheit (5 %)

2,00

Service (5 %)

3,03

Aufwertung

Touchscreen, beleuchtete Tastatur (-0,30)

ALLGEMEINE DATEN

Toshiba Satellite Radius 12

Internetadresse von Toshiba

www.toshiba.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

1799 Euro / 1490 Euro

Technische Hotline

01805/231632

Garantiedauer

24 Monate

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