28.09.2006, 13:40

Thomas Rau

Toshiba Satellite Pro A120

Eigentlich ist das Toshiba Satellite Pro A120 für Geschäftsanwender gedacht, die ein günstiges Notebook suchen. Aber auch privat kann man zu diesem Preis schwach werden.
Tempo: Beim mit 750 Euro sehr günstigen Business-Notebook von Toshiba bleibt das Tempo auf der Strecke – für Office und Internet reicht’s, rechenintensivere Aufgaben wie Bildbearbeitung oder Transkodieren machen aber mit dem Celeron M 410 (1,46 GHz) wenig Spaß. Im Leistungstest Sysmark 2004SE schaffte das Toshiba-Notebook 114 Punkte. Aktuelle High-End-Notebooks erreichen fast die doppelte Punktezahl. Immerhin spielte das Notebook HD-Material (720p) ruckelfrei ab – die CPU-Belastung lag dabei zwischen 50 und 60 Prozent.
Ausstattung: Nutzt man das Satellite A120 Pro vor allem als Zweitgerät neben dem PC, genügt die magere Hardware- und Schnittstellen-Ausstattung. Beim vollwertigen Einsatz werden sich aber bald der geringe Arbeitsspeicher, der sich immerhin dank eines freien Steckplatzes bequem aufrüsten lässt, sowie die nur 60 GB große Festplatte als unzureichend herausstellen. Der DVD-Brenner beschreibt alle aktuellen Formate. Sparsam ist auch die Schnittstellen-Ausstattung: Drei USB-Ports finden sich hinten am Gehäuse, Firewire und TV-Ausgang fehlen wie bei vielen Business-Notebooks völlig. Digitalfotografen dürfen sich über einen SD-Card-Steckplatz freuen. Docking-fähig ist das Satellite Pro A120 nicht. Für den Business-Einsatz empfiehlt es sich aber aufgrund Toshibas Easy-Guard-Konzept: Die spritzwassergeschützte Tastatur, der Festplattenschutz per Bewegungssensor und ein softwaregestützter Diebstahlschutz sollen das Toshiba Satellite Pro A120 schadlos durch den aufreibenden Geschäfts-Alltag bringen.
Ergonomie: Die Display-Helligkeit war gut und gleichmäßig verteilt. Allerdings fanden wir die Farbdarstellung etwas flau. Auch der Kontrast war nur mäßig. Der Lüfter des Satellite Pro A120 sprang schon bei geringer Last an und war oft im Einsatz, mit maximal 1,3 Sone aber nicht störend laut. Außerdem hielt er das Gehäuse auch bei Dauerlast angenehm kühl.
Mobilität: Da dem Celeron M wichtige Stromsparfunktionen fehlen – zum Beispiel Speedstep zum Anpassen der Taktrate und Spannung an die CPU-Auslastung -, läuft der Akku nur rund 2,5 Stunden. Das Satellite Pro A120 verbraucht dabei rund drei bis vier Watt mehr als ein vergleichbar ausgestattetes Notebook mit Pentium M. Schade - denn es hat mit 2,84 Kilo ein durchaus tragbares Gewicht.
Handhabung: Als Geschäfts-Notebook wird das Satellite Pro A120 sicherlich oft als digitale Schreibmaschine verwendet – dafür bringt es mit einer stabilen Tastatur gute Voraussetzungen mit. Allerdings war sie beim schnellen Tippen nicht ganz leise.
Fazit: Bei Tempo und Ausstattung zollt das recht ordentlich verarbeitete Notebook dem günstigen Preis Tribut. Ansonsten zeigte es kaum Schwächen und genügt für die tägliche Office-Arbeit vollauf.
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