Toshiba Portégé R200

Dienstag, 12.07.2005 | 13:00 von Thomas Rau
Sehr leichtes Edel-Notebook, bei dem aber angesichts der Leistung der Preis deutlich zu hoch ausfällt.

Ausstattung: Im Portégé R200 bringt Toshiba aktuelle PC-Technik auf engstem Raum unter - das rund zwei Zentimeter flache und nur 1,3 Kilogramm schwere Notebook fällt auf. Das schlanke Design ist aber nicht ohne Abstriche bei der Ausstattung zu haben: Ein optisches Laufwerk muss man zum Beispiel extern über USB anschließen. Immerhin verfügt das Portégé R200 über die wichtigsten Schnittstellen wie zwei USB-Ports sowie einen SD-Card-Reader. Vor allem Business-Kunden werden den Fingerabdruckscanner und den Docking-Anschluss schätzen. Ans Netzwerk lässt sich Toshibas Fliegengewicht per Gigabit-Ethernet, 11g-WLAN oder Bluetooth ankoppeln.

Handhabung: Aufgrund des schmalen Gehäuses fällt die Tastatur des Portégé R200 ohnehin kleiner als bei einem Standard-Notebook aus. Doch Toshiba nutzt nicht einmal die gesamte Breite, sondern platziert links neben der Tastatur noch den Einschaltknopf und zwei Shortcut-Tasten. Auf der linken Seite federte die Tastatur leicht und war beim schnellen Tippen auch nicht besonders leise.

Tempo: Der Pentium M in der Ultra-Low-Voltage-Ausführung ist kein Power-Prozessor, für die üblichen (Office-)Anwendungen reicht seine Leistung aber problemlos aus – spielen kann man angesichts der im Chipsatz integrierten Grafik beim Portégé R200 ohnehin vergessen.

Akkulaufzeit: Das kleine Portégé erwies sich als echter Stromsparer und verbrauchte im Akkubetrieb nur rund 11 Watt. Dank der eng gepackten Komponenten auf der Hauptplatine bleibt Platz für einen größeren Akku, mit dem das Portégé R200 über 3,5 Stunden Laufzeit schafft.

Ergonomie: Beim Lautstärketest zeigte das Portégé R200 zwei Gesichter: Im Desktop-Betrieb war der Lüfter aus oder fast unhörbar. Setzte man das Notebook aber richtig unter Last, brüllte er mit 42 dB(A) – unerträglich laut. Die Helligkeit des Displays war gut verteilt, allerdings nicht besonders hoch – beim Arbeiten in der Sonne sieht man auf dem Display nichts mehr.

Fazit: Als Status-Symbol und für Anwender, die fast ausschließlich mobil arbeiten, macht das Portégé R200 Sinn. Allen anderen dürfte der Preis, den man für das miniaturisierte Notebook bezahlen muss, deutlich zu hoch sein.

Dienstag, 12.07.2005 | 13:00 von Thomas Rau
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