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Tablet-PC

Toshiba AT200 im Test

14.02.2012 | 11:00 Uhr |

Das Toshiba AT200 ist besser als das iPad 2 - zumindest bei Bauhöhe und Gewicht. In den meisten anderen Test-Disziplinen liegt das 10-Zoll-Tablet aber hinter der Apple- und der Android-Konkurrenz.

Das Toshiba AT200 ist 7,9 Millimeter flach - dünner als Apple iPad 2 , Samsung Galaxy Tab 10.1N oder Asus Transformer Prime . Es wiegt 509 Gramm - so leicht ist kein 10-Zoll-Tablet und auch das iPad 2 nicht. Mit dem AT200 greift Toshiba also die Top-Tablets an - und langt auch beim Preis entsprechend zu: Der Hersteller-Preis liegt bei 549 Euro, der aktuelle Straßenpreis bei rund 500 Euro - das sind rund 50 Euro mehr als für das vergleichbare Modell des iPad 2.

Das Gehäuse des AT200 ist nicht abgeschrägt, Vorder- und Rückseite also gleich groß: Daher erinnert seine Form eher an das iPhone 4S als ans iPad 2. Und auch die abgerundeten Ecken mit Silberrahmen gleichen dem Apple-Smartphone, nicht dem Apple-Tablet. Die Rückseite des Gehäuses sieht mit seinem gebürsteten Aluminium-Look sehr edel aus. Die Magensium-Aluminium-Legierung fühlt sich aber nicht so wertig an wie man es von einem Voll-Metall-Gehäuse gewohnt ist. Außerdem schrappen die Fingern seitlich unangenehm über den scharfkantigen Rahmen: Er liegt nämlich etwas höher als die rückseitige Gehäuseabdeckung. Der seitliche Rahmen besitzt eine schwarze Rille, die aber nicht ums komplette Gehäuse läuft: Dieses Designelement wirkt deshalb unfertig. Außerdem sitzen rechts die mechanischen Tasten in dieser Rille - da sie ebenfalls schwarz sind, findet man sie nicht auf Anhieb. Sie sind aber griffgünstig platziert und haben einen deutlichen, fast schon zu harten Druckpunkt.

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Trotz des flachen Gehäuses finden sich einige Anschlüsse
am Toshiba AT200 - beispielsweise Micro-USB, Micro-HDMI sowie
Micro-SD-Kartenleser
Vergrößern Trotz des flachen Gehäuses finden sich einige Anschlüsse am Toshiba AT200 - beispielsweise Micro-USB, Micro-HDMI sowie Micro-SD-Kartenleser

Ausstattung des Toshiba AT200: Viele Anschlüsse, kein 3G

Trotz des flachen Gehäuses wartet das Toshiba AT200 mit einigen Schnittstellen auf - Funktion und Form ergänzen sich bei ihm deutlich besser als beim Apple iPad 2 und beim Samsung Galaxy Tab 10.1N. Zum Beispiel können Sie das Tablet per Micro-HDMI an einen externen Monitor anschließen oder per Micro-USB an einen PC. Passende Kabel liegen allerdings nicht bei. Der Micro-USB-Port funktioniert mit einem entsprechenden Kabel auch im Host-Modus: Sie können also auch Tastatur, Maus oder USB-Speicher mit dem Tablet verbinden - NTFS-formatierte Festplatten erkennt das Tablet aber nicht. Als Client lässt sich das Tablet über das mitgelieferte USB-Kabel mit PC oder Notebook verbinden. Es passt in den Docking-Anschluss des AT200 und auch ins Tablet-Netzteil. Ein 3G-Modem bietet das Toshiba AT200 nicht, sondern nur 11n-WLAN und Bluetooth 2.1. Der Speicher bei unserem Testgerät ist 16 GB groß. Für 649 Euro bietet Toshiba das AT200 auch mit 32 GB an.

Toshiba nutzt die Standard-Oberfläche von Android 3.2 (Honeycomb), hat aber einige Menü-Optionen ergänzt - zum Beispiel können Sie unter "Multimedia" die Video-Verbesserung Resolution + aktivieren. Auch bei den vor-installierten Apps hat Toshiba nachgebessert: Zum Beispiel gibt es einen Datei-Manager oder die Office-App Thinkfree Office Mobile, mit der sich Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien öffnen und bearbeiten lassen. Der Media-Player bindet das Tablet per DLNA ins Multimedia-Netzwerk ein, Toshiba Places ist der Online-Shop des Herstellers für Musik, Filme, Spiele und Bücher.

Die zwei interessantesten Apps funktionierten auf unserem Testgerät aber nicht richtig: Splashtop HD ist eine leistungsfähige App zum Fernsteuern eines PCs per Tablet - im Test stürzte sie aber ständig ab. Mit TuneWiki können Sie Internetradio hören: Das Hörvergnügen lässt sich aber nicht beenden, die Stop-Taste in der App funktionierte nicht, erst wenn Sie die App über den Task-Manager abschießen, herrscht Ruhe. Ob und wann das AT200 ein Update auf Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) bekommt, konnte Toshiba noch nicht sagen.

Bedienung beim Toshiba AT200: Es flutscht ganz gut

Beim Bedienen per Finger und Gesten reagiert das Toshiba AT200 meist so schnell wie andere Honeycomb-Tablets. Das Blättern durch die Startbildschirme und die Menüs stockt aber sichtbarer als bei den meisten Androiden. Beim Vergrößern von Fotos oder beim Surfen verhält sich das AT200 dagegen wie die besten Android-Tablets: Besonders der Pinch-Zoom reagiert schnell - abgesehen von Webseiten mit vielen Bilder und Kastenelementen, auf denen das Nachschärfen der Schrift und das Nachladen von Seitenelementen beim Vergrößern länger dauert. Die Bildschirm-Tastatur bietet Swype als Standard-Eingabe - das ist sinnvoll: Mit dieser Wischtechnik lässt sich auf dem AT200 am schnellsten arbeiten.

Akkulaufzeit beim Toshiba AT200: Absolutes Mittelmaß

Beim Gewicht ist das Toshiba AT200 die Nummer Eins unter den 10-Zoll-Tablets. Bei der Akkulaufzeit rangiert es allerdings nur im Mittelfeld: 5,5 Stunden bei der Video-Wiedergabe und knapp sieben Stunden beim Surfen per WLAN schaffen die meisten Android-Tablets. Die besseren wie das Motorola Xoom oder das Asus Transformer Prime leisten zwei bis drei Stunden mehr - und noch ausdauernder ist das iPad 2.

Mobilität

Toshiba AT200

Akkulaufzeit: Video abspielen / Internetzugriff per WLAN

5:27 / 6:57 Stunden

Gewicht (mit Akku) / Gewicht Netzteil

509 / 143 Gramm

Bildschirm des Toshiba AT200: Ordentlich, aber nicht überragend

Ähnliches gilt für die Qualität des 10,1 Zoll großen Bildschirms, der 1280 x 800 Bildpunkte zeigt. Er ist hell und kontraststark, aber die Bildschirme im Apple iPad 2, im Motorola Xoom oder im Samsung Galaxy Tab 10.1N sind noch besser. Nervig beim Display des AT200: Besonders bei dunklem Bildinhalt scheint die Sensoren-Matrix des Touch-Panels deutlich durch die Glasoberfläche des Bildschirms - Sie sehen dann immer ein störendes Schachbrettmuster.

Bildschirm

Toshiba AT200

Diagonale / Auflösung / Punktedichte

10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) / 1280 x 800 Bildpunkte / 149 dpi

Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung

326 cd/m² / 802:1 / gering

Geschwindigkeit und Multimedia beim Toshiba AT200: Für die Spitze reicht es nicht

In Tempo-Benchmarks wie Smartbench oder GLBenchmark schneidet das AT200 genauso gut ab wie Android-Tablets mit Tegra 2: Dabei arbeitet im Toshiba-Tablet der Dual-Core-Prozessor OMAP 4430 von Texas Instruments, der mit 1,2 GHz etwas höher getaktet ist als die Nvidia-CPU. Auch bei Spielen lässt sich kein Unterschied ausmachen. Der Abstand zu einem Tegra3-Tablet wie dem Asus Transformer Prime fällt aber deutlich aus - vor allem weil die Grafikeffekte dort viel eindrucksvoller sind. Die WLAN-Übertragung und den Dateitransfer aufs Tablet per USB erledigt das AT200 etwas gemächlicher als die meisten Honeycomb-Tablets.

Etwas zickig zeigte sich das Toshiba AT200 als Multimedia-Abspieler: Bei vielen Test-Dateien verweigerte es den Dienst oder gab sie nur mit schweren Bild- oder Tonstörungen wieder - zum Beispiel MKV- oder AVI-Filme. Sehr wählerisch war es auch bei H.264-Filmen im MP4-Container: Im Test spielte es die meisten 720p-Filme und sogar einige 1080p-Filme problemlos ab, bei anderen scheiterte die Wiedergabe - obwohl sie in weniger anspruchsvollen MPEG-Profilen kodiert waren. Offenbar bereiten besonders Filme mit hoher Bitrate dem AT200 Probleme.

Geschwindigkeit und Multimedia

Toshiba AT200

Browser: Geschwindigkeit (Sunspider) / Smartbench 2011 / GL-Benchmark / mittlere Ladezeit für Webseiten

2108.5 Millisekunden / 6324 Punkte / 29.6 Bilder pro Sekunde / 7,30 Sekunden

WLAN-Geschwindigkeit

20,8 MBit/s

Startzeit: aus ausgeschaltetem Zustand / aus Bereitschafts-Modus

31 / 1 Sekunden

Dateien auf Gerät übertragen (700 MB)

135 Sekunden

HD-Videos auf TV/Monitor

flüssig / flüssig

Toshiba AT 200 im Test: Fazit

© 2014

Toshiba setzt beim AT200 alles aufs Design: Das Android-Tablet ist extrem flach und leicht - und besitzt trotzdem viele Anschlüsse. Ganz makellos ist die Verarbeitung aber nicht. Und bei Bildschirm-Qualität, Akkulaufzeit und Bedienung kann sich das AT200 anders als beispielsweise das Asus Transformer Prime, das Samsung Galaxy Tab 10.1N oder das Motorola Xoom nicht von der Masse der Android-Tablets absetzen - das ist für den geforderten Preis zu wenig. Wie viele Android-Tablets wird das AT200 daher erst empfehlenswert, wenn der Straßenpreis deutlich nach unten geht.

Testergebnis (Noten)

Toshiba AT200

Testnote

befriedigend ( 2,71 )

Preis-Leistung

noch preiswert

Ausstattung (17 %)

2,69

Mobilität (20 %)

3,09

Bedienung (25 %)

1,80

Geschwindigkei & Multimediat (15 %)

2,77

Bildschirm (20 %)

3,55

Service (3 %)

1,96

Ausstattung

Toshiba AT200

Prozessor

TI OMAP 4430 (1,2 GHz)

Maße (L x B x H)

25,5 x 17,6 x 0,79 Zentimeter

Betriebssystem

Android 3.2.1

eingebauter / zusätzlicher Speicherplatz (Art)

16 GB (Flash) / 0 GB (keiner mitgeliefert)

Wireless-LAN / Bluetooth / UMTS / GPS

802.11n / 2.1+EDR / nicht vorhanden / ja

USB

1 (Micro)

HDMI

1 (Micro)

Kartenleser (Formate)

ja (Micro-SD)

Einschub für SIM-Karte

nein

Kamera

ja (2592 x 1944 Pixel)

Internetkamera

ja (1600 x 1200 Pixel)

Dockinganschluss

1

Audio

kombinierter Ein- und Ausgang

Mikrofon

ja

Lieferumfang

Netzteil, USB-Kabel

Allgemeine Daten

Toshiba AT200

Hersteller

Toshiba

Internetadresse

www.toshiba.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

549 Euro / 499 Euro

Technische Hotline

01805/969010

Garantie

24 Monate

Bedienung

Toshiba AT200

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Bedienung über Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik

angenehm / angenehm / ja / kapazitiv

Sprachsteuerung

ja

Service

Toshiba AT200

Handbuch: deutsch / gedruckt / umfangreich / als PDF

ja / nein / ja / ja

Garantie

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

01805/969010 / ja / nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.toshiba.de / ja / ja / nein / ja

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