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Vergleichstest Navigationsgeräte

Kompakt, günstig und leistungsstark: Navigationssysteme gibt es mittlerweile ab 70 Euro, gespickt mit zahlreichen Extras. Wir hatten 9 Navigationsgeräte im Praxistest.

Bei der neusten Generation der günstigen Navigationsgeräte haben die Hersteller stark am Nutzwert gefeilt: Viele Modelle bieten außer der klassischen Autonavigation auch Modi für Fahrräder und Fußgänger. Zudem halten hilfreiche Funktionen wie ein Fahrspurassistent, 3D-Modus oder eine Streckenplanung Einzug. Wir haben neun Einsteigernavigationsgeräte bis 155 Euro auf ihre Praxistauglichkeit getestet (alle getesteten Geräte auf Stand vom März 2010. Die exakten Modellbezeichnung und die exakte Ausstattung können in Deutschland etwas abweichen, weil der Test in der Schweiz stattfand).

Hinweis: Die Stand-alone-Navis erhalten zunehmend Konkurrenz von Smartphones, die mit einem GPS-Modul (Global Positioning System) ausgestattet sind:

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© 2014

DIE GETESTETEN NAVIGATIONSGERÄTE:

Becker Traffic Assist Z 103
Mio Moov M305
Falk M8 2nd Edition
MyGuide 4228
Garmin Nüvi 1240
Navigon 1400 DACH
Medion GoPal E4235 WEU
Pearl NavGear GT-43-3D
TomTom One IQ Routes Edition

Das Äußere zählt: Die getesteten Navigationsgeräte unterscheiden sich in Größe und Gewicht. Bei einem leichten Gerät muss man Abstriche bei Display-Größe und Akkulaufzeit hinnehmen. Ein größerer Bildschirm und ein kräftigerer Akku machen ein Navi schwerer. Strom verbrauchen vor allem das Display und die ständige Positionsbestimmung via Satellit.

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Die neun Lotsen wiegen alle zwischen 100 und 200 Gramm. Das Leichtgewicht im Testfeld ist Garmins Nüvi 1240 mit 113 Gramm. Die Pfadfinder von MyGuide und Becker sind die schwersten, sie kommen auf 190 Gramm. Fünf der neun getesteten Navis haben eine Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll (ca. 8,9 cm). Beckers Traffic Assist Z 103, Medions GoPal E4235 WEU, MyGuides 4228 und Pearls NavGear GT-43-3D warten mit einem großen 4,3-Zoll-Display (10,9 cm) auf.

Die Navis von Becker, Garmin, Medion, Pearl und der Testsieger TomTom bieten einen Fußgänger-/ Fahrradmodus. Hier zählt eine lange Akkulaufzeit von über drei Stunden besonders, da im Gegensatz zum Auto keine Stromzufuhr möglich ist. Diese haben die Lotsen von Medion (3:16 Stunden) und TomTom (3:20 Stunden). Gute Karten sind zentral: Das wohl wichtigste Kriterium bei einem Navigationsgerät ist das Kartenmaterial. Nur aktuelle und ausführliche Karten sind ein Garant dafür, dass eine Route von A nach B korrekt berechnet wird. Mit veralteten Karten fahren Sie unnötige Umwege oder werden auf Straßen geführt, die es nicht mehr gibt.

Wir haben geprüft, ob die Anbieter aktuelles Kartenmaterial bereitstellen oder zumindest per Update eine kostenlose Aktualisierung ermöglichen. Negativ fällt MyGuide auf: Das Kartenmaterial ist uralt, ein Update überhaupt nicht möglich. Alle anderen machen es besser. Allerdings gibt es Einschränkungen, die es beim Kauf zu beachten gilt: Die Karten lassen sich nur zeitlich begrenzt gratis aktualisieren. Bei Falk, TomTom und dem Preis-Leistungs-Tipp Navigon müssen Sie das Update innerhalb von 30 Tagen durchführen, bei Garmin lassen sich Karten während 60 Tagen auf den neusten Stand bringen.

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