15.02.2009, 10:06

Thomas Rau

Tolle Ausstattung

Zepto Hydra A17

Ins 17-Zoll-Notebook Hydra A17 packt Zepto alles hinein, was geht: Full-HD-Display, 500-GB-Festplatte, Blu-Ray-Laufwerk und die Top-Grafikkarte Geforce 9800M GTX. Ob viel auch viel hilft, zeigt unser Test.
Zepto spart beim Hydra A17 an nichts: Das 17-Zoll-Display zeigt die hohe Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten. Neben 4 GB DDR3-RAM stecken noch 4 GB Flash-Speicher (Intel Turbo Memory) im Notebook. Für 3D-Power sorgt Nvidias High-End-Grafikchip Geforce 9800M GTX mit 1 GB lokalem Speicher. Viel Platz für Dateien bietet die 500-GB-Festplatte von Samsung, Blu-Ray-Filme lassen sich mit dem Laufwerk von Optiarc abspielen. Als Sahnehäubchen installiert Zepto die 64-Bit-Version von Windows Vista Ultimate.

Tempo: Beim Leistungstest mit dem Sysmark 2007 erlebten wir die erste Enttäuschung. 116 Punkte erreichte das Zepto Hydra A17 - normalerweise schaffen Notebooks mit dem Core 2 Duo P9500 rund 130 Punkte. Das Problem scheint die Festplatte zu sein, denn besonders beim festplattenintensiven Office-Teil des Benchmarks fällt das Zepto-Notebook zurück. Richtig Dampf macht der Laptop dagegen in den 3D-Tests: Im 3D Mark 06 erreicht er 9761 Punkte - Bestwert! Doch selbst die schnelle Grafikkarte ist zu langsam, um aktuelle DX10-Spiele in der maximalen Auflösung ruckelfrei wiedergeben zu können: Für DX9-Spiele reicht es zwar locker - bei World in Conflict schaffte das Hydra A17 beispielsweise 54 Bilder pro Sekunde im DX9-Modus. Schaltet man dagegen auf DX10 um, ist schon bei 1440 x 900 Bildpunkten Schluss mit ruckelfreiem Spielespaß. Bei Crysis muss man sogar auf 1280 x 800 Pixel heruntergehen, wenn man mit hohen Details flüssig spielen will.

Ausstattung: Hier bleiben keine Wünsche offen - große Festplatte, Blu-Ray-Laufwerk, Gigabit-LAN, 11n-WLAN: Das Zepto Hydra A17 hat alles. Wer fernsehen mag, kann sich eine interne TV-Karte dazubestellen: Im Gehäuse sitzt ein passender Antennenanschluss. Außerdem gibt es vier USB-Ports - einer davon ist als USB/e-SATA-Kombibuchse ausgeführt -, vier Audiobuchsen, Web-Cam und Fingerprint-Leser. Ein externer Monitor lässt sich per HDMI oder DVI-I anschließen: Ein passender Adapter für ein VGA-Display liegt bei.

Ergonomie: Das Display zeigt für seine Größe eine überragend gleichmäßige Ausleuchtung. Auch der Kontrast liegt mit 469:1 sehr hoch. Dummerweise kann es dieses Niveau bei Helligkeit und Farbdarstellung nicht halten: Die maximale Helligkeit von durchschnittlich 138 cd/m2 ist für ein Multimedia- und Spiele-Laptop zu wenig. Und Farben und Hauttöne erscheinen auf dem Hydra A17 zu dunkel und wenig intensiv. Die Lüfter im Hydra A17 halten nicht sehr oft still: Meist sind sie hörbar, aber nicht störend in Betrieb. Unter voller Last drehen sie aber auf störende 3,8 Sone auf.

Mobilität: Akkulaufzeit und Gewicht spielen bei einem Desktop-Ersatz wie dem Zepto Hydra A17 natürlich nur eine kleine Rolle - dieses Notebook will man nicht unterwegs mitnehmen, sondern höchstens zu Hause platzsparend verstauen. Der 17-Zöller wiegt 4,14 Kilogramm, das Netzteil bringt 900 Gramm auf die Waage. Im Akkubetrieb hält das Notebook trotz gebremster CPU nur knapp über zwei Stunden durch und schluckt dabei 29 Watt.

Handhabung: Die Tastatur besitzt einen zusätzlichen dreispaltigen Ziffernblock. Beim Schreiben gibt sie vor allem auf der rechten Seite spürbar nach, die Tasten klappern hörbar. Druckpunkt und Hub der Tasten sind okay - kommt das Hydra A17 als Hauptrechner zum Einsatz, sollte man aber auf jeden Fall eine externe Tastatur nutzen.
Fazit: Beim Zepto Hydra A17 wäre weniger mehr gewesen: Das sehr teure Notebook kann weder als Spiele- noch als Multimedia-Laptop wirklich überzeugen. Zur Leistung der Grafikkarte hätte ein Display mit geringerer Auflösung besser gepasst, zum Blu-Ray-Laufwerk ein helleres mit knackigerer Farbdarstellung. An der Ausstattung gibt's nichts zu kritteln - dafür zahlt man aber auch einen exorbitanten Preis.
Alternativen: Beim deutlich günstigeren Deviltech Devil 9000 DTX passt die 3D-Leistung besser zur Displayauflösung. Die Ausstattung ist zwar deutlich schwächer, die Rechenleistung dafür höher.
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