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Nokia Booklet 3G

07.12.2009 | 13:53 Uhr |

Das Nokia Booklet 3G ist Nokias erstes Nebtook: Es ist schöner, stabiler aber auch teurer als die Konkurrenz.

Nokia Booklet 3G: Testbericht

Nokias erstes Netbook sieht aus, als sei es von Apple entwickelt worden. So fällt beim Nokia Booklet 3G sofort das hochwertige, stabile Alu-Gehäuse auf: Es ist im Unibody-Design, also aus einem Guss gefertigt, wie die neuen Macbooks von Apple. Eine Glasfront reicht über Display und Panel-Rahmen des Nokia Booklet 3G. Ein abgesetzter schmaler Silberrahmen umgibt das Display und den breiten Rahmen. Wie die Apple-Macbooks besitzt auch das Nokia-Netbook 79 Tasten.

Unter der Haube bietet das Nokia Booklet 3G aber kaum technische Neurungen. Revolutionär ist höchstens sein Preis: Mit über 700 Euro kostet das Nokia Booklet 3G fast doppelt so viel wie Netbooks anderer Hersteller.

Nokia Booklet 3G: Akkulaufzeit und Gewicht
Mit 1240 g zählt das Nokia Booklet 3G zu den leichtesten 10-Zoll-Netbooks und ist außerdem recht flach. Nokia erreicht das durch den platzsparenden und leichten Li-Ion-Polymer-Akku. Dieser fasst 57 Wattstunden und ermöglicht etwa 8,5 Stunden WLAN-Surfen - ein sehr guter Wert. Beim Wiedergeben von Videos schaffte das Nokia Booklet 3G in unserem Test sogar einen neuen Ausdauerrekord: 6:15 Stunden hielt es durch. Dafür sorgt das Spar-Triumvirat aus Atom-Z-Prozessor, langsam drehender 1,8-Zoll-Festplatte und Poulsbo-Chipsatz.

Nokia Booklet 3G: Display und Betriebsgeräusch
Trotz seiner hohen Auflösung von 1280 x 720 Pixeln überzeugte das 10,1 Zoll große Display des Nokia Booklets 3G nicht. Es ist nicht besonders hell, bietet keinen hohen Kontrast und spiegelt. Immerhin ist die Farbdarstellung okay.
Mit seinem lüfterlosen Design konnte das Nokia Booklet 3G aber in der Ergonomie-Note punkten. Im Betrieb hört man höchstens mal die Festplatte, sonst arbeitete das Netbook lautlos.

Nokia Booklet 3G: Tastatur und Touchpad
Die Tasten des Nokia Booklet 3G sind nicht besonders groß und liegen in einem 17-Millimeter-Raster. Für die meisten Anwender sollte das aber ausreichen. Im Test hat uns die Tastatur begeistert: Sie ist stabil, bietet einen klaren Anschlag und ist auch bei schnellem Tippen leise – damit besitzt das Nokia Booklet 3G eine der besten Tastaturen, die uns bei einem Netbook bisher unter die Finger kam.
Das Touchpad unseres Testgeräts gefiel uns weniger: Es unterstützt Mehrfinger-Gesten, dabei bleibt die linke Taste aber oft hängen, weil diese nicht genau in die Gehäuse-Aussparung für das Touchpad eingepasst ist.

Nokia Booklet 3G: Ausstattung
Im Nokia Booklet 3G steckt zum größten Teil Hardware, die Standard bei Netbooks ist - bis auf kleine Unterschiede: So verzichtet das Nokia-Netbook z.B. auf einen VGA-Ausgang und bietet stattdessen HDMI für den Anschluss eines externen Monitors. Das Nokia Booklet 3G besitzt keine LAN-Schnittstelle: Für einen passenden LAN-Adapter für den USB-Port zahlt man etwa 25 Euro. Dafür bietet das Nokia Booklet 3G alle kabellosen Möglichkeiten: Das Netbook ist mit 11n-WLAN, HSDPA-Modem, Bluetooth und GPS-Empfänger ausgestattet. An der rechten Gehäuseseite kann man eine SIM-Karte für den Mobilfunkempfang einsetzen. Darüber hinaus besitzt das Nokia Netbook einen SD-Speicherkartenleser, drei USB-Ports und einen Audioausgang.

Nokia Booklet 3G: Tempo
Prozessor, Chipsatz und Festaplatte im Nokia Booklet 3G sind sparsam, aber dafür auch sehr langsam. Das Nokia-Netbook schnitt deshalb mit 1049 Punkten im PC Mark 05 rechenschwächer ab als die meisten anderen aktuellen Netbooks. Mit dem installierten Windows 7 Starter kann man trotzdem einigermaßen flüssig arbeiten.

Fazit: Wenn der Preis für Sie keine Rolle spielt, bekommen Sie mit dem Nokia Booklet 3G ein Top-Netbook. Design, Verarbeitung, Tastatur und Mobilität sind vom Feinsten – lediglich das schwache Display hat im Test enttäuscht. Allerdings kostet das Nokia Booklet 3G rund doppelt so viel wie Netbooks anderer Hersteller - aber doppelt so gut ist es nichts.

Alternativen: Das Toshiba NB200-110 bietet eine längere Akkulaufzeit, der Asus Eee PC 1008HA ist leichter. Beide Netbooks sind außerdem deutlich preiswerter als das Nokia Booklet 3G.

Quelle: PC-Welt

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