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Wie PC-WELT Solid State Drives (SSDs) testet

11.09.2015 | 11:11 Uhr |

Zu den Schwerpunkten bei PC-WELT-Tests von 2,5-Zoll-SSDs gehören Geschwindigkeit, Ausstattung, Stromverbrauch und Service. Welche Merkmale wir dabei prüfen, bewerten und gewichten, legen wir Ihnen hier im Detail offen.

Wichtigstes Testkriterium bei Flashspeicher-Festplatten ist die Geschwindigkeit , die 70 Prozent der Testnote ausmacht. Den Schwerpunkt in dieser Wertungskategorie legt PC-WELT auf Praxistests und dem wahlfreien Lesen und Schreiben. In den Praxistests muss die SSD eine 4,2-GB-Kopie des DVD-Films "Wag the Dog", die auf dem Systemlaufwerk liegt, schreiben, lesen und in ein anderes eigenes Verzeichnis kopieren. Diese drei Leistungstests wiederholen sich mit einem 5 GB großen Ordner, der 1000 MP3-Dateien enthält. Jede der insgesamt sechs Messungen geht mit 4 Prozentpunkten in die Testnote ein. Anschließend simuliert der "HDD"-Benchmark des PC Mark Vantage den typischen Alltagseinsatz einer Flashspeicher-Festplatte. Die Gewichtung beträgt hier insgesamt 18 Prozentpunkte.

Die Transferleistung beim wahlfreien Lesen und Schreiben prüft PC-WELT mit dem Testprogramm Iometer . Die Grundeinstellung ist dabei auf eine Blockgröße von 4 Kilobyte und  32 parallele Anfragen festgelegt. Jeweils eine Stunden schreibt und liest die SSD zu 100 Prozent auf eine nicht ausgerichtete Partition. Anschließend wertet PC-WELT die Anzahl der Befehle pro Sekunde (IOPS), die Datenrate und die Antwortzeit aus. Die beiden Tests wiederholen sich mit einer exakt auf der Grenze zwischen zwei Blöcken ausgerichten Partition (Aligned). Jeder der insgesamt vier Testläufe geht mit 5 Prozentpunkten in die Testnote ein. 

Zusätzlich arbeitet PC-WELT mit dem selbst entwickelten Leistungstest Tecbench, der insgesamt 8 Prozentpunkte zur Testnote beiträgt. Der Test zeichnet die Transferraten beim sequenziellen Lesen und Schreiben auf und protokolliert die minimale, durchschnittliche und maximale Datenrate der Flashspeicher-Festplatte. Zusätzlich ermittelt der Tecbench die durchschnittliche und maximale Zeitspanne die vergeht, um Dateien auf der Festplatte zu finden.

Mit 15 Prozent geht die Ausstattung in die Testnote ein. Jeweils drei Pozentpunkte bekommt die SSD, wenn sie die Speicherbereinigungsfunktionen Garbage Collection und TRIM unterstützt. Maximal vier Prozentpunkte kann die Flashspeicher-Festplatte holen, wenn der Hersteller Einbauschienen, Schrauben, Kabel und Adapter für die Montage der SSD beilegt. Zudem bewertet PC-WELT Art und Umfang der Betriebsanleitung und honoriert Programme und Tool, die im Lieferumfang der SSD enthalten oder auf der Hersteller-Website per Download verfügbar sind.

In der Wertungskategorie Umwelt & Gesundheit , die zu 10 Prozent Eingang in die Testnote findet, ermittelt PC-WELT die Leistungsaufnahme der SSD im Leerlauf und unter Last. Die Leistungsaufnahme messen zwei Multimeter, die die Stromstärke und Spannung auf der 5-Volt-Leitung nach zehn Minuten im Bereitschaftszustand (Idle) und bei maximaler Last protokollieren.

Der Service der Festplatten-Hersteller trägt mit 5 Prozent zur Testnote bei. Wichtigstes Kriterium ist hier die Garantiedauer. Zudem prüft PC-WELT die Erreichbarkeit der Hotline und beurteilt die Qualität des Support-Bereichs auf der Hersteller-Webseite, etwa ob sich zusätzliche Tools im Download-Angebot finden.

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