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Testverfahren im Detail

Wie PC-WELT Grafikkarten testet

30.09.2015 | 13:13 Uhr |

PC WELT hat den Test-PC für Grafikkarten neu aufgesetzt, um die Grafikkarten nicht durch andere Haupt-Komponenten auszubremsen.

Um zuverlässige Aussagen über die Leistung einer Grafikkarte treffen zu können, testen wir alle Grafikkarten natürlich auf dem gleichen System unter gleichen Voraussetzungen. Als Test-Plattform kommt da natürlich nur die leistungsfähigste Hardware in Frage, die es aktuell auf dem Markt gibt. Denn auf diese Weise stellen wir sicher, dass keine der Komponenten zu einem Flaschenhals wird und die Leistung der Grafikkarte ausbremst. Deshalb haben wir es den Experten von www.mifcom.de überlassen, uns eine Test-Bench zusammenzustellen, die sich sehen lassen kann.

Die Testplattform wurde uns freundlicherweise vom Münchner Systembauer und Online-Shop www.mifcom.de zur Verfügung gestellt.
Vergrößern Die Testplattform wurde uns freundlicherweise vom Münchner Systembauer und Online-Shop www.mifcom.de zur Verfügung gestellt.
© Mifcom

BIOS- und Referenztreiber-Versionen: Für alle Grafikkarten installiert PC-WELT die zum Testzeitpunkt aktuelle Referenztreiber-Version, detaillierte Angaben sind in der Tabelle "TECHNISCHEN DATEN" aufgeführt. Dort finden Sie auch die genaue BIOS-Version.

Premium-Hauptplatine für "gottgleiches Gaming"

Das MSI-Mainboard ist das aktuelle Flaggschiff und bietet neben einer Premium-Ausstattung auch neuste Techniken wie M.2, U.2, USB 3.1 und WLAN-ac.
Vergrößern Das MSI-Mainboard ist das aktuelle Flaggschiff und bietet neben einer Premium-Ausstattung auch neuste Techniken wie M.2, U.2, USB 3.1 und WLAN-ac.
© MSI

Das Grundgerüst der neuen Grafikkarten-Testplattform von PC-WELT bildet das Mainboard-Flaggschiff X99A Godlike Gaming des taiwanischen Herstellers MSI mit dem Intel-Chipsatz X99. Das Board besitzt gleich fünf x16- PCI-Express-3.0 -Steckplätze und eignet sich damit auch für Tests von Grafikkarten-Verbunden, die entweder über die Nvidia-Technik SLI oder das AMD-Pendant Crossfire zusammengeschaltet sind. Denn selbst zwei Grafikkarten laufen auf der Platine noch mit voller x16-Geschwindigkeit. Hinzu kommen noch Speicheranbindungen via M.2, U.2 sowie USB 3.1 (inklusive einmal Typ-C).

"Military Class 4"-Komponenten sorgen für eine hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Mit der sogenannten "Steel Armor" verfügt das Board auch über eine Aluminium-Verstärkung für die PCI-Express-Schnittstellen, um mehr Stabilität zu gewährleisten. Die Ausstattung runden WLAN-ac, Dual-LAN-Ports und eine RGB-Beleuchtung ab. Für das gottgleiche Gaming beträgt der Straßenpreis über 500 Euro!

Extremer Octa-Core-Prozessor von Intel mit Wasserkühlung

Die technischen Daten der Intel-Extreme-CPU, ausgelesen über CPU-Z.
Vergrößern Die technischen Daten der Intel-Extreme-CPU, ausgelesen über CPU-Z.

Beim Prozessor greift PC-WELT auf die absolute Oberklasse zurück, den Intel Core i7-5960X Extreme Edition mit satten acht physikalischen CPU-Kernen. Dank Hyper-Threading bewältigt der Chip insgesamt 16 Threads parallel. Straßenpreis (!) für die Boxed-Version der CPU: Immer noch über 1000 Euro. Im Vergleich zur Vorgänger-Architektur beeindruckt Haswell-E mit einer gestiegenen Energieeffizienz und einer hohen Multicore-Leistung. Den vergleichsweise niedrigen Takt von standardmäßigen 3,0 GHz haben wir auf flotte 3,7 GHz angehoben – somit dürfte die CPU wohl kaum ein Flaschenhals sein.

Die Kompakt-Wasserkühlung kommt wieder aus dem Hause Corsair und arbeitet unter anderem mit einem 240-Millimeter-Radiator und zwei 120 Millimeter großen Lüftern.
Vergrößern Die Kompakt-Wasserkühlung kommt wieder aus dem Hause Corsair und arbeitet unter anderem mit einem 240-Millimeter-Radiator und zwei 120 Millimeter großen Lüftern.
© Corsair

Um die Hitzeentwicklung auf einem stets niedrigen Niveau zu halten, kommt die Kompakt-Wasserkühlung Corsair H100i GTX zum Einsatz. Ein 240 Millimeter großer Radiator sorgt in Zusammenspiel mit zwei PWM-gesteuerten 120-Millimeter-Lüftern und der Kühlflüssigkeit in den gesleevten Schläuchen für eine effektive Wärmeabfuhr. Dank der Software "Corsair LinK" und dem Anschluss der Kühlung via internem USB ist es möglich, die H100i GTX in Echtzeit zu überwachen und anzupassen.

Quad-Channel-RAM mit hohem Takt

Schneller Arbeitsspeicher im Quad-Channel mit einer großzügigen Kapazität von 32 GB und einer flotten Taktrate von 3000 MHz darf in einer Grafikkarten-Testplattform natürlich nicht fehlen!
Vergrößern Schneller Arbeitsspeicher im Quad-Channel mit einer großzügigen Kapazität von 32 GB und einer flotten Taktrate von 3000 MHz darf in einer Grafikkarten-Testplattform natürlich nicht fehlen!
© Corsair

Dem Prozessor stehen gleich vier Speicherriegel des Typs Corsair Dominator Platinum mit je 8 GB Kapazität zur Seite, also insgesamt 32 GB. Der Betrieb erfolgt natürlich im schnellen Quad-Channel-Modus. Der Prozessor steuert pro Speicherkanal ein flottes DDR4-3000-Modul mit den Zugriffszeiten 15-17-17-35 an. Dank umfassender Heatspreader bleiben die Speicher stets kühl, während die Unterstützung von XMP 2.0 für eine automatische Übertaktung sorgt. Eine integrierte LED-Beleuchtung in weiß sorgt für auffällige Akzente.

Rasante U.2-SSD mit üppiger Kapazität

Als Systemlaufwerk kommt eine wahre Traumkombination für Geschwindigkeitsliebhaber zum Einsatz: Die Intel SSD 750 mit einer Bruttokapazität von 400 GB ist via U.2 direkt an das Mainboard angebunden: Eine U.2-Adapterkarte steckt in der M.2-Schnittstelle, was für eine Geschwindigkeit von 32 Gbit/s sorgt! Die Solid State Drive von Intel beherbergt das Betriebssystem Windows 10 Pro in der 64-Bit-Version sowie alle Programme, Spiele und Benchmarks, die während der Tests zum Einsatz kommen.

Digitales Platin-Netzteil und massiver Bench-Table

Sorgt für eine stabile und effiziente Stromversorgung mit digitaler Echtzeitüberwachung und Steuerung: Das Platin-Netzteil von Corsair.
Vergrößern Sorgt für eine stabile und effiziente Stromversorgung mit digitaler Echtzeitüberwachung und Steuerung: Das Platin-Netzteil von Corsair.
© Corsair

Für eine stabile Stromversorgung der Grafikkarten-Testplattform sorgt das vollmodulare Netzteil Corsair HX1200i Digital. Das 1200-Watt-Netzteil trägt die elitäre Zertifizierung 80-Plus-Platinum, arbeitet also ab 20 Prozent Auslastung mit einer Effizienz von 85 bis 91 Prozent und befeuert somit auch Grafikkarten im Verbund, sprich SLI oder Crossfire, ohne Probleme. Der Zero-RPM-Lüftermodus erlaubt einen lautlosen Betrieb bei niedrigen bis mittleren Auslastung. Corsair Link erlaubt eine Echtzeit-Überwachung und Auswertung der Daten sowie die Steuerung des Netzteil. Sogar das Umschalten zwischen Mulit- und Single-Rail-Betrieb ist auf dem Desktop möglich. 

Das kompakte, aber massive Test-Gehäuse gewährt komfortablen Zugang zu allen Komponenten.
Vergrößern Das kompakte, aber massive Test-Gehäuse gewährt komfortablen Zugang zu allen Komponenten.
© Dimastech

Die gesamte Hardware findet Platz auf dem offenen Test-Gehäuse Dimastech Mini V1.0, das komplett aus massivem Aluminium besteht und einen einfachen Zugang zu allen Komponenten erlaubt. Trotz der kompakten Abmessungen findet die Wasserkühlung optimal Platz, ohne die GPU-Temperaturen zu beeinflussen.

Der LED-Monitor löst mit bis zu 3840 x 2160 Pixel auf, um auch Gaming in Ultra-HD zu testen.
Vergrößern Der LED-Monitor löst mit bis zu 3840 x 2160 Pixel auf, um auch Gaming in Ultra-HD zu testen.
© Medion

Die Bildausgabe übernimmt der LED-Monitor Medion Akoya X57299 mit einer Bilddiagonalen von 71,12 Zentimetern (28 Zoll). Die physische Auflösung des Bildschirms liegt bei knackscharfen 3840 x 2160 Bildpunkten (Ultra-HD).

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