30.01.2012, 15:52

Ines Walke-Chomjakov

NAS im Test

Testverfahren bei Netzwerkspeichern

So testet PC-WELT Netzwerkspeicher (NAS)

Jeder Netzwerkspeicher durchläuft eine fest definierte Routine. Das Ziel der Testprozedur: Die NAS-Systeme für Sie vergleichbar zu machen.
Jeder Netzwerkspeicher (Network Attached Storage - NAS), der den Test durchläuft, wird in den Bereichen Geschwindigkeit (30 Prozent), Ausstattung (25 Prozent), Handhabung (20 Prozent), Umwelt & Gesundheit (20 Prozent) und Service (5 Prozent) beurteilt. Neben der Gesamtnote (100 Prozent) wird ein Preisurteil gefällt.

Geschwindigkeit: Die Testroutine bildet den Einsatz in der Praxis ab. Deshalb hängt der Netzwerkspeicher an einem Gigabit-Router, der mit dem Client-PC verbunden ist. Um die optimale Leistung eines NAS-Systems festzustellen, nutzt PC-WELT den Intel-Benchmark NASPT (NAS Performance Toolkit). Neben den Übertragungsraten beim Schreiben und Lesen (Datenkopie auf/vom NAS) simuliert NASPT praxisnahe Multimedia- und Büroanwendungen.
In die Wertung kommen das gleichzeitige Abspielen und Aufnehmen eines hochauflösenden Films (720p) genauso wie das Bearbeiten eines Videos (Videoproduktion). Daneben muss der kleine Heim-Server seine Leistung bei Bürotätigkeiten und dem Erstellen eines Fotoalbums unter Beweis stellen. Während eines Testlaufs schreibt der Benchmark ein Datenvolumen von rund 7,7 GB auf das NAS-System. Dabei misst Intel NASPT die gesamte NAS-Leistung inklusive Prozessor und Arbeitsspeicher und berücksichtigt den Einfluss des Betriebssystems. In die Wertung kommen die Durchschnittswerte aus zwei Läufen. Sollte sich das NAS-System im RAID-1-Modus betreiben lassen, ist das Erbebnis in der Tabelle mit den Testergebnissen aufgeführt, wird aber nicht bewertet.
 
Ausstattung: Hier zählt, was der Netzwerkspeicher mitbringt – an Schächten, Platten, Schnittstellen sowie Lieferumfänge für Hardware und Software. Ebenso erfasst PC-WELT die Server- und Mediendienste sowie die unterstützten Protokolle und RAID-Modi. Auch Fragen nach NTP-Client, IPv6-Tauglichkeit und Dateiverschlüsselung werden hier beantwortet.
 
Handhabung: Ein leicht bedienbares NAS-System sollte sich unter möglichst vielen Betriebssystemen einrichten lassen, Software und Handbuch auf Deutsch mitbringen und ein klares Bedienfeld haben. Der Tester hält zudem fest, wie der Netzwekspeicher den Status anzeigt oder meldet und wie einfach der Plattenwechsel ist. Zudem werden Rechtemanagement, Abmessungen und Gewicht festgehalten.
 
Umwelt & Gesundheit: Da NAS-Systeme in der Regel ständig ansprechbar sein sollen, checkt PC-WELT nicht nur den Stromverbrauch unter Last, sondern insbesondere im Leerlauf sowie (wenn vorhanden) im Ruhemodus. Gleichzeitig werden das Betriebsgeräusch und die Temperatur gemessen.
 
Service: Macht ein Netzwerkspeicher Probleme, zählen Faktoren wie Hotline, Internetseite und natürlich die Dauer der Herstellergarantie.
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