31.05.2012, 10:46

Ines Walke-Chomjakov

Testverfahren bei TVs

So testet PC-WELT Fernseher

Fernseher im Test: Die wichtigsten Schritte des Testverfahrens finden Sie hier beschrieben.

Jeder Fernseher durchläuft umfassende Tests in den Kategorien Bildqualität, Tonqualität, Ausstattung, Bedienung, Stromverbrauch und Service. Hier finden Sie die wichtigsten Schritte erklärt.
Bei den Tests von Fernsehern ist die Ermittlung der Bildqualität das wichtigste Kriterium und deshalb besonders aufwendig. Hier führt PC-WELT sowohl reine Messungen als auch eine Reihe von Sichttests durch. Die Messungen finden im Dunkelraum statt. Die Testbilder kommen von einem Rechner, der per HDMI mit dem Fernseher verbunden ist. Da bei den Fernseh-Sichttests Signalschwankungen möglichst ausgeschlossen sein sollen, verwendet PC-WELT digitales Kabel-TV. Als Zuspieler für die Tests von DVD- und Blu-ray-Qualität kommt der 3D-Blu-ray-Player Panasonic DMP-BDT220 zum Einsatz.

Farblinearität und Farbumfang

Zum Feststellen der Farblinearität wird der Fernseher mit der Software Basiccolor 4 und dem Photospektrometer Eye-One Pro auf Weißpunkt D65 mit Gamma 2,2 kalibriert. Je weiter der Schirm von der Norm abweicht, desto schlechter ist er ab Werk eingestellt. Gleichzeitig mit der Farblinearität wird dabei der Farbumfang ermittelt.


Helligkeit - 12 Messungen am Schirm

Zum Ermitteln der maximalen Helligkeit und der Helligkeitsverteilung verwendet PC-WELT die Software Howfast Display – eine hausinterne Entwicklung. Die maximale Helligkeit wird im Zentrum des TVs gemessen. Der Helligkeitsmessung liegen zwölf Messungen am Schirm zugrunde. Es gilt: Je höher der Prozentwert, desto gleichmäßiger ist der Fernseher ausgeleuchtet. Außerdem kommt ein TV mit größerer Helligkeit besser mit einer Umgebung zurecht, die nicht oder kaum abgedunkelt ist wie etwa das heimische Wohnzimmer.
Der Trick mit dem dynamischen Kontrast
Das Kontrastverhältnis bezieht sich auf die hellsten und dunkelsten Lichtwerte, die ein Bildschirm darstellen kann. Im Zentrum des Fernsehers werden der hellste und der dunkelste Lichtwert ermittelt und daraus das Kontrastverhältnis errechnet. Je höher es ausfällt, desto besser.
Der dynamische Kontrast soll durch die schiere Höhe der Zahl beeindrucken. Deshalb findet sich diese Angabe bei den Fernsehern. Allerdings hat sie mit dem nativen Kontrast nichts zu tun. Denn beim dynamischen Kontrast spielen nicht nur der hellste und der dunkelste Punkt eines Bildes eine Rolle. Vielmehr wird das Verhältnis mit abgeschalteter Hintergrundbeleuchtung berechnet. Sind die Lampen jedoch aus, wird das Panel komplett schwarz und der Kontrast geht im Maximum gegen unendlich. Das treibt die Werte in schwindelerregende Höhe, hat mit der Wirklichkeit jedoch nichts zu tun. Im Test berechnet PC-WELT deshalb den Kontrast bei aktiven Lampen. Die Werte sind trotzdem noch sehr hoch, gehen aber nicht in den utopischen Millionenbereich.

Messungen im 3D-Modus des Fernsehers

Um festzuhalten, wie sich die Helligkeit und der Kontrast im 3D-Modus ändern, führt PC-WELT die Messungen bei aktiviertem 3D durch die mitgelieferte oder vom Hersteller empfohlene Brille durch. In der Regel sinken die Werte im 3D-Modus. Der Tiefeneffekt geht sowohl zu Lasten der Helligkeit als auch des Kontrasts.
Ausstattung - was der Fernseher mitbringt
Was der Fernseher hat und kann, zählt in dieser Kategorie. Von den vorhandenen Anschlüssen über die unterstützten Mediaplayer-Formate bis hin zur Anzahl der vorinstallierten Smart-TV-Apps. Moderne Fernseher ähneln sich inzwischen im Ausstattungsniveau. Ein fehlender TV-Tuner macht dann schon den entscheidenden Unterschied.
Bedienung - von der Fernbedienung bis zu Gesten
Wie lange der Sendersuchlauf dauert, ist hier genauso von Bedeutung wie die Fernbedienung und der Menüaufbau. Neu sind hier die Kriterien der Steuerung per Gesten, Sprache und Augen.
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