Testsieger zum Schnäppchenpreis

CPU Intel Core i5-750 im Test

Dienstag den 22.09.2009 um 09:09 Uhr

von Michael Schmelzle

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Schnell, sparsam, günstig: Die Intel-CPU Core i5-750 ist ein echtes Schnäppchen. Der Test verrät, warum die Quad-Core-CPU ihr Geld wert ist.
Steht dem Intel Core i5-750 zur Seite: P55-Chipsatz im
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Vergrößern Steht dem Intel Core i5-750 zur Seite: P55-Chipsatz im Detail
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Die CPU Intel Core i5 ist die preisgünstige Version der Quad-Core-CPU Intel Core i7 . Das erste Modell, der Core i5-750 ist bereits für rund 165 Euro zu haben. Die Kosten hat Intel auch bei der Core-i5-Plattform im Blick gehabt. Schon für 80 Euro bekommen Sie eine Hauptplatine mit P55-Chipsatz. Unterm Strich hat sich damit der Einstiegspreis für den Core i5 gegenüber dem Core i7 (Nehalem) glatt halbiert.

Dafür hat Intel bei der neuen Quad-Core-CPU bei der Ausstattung den Rotstift angesetzt. So muss der Intel Core i5-750 auf die Technik Hyper-Threading (HT) verzichten. HT führte zu einer signifikant besseren Auslastung der Recheneinheiten, indem jeder physikalische Rechenkern als virtueller Zwei-Kern-Prozessor arbeitet. Gestrichen hat Intel auch den dritten Speicherkanal. Der Core i5-750 kann nur zwei statt drei DDR3-Speicher-Kanäle parallel ansteuern. Dafür hebt Intel den Speichertakt an, der von 1066 auf effektiv 1333 MHz steigt.

Ebenfalls gespart hat sich Intel die schnelle Anbindung des Core i7 an die Northbridge des Chipsatzes über die serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung Quick Path Interconnect (QPI) . Simpler Grund: Der Core i5 integriert nicht nur den Speicher-Controller, sondern auch eine PCI-Express-Schnittstelle mit 20 Kanälen. Das macht die Northbridge und damit auch QPI de facto überflüssig. Folgerichtig besteht der P55-Chipsatz für den Core i5 nur aus einem Halbleiterbaustein (siehe Blockschaltbild links). Chipsatz und CPU tauschen Daten über das altbekannte Direct Media Interface (DMI) aus. Für das DMI nutzt Intel vier der 20 PCI-Express-Datenkanäle, was die Bandbreite auf 2 GB/s erhöht.

Braucht mit 1156 Signalkontakten einen neuen CPU-Sockel:
Intel Core i5-750
Vergrößern Braucht mit 1156 Signalkontakten einen neuen CPU-Sockel: Intel Core i5-750
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Neuer CPU-Steckplatz für den Core i5
Aufgrund der stark veränderten Plattform-Architektur besitzt der Core i5 einen neuen Steckplatz mit 1156 Signalkontakten, LGA1156 genannt. Daher ist die neue Quad-Core-CPU nicht kompatibel zur 900er-Serie des Core i7 für den Sockel LGA1366. Die weitere Ausstattung des Core i5-750 gleicht dem Core i7. Die Core-i5-CPU greift pro Rechenkern auf jeweils 64 KB L1- sowie 256 KB L2-Cache zurück. Die dritte Cachestufe von üppigen 8 MB nutzen die CPU-Kerne gemeinsam.

Der Intel Core i5-750 arbeitet mit einem Werkstakt von 2,67 GHz. Da auch der Core i5 über die automatische Übertaktungsfunktion Turbo Mode verfügt, läuft die CPU meist mit einer höheren Taktfrequenz. Dafür müssen Sie allerdings im Bios den Turbo Mode aktivieren und die Energiesparfunktion Speed Step auf Stufe C3 oder höher schalten. Der Turbo Mode ist beim Core i5-750 sehr großzügig ausgelegt. Statt wie bisher zwei, darf der Core i5 gleich bis zu vier Taktschritte à 133 MHz hoch schalten. Maximal läuft der Core i5-750 dann mit satten 3,2 GHz.

Allerdings ist der Turbo Mode abhängig von der Wärmeentwicklung innerhalb der CPU und der Stromstärke, die aktuell anliegt. Überschreiten diese beiden Parameter einen fest eingestellten Grenzwert - beim Core i5-750 sind es 95 Watt und 89 Ampere, springt der Turbo erst gar nicht an. Mit dieser Beschränkung stellt Intel sicher, dass die Thermal Design Power (TDP) innerhalb der Spezifikation bleibt und die CPU im Dauerbetrieb nicht zu heiß wird.

Um wie viele Taktschritte die Übertaktungsfunktion hoch schaltet, hängt wiederum von der Auslastung der einzelnen Rechenkerne ab. Sind alle CPU-Kerne beschäftigt, beschleunigt der Quad-Core alle Rechenkerne um einen Taktschritt auf 2,8 GHz. Haben hingegen mindestens zwei CPU-Kerne überhaupt nichts zu tun, steigt die Taktfrequenz der beiden anderen Rechenkerne um bis zu vier Taktschritte auf 3,2 GHz.

Dienstag den 22.09.2009 um 09:09 Uhr

von Michael Schmelzle

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