Windows 8.1 und Windows RT

Test: Das beste Tablet mit Windows

Donnerstag den 05.03.2015 um 12:00 Uhr

von Thomas Rau

Microsoft Surface Pro 3 12.0 128GB i5 Wi-Fi silber
Microsoft Surface Pro 3 12.0 128GB i5 Wi-Fi silber
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Windows 8 ist das erste Betriebssystem von Microsoft, das für Touchscreens optimiert ist. Und viele Windows-Tablets halten mit iPad und Android mit. Wir testen: Welcher Hersteller macht das beste Tablet mit Windows 8?

Windows-Tablets haben einen großen Vorteil: Sie laufen mit Windows. Das ist banal, aber kann kaufentscheidend sein. Denn dadurch stehen Ihnen auch auf dem Tablet alle Programme offen, die Sie auf einem Notebook oder PC nutzen. Mit welcher Software Sie tatsächlich sinnvoll auf einem Windows-Tablet arbeiten können, hängt von dessen Rechenleistung ab: Auf Tablets mit einem Core-Prozessor von Intel wie dem Microsoft Surface Pro 3 läuft eigentlich alles - abgesehen von effektstarken Spielen. Der Nachteil der hohen Rechenleistung: Die Core-Tablets haben einen Lüfter – der arbeitet zwar meist leise, aber sie sind damit eben nicht völlig lautlos wie die anderen Tablets.

Preisbrecher: Das 10-Zoll-Tablet Trekstor Surftab Wintron
10.1 kostet weniger als 200 Euro
Preisbrecher: Das 10-Zoll-Tablet Trekstor Surftab Wintron 10.1 kostet weniger als 200 Euro
© Trekstor

Drei Leistungsklassen: Von Ultrabook- bis Netbook-Niveau

Deutlich günstiger sind Windows-Tablets mit einem Intel Atom-Prozessor. Ein 10-Zoll-Modell wie das Trekstor Surftab Wintron 10.1 bekommen Sie schon für unter 200 Euro. Allerdings ist ihre Rechenkraft begrenzt: Im Office-Betrieb bei großen Excel-Tabellen und umfangreichen Dokumenten reagieren diese Tablets mitunter zäh - etwa, wenn Sie schnell blättern oder umfangreiche Tabellen oder PDFs aufzoomen wollen. Auch sobald das Tablet mehrere Aufgaben parallel ausführen soll - zum Beispiel neben einem Download mehrere Bilder kopieren - geht die Rechenleistung in die Knie. Zum Beispiel ist ein Atom-Tablet bei einfacher Bildbearbeitung oder dem Umwandeln von Videoformaten rund dreimal langsamer als das Surface Pro 3.


Einen Mittelweg versucht Dell mit dem Venue 11 Pro . Das Tablet mit 10,8-Zoll-Bildschirm arbeitet mit einem sparsamen Core i3 aus der Y-Serie und hat Windows 8.1 Pro in der 64-Bit-Version installiert. Außerdem denkt Dell an die IT-Supporter in Unternehmen: Die Gehäuserückseite des Tablets lässt sich komplett abnehmen und erlaubt schnellen Zugriff auf den wechselbaren Akku, das LTE- und WLAN-Modul und sogar die   SSD. Außerdem bietet Dell als Zubehör zwei verschiedene Tastatur an - eine leichte für unterwegs und eine stabile für den Schreibtisch.

2in1-Geräte wie das Asus Transformer Book T200 bringen
Tablet und Notebook zusammen - das hat aber nicht nur
Vorteile
2in1-Geräte wie das Asus Transformer Book T200 bringen Tablet und Notebook zusammen - das hat aber nicht nur Vorteile
© Asus

Arbeiten mit dem Windows-Tablet: Am besten mit Tastatur

Auch wer arbeitet, kommt kaum um ein Windows-Tablet herum. Das liegt nicht nur an Software wie Microsoft Office - das es ja inzwischen auch für iPad und Android-Tablets gibt. Sondern an Geräten wie dem Asus Transformer Book T200 , das wir neu im Test haben: Diese 2in1-Geräte bestehen aus einem Tablet und einer Docking-Tastatur. Sobald Sie das Tablet in die Tastatur stecken, haben Sie ein Notebook vor sich.


Auf einer Tastatur mit mechanischen Tasten lässt es sich viel bequemer arbeiten als auf der Bildschirm-Tastatur. Und sie ist auch einer Bluetooth-Tastatur überlegen, die es für die meisten Tablets als Zubehör gibt: Die sind leicht und flach, damit sie sich problemlos transportieren lassen und dienen auf diese Weise als Abdeckung fürs Tablet. Doch selbst die besten Zubehör-Tastaturen wie das Type Cover 2 für das Surface Pro 3 eignen sich vor allem dann, wenn Sie keine langen Texte schreiben müssen.


Allerdings müssen Sie bei 2in1-Geräten andere Kompromisse eingehen wie der Test des Transformer Book T200 zeigt: Es wiegt mit Tastatur über 1,5 Kilogramm - mehr als ein Ultrabook mit 13-Zoll-Bildschirm. Außerdem ist es mit über 400 Euro deutlich teurer als ein günstiges Windows-Tablet plus Bluetooth-Tastatur - dieses Paket bekommen Sie schon ab rund 230 Euro.

Video: Microsoft Surface Pro 3 im Test
Video: Microsoft Surface Pro 3 im Test

Das leisten günstige Windows-Tablets

Günstige Windows-Tablets genügen aber vollauf für einfache Tablet-Aufgaben wie Video-Wiedergabe, Surfen und E-Mail. Möglich machen die niedrigen Preise übrigens Microsoft und Intel: Denn die Tablets arbeiten mit der Variante Windows mit Bing, die Hersteller von Mini-Tablets umsonst oder zu sehr günstigen Lizenzgebühren bekommen. Die Bing-Variante ist ein vollwertiges Windows in 32- oder 64-Bit. Der einzige Unterschied: Microsoft verlangt von den Herstellern, Bing als Suchmaschine einzustellen. Die Nutzer können das aber ändern. Intel bezuschusst die Hersteller außerdem, wenn sie eine Atom-CPU einbauen - was auch fast alle tun.

Microsoft hilft den Tablet-Herstellern noch mehr: Bei allen Tablets mit Windows Bing bekommen Sie Office 365 Personal für ein Jahr umsonst. Die Abo-Variante von Office für einen PC und ein Tablet beinhaltet Word, Excel, Powerpoint, OneNote, Outlook, Publisher und Access – ein Gegenwert von 69 Euro.

Bei der Hardware zeigen die günstigen Windows-Tablets meist die gleichen Schwächen wie billige Android-Tablets: Mäßige Akkulaufzeit, schwache, blickwinkelabhängige Displays und nicht besonder stabil verarbeitete Gehäuse. Allerdings sind die Androiden bei gleicher Ausstattung rund 50 bis 80 Euro günstiger - den Unterschied macht also die Office-Software, die Sie bei den Bing-Tablets dazubekommen.

Mini-Tablets mit Windows 8.1 wie das Acer Iconia W4 sind
schnell. Fürs Arbeiten eignen sie sich weniger, weil ihnen eine
ergonomische Tastatur fehlt
Mini-Tablets mit Windows 8.1 wie das Acer Iconia W4 sind schnell. Fürs Arbeiten eignen sie sich weniger, weil ihnen eine ergonomische Tastatur fehlt
© Acer

Bedienung

Auf allen Windows-Geräten kommt sofort echtes Tablet-Feeling auf: Sie lassen sich flüssig per Fingertipp und -Gesten bedienen. Beim Arbeiten mit den Kachel-Apps liegt die Reaktionsgeschwindigkeit auf iPad-Niveau. Die meisten Apps benötigen drei bis fünf Sekunden zum Start. Nur das Drehen des Bildinhaltes, wenn Sie das Tablet bewegen, wirkt etwas ungelenk: Windows verkleinert das Bild zunächst und dreht es dann. Das sieht auf dem iPad und aktuellen Android-Tablets eleganter aus.

Erst eine Tastatur macht ein Windows-Tablet zum
vollwertigen Arbeitsgerät: Dell bietet für das Venue 11 Pro zwei
verschiedene an.
Erst eine Tastatur macht ein Windows-Tablet zum vollwertigen Arbeitsgerät: Dell bietet für das Venue 11 Pro zwei verschiedene an.
© Dell

Die Tablets im Desktop-Modus

Windows 8.1 besteht aber nicht nur aus der touch-optimierten Kachel-Oberfläche. Auf den Tablets kommen Sie auch um die gewohnte Desktop-Umgebung nicht herum: Wollen Sie beispielsweise Dateien auf einem externen Laufwerk sichten, geht das über den Windows-Explorer. Und auch wenn Sie etwa die Energieoptionen bearbeiten wollen, schickt Sie das Tablet in die Desktop-Systemeinstellungen.

In der Desktop-Umgebung machen Sie mit dem Finger keinen Stich – kleine Menüleisten, Drop-Down-Menüs oder Schieberegler lassen sich mit der Hand nur schwer treffen und bedienen. Das Surface Pro 3 bringt einen Eingabestift mit, der auch beim punktgenauen Bedienen hilt. Aber am besten für den Desktop-Modus sind eine Maus oder ein Touchpad sowie eine Tastatur – am besten eine mit echten Tasten, die einen deutlichen Druckpunkt bieten.

Das beste Windows-Tablet: Microsoft Surface Pro
3
Das beste Windows-Tablet: Microsoft Surface Pro 3
© Microsoft

Test-Fazit: Windows-Tablets - flexibler geht's nicht

Insgesamt zeigt der Test der Windows-Tablets: Bei der Hardware halten Top-Tablets wie das Microsoft Surface Pro 3 mit den besten Geräten von Apple und Android absolut mit. Mehr noch - sie sind so stark wie ein Ultrabook. Die Atom-Tablets sind voll kompatibel zu bestehender Windows-Software - für viele Anwendungen reicht die Leistung der Bay-Trail-CPUs vollkommen aus. Für effektreiche Spiele oder aufwändige Multimedia-Aufgaben sind sie allerdings zu schwach.

Testsieger: Microsoft Surface 3 Pro

Das Windows-8.1-Tablet mit Core-Prozessor bietet mehr Rechenleistung als die anderen Tablets: Damit macht es entweder Tablet oder Ultrabook überflüssig. Zum Arbeitsgerät wird es aber erst mit einer Tastatur, die rund 120 Euro extra kostet. Außerdem gefällt das helle, farbstarke und sehr hoch aufgelöste Display mit 2160 x 1440 Pixel.

Ausführlicher Test: Microsoft Surface Pro 3

Mobiles Misch-Tablet: Das Dell Venue 8 Pro eignet sich für
den privaten und beruflichen Einsatz
Mobiles Misch-Tablet: Das Dell Venue 8 Pro eignet sich für den privaten und beruflichen Einsatz
© Dell

Empfehlung Mini-Tablets: Dell Venue 8 Pro

Das Dell Venue 8 Pro hat fast alles, was ein gutes Tablet ausmacht: Flüssige Bedienung, heller Bildschirm, angenehmes Design - nur die Akkulaufzeit dürfte ein bisschen länger ausfallen. Diese ganzen Vorteile weisen nur wenige Tablets aus der 300-Euro-Klasse auf. Wer ein mobiles Tablet für den Privat-/Profi-Mischbetrieb sucht, darf zugreifen.

Ausführlicher Test: Dell Venue 8 Pro

Empfehlung Business-Tablet: Dell Venue 11 Pro
Empfehlung Business-Tablet: Dell Venue 11 Pro
© Dell

Empfehlung für Business-Anwender: Dell Venue 11 Pro

Das Dell-Tablet legt im Test einen starken Auftritt hin: Von der guten Ausstattung über die flotte Bedienung bis hin zum Top-Display. Sein Schwachpunkt ist die magere Akkulaufzeit. Für den Geschäftseinsatz qualifizieren es neben Windows 8 Pro in der 64-Bit-Version Merkmale wie der Wechsel-Akku und optionaler Zubehör wie Tastaturen, Eingabestift oder Docking-Ständer, die das Tablet für Unternehmensentscheider als Alternative zu einem Notebook attraktiv machen - besonders, wenn es um Arbeitsabläufe geht, die von Touch- oder Stiftbedienung profitieren.

Ausführlicher Test: Dell Venue 11 Pro

Preistipp: Trekstor Surftab Wintron 10.1

Das 10-Zoll-Tablet eignet sich als mobiles Mini-Büro - wenn Sie die passende Tastatur dazukaufen. Der Gesamtpreis liegt dann bei rund 230 Euro. Kleinere Office-Aufgaben können Sie damit erledigen. Als vollwertiges Arbeitsgerät ersetzt es aber nicht das Notebook, sondern sollte höchstens als Zweitgerät zum Einsatz kommen, wenn Sie den schwereren Laptop nicht mitnehmen wollen. Oder wenn das Budget nicht mehr als rund 200 Euro hergibt.

Preistipp bei kleinen Windows-Tablets: Toshiba Encore 2
mit 8-Zoll-Display
Preistipp bei kleinen Windows-Tablets: Toshiba Encore 2 mit 8-Zoll-Display
© Toshiba

Wer für diesen Einsatzzweck ein leichteres und kompakteres Windows-Tablet sucht, greift zum Toshiba Encore 2 mit 8-Zoll-Display.

Ausführlicher Test: Trekstor Surftab Wintron 10.1

Ausführlicher Test: Toshiba Encore 2

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Donnerstag den 05.03.2015 um 12:00 Uhr

von Thomas Rau

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • Robert Bennett 15:05 | 12.02.2015

    Prestigio Viscomte 3 3G

    Vor ein paar Tagen, hat PC-Welt den Prestigio Viscomte 3 3G Tablet in einem Artikel erwähnt, und ich habe einen gekauft. Dieses Gerät ist, meiner Meinung nach, ausgezeichnet: Windows 8.1 und man kann eine SIM-Karte verwenden, wenn man unterwegs ist. Der Preis? EUR 250. Wenn man Tablet-PCs mit Windows 8 diskutiert, sollte man dieses Prestigio Gerät nicht vergessen.

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  • deppentro 11:58 | 16.02.2014

    Was für ein armseliger Artikel

    Da wird das Lenovo Yoga vorgestellt, aber viele andere, bei denen man das Tablet nicht abnehmen, dafür aber das Display drehen kann, einfach weggelassen (Fujitsu T904, Acer Aspire R7, HP Elitebook 810 G1/G2).

    Auch wurden Convertibles mit abnehmbarer Tastatur auf dem deutschen Markt wie das uralte HP Envy x2, das neue HP Split x2 oder das wertige HP Spectre 13 x2 im tollen Apple-look mit Metallfinish völlig weggelassen.

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  • kingjon 20:40 | 28.01.2014

    Zitat: greggy
    Surface2 mit Windows RT


    Genau dieses eingeschränkte Windows macht das Teil für mich uninteressant, das Pro Modell mit einem "richtigen" Windows ist mir dagegen aber zu teuer!
    Und ich hatte mich derzeit so über ein Windows-Tablet gefreut, aber das hat sich erledigt...

    Gruß kingjon

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  • greggy 20:32 | 28.01.2014

    Surface 2 mit Windows RT (Achtung Microsoft Konto notwendig)

    Meine erste Bewertung für das Surface2 mit Windows RT

    Schönes Gerät, mit toller Haptik, toller Bildschirm, der Aufsteller ist super, mit Tastatur ist das einfach toll zu nutzen und den USB 3.0 Anschluss bietet sonst kein Tablet.
    Bedienung läuft allgemein flüssig.

    Was nervt ist das für jeden Windows Benutzer ein Account notwendig ist. Wer also mehrere Benutzer auf dem Tablet haben möchte, muss sich jedesmal ein Microsoft Konto mit einer E-Mail adresse (@outlook.com, @hotmail.com usw.) zulegen. Da ich bereits genug E-Mail Adressen habe, empfinde ich das als Zumutung.
    Bei mir sind das 4 Microsoft Konten, der Administrator Benutzer benötig ein eigenes (hä?) Ja Windows prüft ob das Microsoft Konto bereits mit einem Benutzer verbunden ist. Ich kann also nicht den Administrator und den Standardbenutzer mit dem gleichen Konto verbinden. Also werden min. 2 Konten notwendig. Ich frage mich was Microsoft davon wohl hat?
    Der Benutzername ist so lange frei auswählbar bis der Benutzer mit dem Microsoft Konto verbunden ist, dann erscheint immer der Name des Microsoft Kontos, der überschreibt den Benutzernamen.

    Was mir auch nicht klar war: Es funktionieren keine bekannten Windowsprogramme, alles muss aus dem Microsoft App Store kommen und was da nicht drin ist das geht eben nicht. So fehlen ein guter PDF-Drucker, Open Office, Virenprogramme gebit es nicht, weil es keine Viren geben soll????
    Und: Alle Apps müssen mehrfach runtergeladen werden. Nicht etwa beim Admin eine App installieren und bei alle Benutzern nutzen, nein jedesmal neu installieren. So ein Mist.
    Im Microsoft App Store gibt es nur wenige bekannte Browser, Bei den Browsern gibt es kein Firefox, damit auch nicht die Erweiterung no script. So unterstützt Microsoft den Konkurenten Google in dem immer schön Cookies gesetzt werden und mit google analytics Daten gesammelt werden. Wer das nicht will der sei gewarnt. Übrigends Cookies abschalten im Internet Explorer ist keine Option, dann tut fast nix mehr.
    Wer mit dem installierten Outlook arbeiten will muss erst das E-Mail Konto von Microsoft verbinden. Erst danach lassen sich alle anderen Konten verbinden. Es gibt ältere Beiträge hier im Forum die anderes Beschreiben, ich habe nichts anderes gefunden.

    Ich finde das Gerät trotzdem toll, die Software eben nicht, aber Andriod ist für mich wg. den bek Sicherheitslücken keine Alternative und der Apfel auch nicht.

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