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Höllenmaschine 5 im Test

10.10.2013 | 06:06 Uhr |

Brauchen Sie wirklich ein Atomkraftwerk, um die Höllenmaschine 5 zu befeuern? Und wie schnell ist unser 20.000-Euro-Gesamtkunstwerk wirklich? Unser schonungslos objektiver Härtetest beantwortet ohne Wenn und Aber alle Ihre Fragen.

Sündteure und extrem leistungsfähige Hardware steckt in der Höllenmaschine 5. Aber kann der Kraftprotz seine PS auch auf die Straße bringen? Und welchen Energieaufwand muss der Monster-Rechner dafür betreiben? Wir haben der Höllenmaschine 5 in unserem ausführlichen Härtetest schonungslos auf den Zahn gefühlt - und können Enwarnung geben:
Sie brauchen weder einen Starkstromanschluss geschweige denn ein Atomkraftwerk mit Gigawatt-Nettoleistung - wie so mancher Kommentator "befürchtet" hatte. Die Leistungsaufnahme des Hauptsystems liegt im Desktop-Modus bei knapp 170 Watt, das Eco-Subsystem der Höllenmaschine braucht im Test hier lediglich 20 Watt. Bei weniger rechenintensive Anwendungen wie Surfen, Office und Blu-rays abspielen bleibt der Energieverbrauch des Höllensystems unter der 200-Watt-Marke.  

Beim Zocken von Hardware-hungrigen PC-Spielen wie "Metro: Last Light" klettert die Leistungsaufnahme dann aber schnell auf rund 700 Watt! Den bis dato absoluten Spitzenwert messen wir beim Heaven Benchmark mit fast 880 Watt. Besonders zurückhaltend ist dieHöllenmaschine 5 also nicht, doch im Hinblick auf die Leistung und die verbauten Komponenten ist der Verbrauch auch keine Überraschung.

Leistungsaufnahme der Höllenmaschine 5 im Desktop-Modus: Hauptrechner (rechts) und Eco-System (links).
Vergrößern Leistungsaufnahme der Höllenmaschine 5 im Desktop-Modus: Hauptrechner (rechts) und Eco-System (links).

Die Höllenmaschine 5 präsentiert sich dank Wasserkühlung und besonders langsam drehender Lüfter angenehm leise. Im Bereitschaftszustand liegt das Betriebsgeräusch bei 0,5 Sone und steigt unter Last nur auf rund ein Sone.

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Höchste Quad-Core-Rechenleistung im Test

Ergebnis im Cinebench 11.5
Vergrößern Ergebnis im Cinebench 11.5

Der Intel Core i7-4770K ist der bisher schnellste Quad-Core-Prozessor der vierten Core-Generation von Intel. Dank Hyperthreading arbeitet das Modell als virtueller 8-Kern-Prozessor. Der Werkstakt liegt bei 3,4 Gigahertz. Für den Test der Höllenmaschine 5 haben wir die Taktfrequenz um fast 17 Prozent auf 4,4 Gigahertz angehoben.
Der 4770K stellt im CPU-Benchmark von Cinebench 11.5 mit fast 10 Punkten einen neuen Bestwert für Quad-Core-Prozessoren auf. Zum Vergleich: Der Prozessor der Höllenmaschine 4 ( Intel Core i7-3960X ) schaffte trotz seiner sechs Rechenkerne im Cinebench 11.5 auch nur einen Punkt mehr.

Höllenmaschine 4 im Test

SSD-Raid: System-Festplatte erreicht Datenraten von bis zu 4 GB/s

Ergebnis im AS SSD Benchmark
Vergrößern Ergebnis im AS SSD Benchmark

Der PCI-Express-3.0-Controller LSI Logic MegaRAID SAS 9271-8i bündelt acht Samsung 840 Pro 512GB zu einem rasend schnellen Raid-0-Verbund - die Systempartition der der Höllenmaschine 5. Die 3811 GB große Systempartition erreicht im AS SSD Benchmark sequenzielle Datenraten von unglaublichen 3360 MB/s beim Lesen und fast 3000 MB/s beim Schreiben. Zum Vergleich: Die schnellsten SSDs im Test   kommen meist nicht über 500 MB/s hinaus und auch die System-Festplatte der Höllenmaschine 4 erreichte hier nur maximal 1600 respektive 850 MB/s.

Neue Datenraten-Rekorde fährt der Raid-0-Verbund der Höllenmaschine 5 auch im Atto Disk Benchmark ein. Der anerkannte Festplattentest misst die Datenraten bei unterschiedlichen Blockgrößen zwischen 512 Byte und 8195 KB: Mit Werten zwischen 57 und 3865 MB/s beim Schreiben sowie zwischen 62 und rund 4173 MB/s beim Lesen überspringen die acht Samsung-SSDs sogar die magische 4 GB/s-Schwelle.

Ergebnis im ATTO-Benchmark
Vergrößern Ergebnis im ATTO-Benchmark

Arbeitsspeicher: Der Datendurchsatz erreicht gut 30 GB/s

Speicherbandbreite
Vergrößern Speicherbandbreite

Die vier Speichermodule des Typs  Adata XPG X Series Chameleon  laufen in der Höllenmaschine 5 im XMP-1.3-Modus im Zweikanal-Betrieb. Das beschleunigt die RAM-Riegel auf einen effektiven Datentrakt von 2800 MHz. So kommt unser 20.000-Euro-Traumrechner auf eine Speicherbandbreite von gut 30 Gigabyte pro Sekunde - gemessen mit dem Benchmark SiSoftware Sandra 2013 . Zum Vergleich: Im weltweiten Wettbewerb erreichen nur knapp vier Prozent aller Systeme eine noch höhere Bandbreite. Und trotz Quad-Channel-Technik und doppelt so viel Speicherkapazität war die Höllenmaschine 4 letztes Jahr mit knapp 33 GB/s auch nicht viel schneller unterwegs.


 

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