74402

Test der Woche: Die besten 3,5-Zoll-Festplatten mit SATA-Schnittstelle

10.11.2006 | 16:39 Uhr |

Videos, MP3s und Bilder - im Nu ist schon wieder die Platte voll und eine größere Festplatte muss her. Wir haben elf aktuelle 3,5-Zoll-SATA-Laufwerke für Sie getestet.

Egal, ob Sie ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis mit möglichst vielen Gigabyte pro Euro fordern, für Sie nur schnelle Laufwerke in Frage kommen, oder ob Sie flüsterleise Laufwerke bevorzugen: In unserem Test der Woche finden Sie garantiert Ihren Wunsch-Scheibendreher.

In unserem Vergleichstest interner 3,5-Zoll-Laufwerke haben wir uns auf Modelle mit der modernen SATA-Schnittstelle konzentriert. SATA-Platten haben gegenüber Laufwerken mit der in die Jahre gekommenen parallelen IDE-Schnittstelle drei entscheidende Vorteile:

Zum einen lassen sich SATA-Platten einfacher konfigurieren, da sie ein eigenes Datenkabel exklusiv nutzen können. Ganz im Gegensatz zu parallelen Laufwerken, die sich paarweise ein Kabel teilen müssen und deshalb eine problemanfällige Master-Slave-Konfiguration per Jumper erfordern.

Zweitens erlauben SATA-Modelle zumindest theoretisch deutlich höhere Transferraten von bis zu 150 (SATA I) beziehungsweise 300 MB/s (SATA II) gegenüber IDE (maximal 133 MB/s). In der Praxis ist der Tempovorsprung zwar nicht ganz so beeindruckend, aber trotzdem bei der täglichen Arbeit spürbar: Die schnellste IDE-Desktop-Festplatte, die Samsung Spinpoint SP2514N ( Test ), erreichte beispielsweise bei der maßgeblichen mittleren Lesedatenrate rund 54 MB/s, während das flotteste SATA-Laufwerk mit der gleichen Rotationsgeschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute, die Hitachi Deskstar 7K160 HDS721616PLA380 ( Test ), gut 11 Prozent schneller Daten auslas.

Und drittens bieten die Festplatten-Hersteller neue Techniken meist nur noch für Ihre SATA-Modelle an. Dazu gehört etwa die Technik Native Command Queuing (NCQ). NCQ erlaubt der Festplatte, die vom System geforderten Zugriffe selbständig zu verwalten. Sie kann so die optimale Reihenfolge der Zugriffe ermitteln: Das spart zusätzliche Drehbewegungen, verkürzt damit die Wegstrecken, die der Schreib-/Lesekopf zurücklegen muss und sorgt ergo für ein höheres Tempo.

Eine höhere Datenübertragungsrate lässt sich auch mit der Technik erzielen, bei der die Datenbits nicht mehr horizontal sondern vertikal auf dem Datenträger angeordnet sind. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, gibt’s diese Technik bei 3,5-Zoll-Laufwerken nur für SATA-Modelle.

0 Kommentare zu diesem Artikel
74402