Test
Subnotebook Asus U3S
Das zweite Argument gegen die Wechselgrafik: Die Geforce 8400M G ist zwar deutlich leistungsfähiger als die Chipsatzgrafik von Intel – im 3D Mark 06 ist sie beispielsweise doppelt so schnell (1029 gegenüber 503 Punkten). Doch wirklich spieletauglich wird das Asus U3S dadurch noch lange nicht. Selbst bei einem älteren Spiel wie Far Cry kann man in der Qualitätseinstellung „Hoch“ erst bei einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten ruckelfrei spielen (32 Bilder pro Sekunde).
Eine leistungsfähigere Grafikkarte hätte allerdings den thermischen Rahmen des Subnotebook gesprengt: Mit vertretbaren Aufwand würde sie sich nicht mehr kühlen lassen. Selbst die nicht besonders rechenstarke Geforce 8400M G bringt den Lüfter im Asus U3S schon an die Grenze: Unter Last drehte er auf maximal 2,1 Sone auf – ziemlich laut, und für ein Subnotebook kaum akzeptabel.
Beides sind wenig berauschende Werte für ein Subnotebook. Asus legt allerdings zwei Akkus bei: Einen großen mit 49 Wh, den wir für die Laufzeitmessungen genutzt haben und einen zweiten mit der halben Kapazität. Er dürfte daher rund halb so lange wie der große Akku durchhalten – testen konnten wir ihn nicht, da der kleine Akku unseres Testgerätes nicht funktionierte. Insgesamt darf man also eine Laufzeit von rund 4,5 Stunden mit beiden Akkus erwarten. Zum Akkuwechsel muss das Notebook übrigens heruntergefahren oder in den Ruhezustand versetzt werden – eine Überbrückungsbatterie hat sich Asus gespart. Das Gewicht des Asus U3S beträgt 1,94 Kilogramm – trotz des 13,3-Zoll-Displays liegt der Mobilrechner damit noch unter der 2-Kilo-Marke: Allerdings fehlt ihm ein integriertes optisches Laufwerk.
Hohes Tempo: In unseren System-Benchmarks erzielte das Asus U3S die besten Werte, die wir jemals für ein Subnotebook gemessen haben: Kein Wunder, Asus setzt mit dem Core 2 Duo T7500 und einer 2,5-Zoll-Festplatte von Hitachi mit 5400 Umdrehungen ja auch Standard- und keine Stromsparkomponenten ein. Besonders bei Office-Anwendungen glänzte der Mini von Asus, bei Foto- und Videobearbeitung lag er immerhin im oberen Mittelfeld.
Auch die Ausstattung ist top für ein Subnotebook – vor allem weil Asus nicht am Lieferumfang spart: Im Karton liegen zwei Tragetaschen, zwei Adapterkabel, eine Bluetooth-Maus, der bereits erwähnte zweite Akku und ein externes Laufwerk für den USB-Port mit zusätzlicher Stromversorgung auf der linken Gehäuseseite. Auch an Schnittstellen herrscht kein Mangel: Unter anderem gibt es eine Web-Cam, einen Fingerprint-Leser, HDMI-Ausgang und e-SATA-Buchse. Sogar einen Anschluss für eine GPS-Antenne findet sich am Gehäuse – der ist aber zugeplompt. In punkto Netzwerk bringt das Asus U3S Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth mit. Nicht zuletzt hat Asus auf dem U3S mit Vista Ultimate die beste Version des neuen Betriebssystems installiert.
Das Display bietet eine sehr hohe durchschnittliche Helligkeit – so kann man trotz des spiegelnden Displays auch draußen recht gut mit dem U3S arbeiten. Auch die übrigen Messwerte bescheinigtem dem Display gute Qualität – allein der Kontrast lag mit 87:1 sehr niedrig.
Die Tastatur ist fast so breit wie bei einem Standard-Notebook: Nur wenige Tasten fallen schmäler aus. Außerdem ist der Cursorblock nicht abgesetzt und damit für Schnellschreiber nicht blind zu ertasten. Dennoch lässt sich auf der stabilen Tastatur sehr angenehm schreiben – sie ist leise und die Tasten geben ein klares Feedback.
Verarbeitung: Das Asus U3S gehört mit dem Klavierlackdeckel und den Lederbezug der Handballenauflage zu den schickeren Subnotebooks. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ist aber nicht ohne kleinere Mängel: So ließ sich bei unserem Testgerät links die Handballenablage einige Millimeter vom Gehäusekörper abheben.








