07.04.2009, 14:00

Thomas Rau

Test: Netbook mit Intel Atom N280

Acer Aspire One D150 (Update!)

Acer stattet das Netbook Aspire One D150 mit dem neuen Atom-Prozessor von Intel aus. Doch es war nicht der N280, der im Test für einen neuen Rekord und viel Verwirrung sorgte.
Über sechs Stunden Videowiedergabe, über acht Stunden Surfen per WLAN: In unseren Akkutests setzte das Acer Aspire One D150 neue Rekordmarken. Der Grund für diese Ausdauer: Acer stattet das Netbook mit einem großen 6-Zellen-Akku aus, der 5800 mAh bietet. Allerdings bestätigte uns Acer, dass nur die ersten Charge des Aspire One D150 mit dem größeren Akku in den Handel kam. Diese dürfte hierzulande inzwischen aber verkauft sein, da die Modelle mit dem größeren Akku nicht nur nach Deutschland, sondern weltweit ausgeliefert wurden. Die jetzt verfügbaren Geräte besitzen alle einen kleineren 4400-mAh-Akku.

Akkulaufzeit: Knapp sieben Stunden beim WLAN-Surfen
Mit dem 4400-mAh-Akku lief das Acer Aspire One D150 knapp sieben Stunden beim Surfen per WLAN. Bei der Video-Wiedergabe war nach 4:45 Stunden Schluß. Das sind keine Ausdauer-Rekorde, aber trotzdem hervorragende Ergebnisse. Die Laufzeit fällt mit dem kleineren Akku übrigens rund 1,5 Stunden kürzer aus als mit dem üppigen 5800-mAh-Akku. Beim Gewicht spart man nur 20 Gramm: Mit dem kleineren Akku wiegt das Acer Aspire One D150 1340 Gramm.

Tempo: Der neue Prozessor bringt nichts
Weniger beeindruckte im Test die Leistung des neuen Atom-Prozessors: Der Atom N280 arbeitet mit einer Taktrate von 1,67 GHz und unterstützt einen Front-Side-Bus(FSB)-Takt von 667 MHz. Der Atom N270, der bisher in den meisten Netbooks zu finden war, lief etwas langsamer (1,6 GHz Taktrate, 533 MHz FSB).
Im PC Mark 05 erreichte der Atom N280 beim CPU-Test 1520 Punkte. Der N270 kommt auf knapp unter 1500 Punkte. Im Cinebench war der neue Atom ebenfalls einen Hauch schneller (141 gegen 135 Punkte im Cinebench 9.5, 891 gegen 850 Punkte im Cinebench R10). Auch beim CPU-Test des 3D Mark 06 lag der Unterschied zwischen N280 und N270 im kaum messbaren Bereich: Der N280 erreichte 501 Punkte, der N270 490 Punkte. Dementsprechend unterscheidet sich die Gesamtleistung des Acer Aspire One D150 auch kaum von der anderer Netbooks: Im PC Mark 05 schaffte er 1584 Punkte.

Ausstattung: Netbook-Standard - aber mit Bluetooth
Bei Hardware und Schnittstellen bietet Acer das typische Netbook-Programm: 1 GB Arbeitsspeicher, 160 GB große Festplatte, dreimal USB, VGA, Speicherkartenleser, Web-Kamera, zwei Audioanschlüsse sowie eine LAN-Buchse für den 10/100-MBit/s-Netzwerkchip. Kabellos verbinden kann man sich per 11g-WLAN mit 54 MBit/s sowie Bluetooth. WLAN lässt sich über einen Schiebeschalter an der Gehäusefront aktivieren, Bluetooth über eine Shortcut-Taste über der Tastatur.

Display: Hell, farbenfroh und spiegelnd
Das 10,1 Zoll große Display des Aspire One D150 mit einer Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten strahlt durchschnittlich mit 190 cd/m2. Das ist sehr hell - aber nicht hell genug, um unter freiem Himmel die Reflexionen des spiegelnden Displays zu überstrahlen. In Innenräumen stören die Reflexionen dagegen nur bei dunklem Bildschirmhintergrund. Nicht ganz ergonomisch ist in dieser Hinsicht der glänzende Display-Rahmen.

Farben stellte das Netbook-Display recht kräftig dar, neigte allerdings zu einem leichten Rotstich. Hauttöne gelangen ihm ordentlich. Der Kontrast fiel dagegen mit schwachen 100:1 deutlich ab.

Tastatur: Ausreichend groß, aber mit kleinen Fehlern
Das Gehäuse des Aspire One D150 ist wie bei vielen anderen 10-Zoll-Netbooks rund 26 Zentimeter breit: Doch Acer nutzt sie für die Tastatur nicht ganz aus. Daher liegen die Tasten in einem 17-Millimeter-Raster. Bei anderen Netbooks sind sie mit 17,5 Millimetern etwas breiter. Allerdings sind beim D150 nur vier Satzzeichen-Tasten verkleinert: Durch das Standard-Layout trifft man daher auch beim schnellen Tippen die richtigen Tasten. Weniger überzeugt waren unsere Tastatur-Tester vom Schreibgefühl: Die Tastatur bot links einen merklich schwächeren Anschlag als rechts und war beim Tippen relativ laut.

Touchpad: Iphone-Feeling durch Multitouch
Beim Touchpad des Aspire One D150 nutzt Acer im Gegensatz zu seinen 8,9-Zoll-Netbooks das Standard-Design: Die Maustasten liegen unter, nicht neben dem Touch-Feld. Eigentlich besitzt das Aspire One D150 nur eine Maustaste, die in der Mitte fixiert ist. Der Nachteil: Nur ganz außen links und rechts spürt man einen deutlichen Druckwiderstand. Das Touchpad unterstützt außerdem Multitouch-Gesten: Mit zwei Fingern lassen sich beispielsweise Bilder vergrößern oder verkleinern. Das hört sich nach Apple Iphone an - aber nur ein bisschen. Denn in der Praxis ist das Touchpad zu klein, um die Multitouch-Bedienung sinnvoll nutzen zu können.
Fazit
Der neue Atom-Prozessor N280 bringt in der Praxis nicht viel. Doch insgesamt überzeugt das Aspire One D150 durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine lange Akkulaufzeit. Nur Kleinigkeiten muss man bekritteln - etwa das sehr helle, aber spiegelnde Display, die leicht federnde Tastatur oder die nur 12 Monate lange Garantie.
Alternativen: Bei Akkulaufzeit sowie Display- und Tastaturqualität liegt das Samsung NC10 leicht vorne - es ist aber etwas teurer als das Acer-Netbook.
Varianten:
Schwarz: mit Bluetooth (Modell: LU.S570B.065), ohne Bluetooth, mit 3-Zellen-Akku (Modell: LU.S570B.268)
Rot: mit Bluetooth (Modell: LU.S560B.051), ohne Bluetooth, mit 3-Zellen-Akku (Modell: LU.S560B.1)
Blau: mit Bluetooth (Modell: LU.S620B.097), ohne Bluetooth, mit 3-Zellen-Akku (Modell: LU.S620B.179)
Weiß: mit Bluetooth (Modell: LU.S550B.061), ohne Bluetooth, mit 3-Zellen-Akku (Modell: LU.S550B.222)
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