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Farblaserdrucker im großen Vergleichs-Test

01.06.2016 | 08:21 Uhr |

Test: Farblaserdrucker sind kompakt und günstig geworden. PC-WELT prüft Einstiegsmodelle für das Heimbüro und kleine Unternehmen.

Das Vorurteil, dass Farblaserdrucker für den Schreibtisch zu groß sind, stimmt nicht mehr. Denn die Hersteller haben es inzwischen geschafft, die Vierfarbdruckwerke so kompakt zu bauen, dass sich die Drucker durchaus zu Hause aufstellen lassen. Sie sind ideal, wenn neben einem hohen Seitenausstoß an Schwarzweiß-Textdruck auch gelegentlich mal Farbiges aufs Papier kommen soll. Erschwinglich sind die Farblaserdrucker auch geworden. Doch der Anschaffungspreis ist nicht allein entscheidend. Vielmehr klärt der Test, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten und welche Folgekosten jeweils auf Sie zukommen.

Geschwindigkeit: Auf die Drucktechnik kommt es an

Wer sich einen Laserdrucker anschafft, will seine Ausdrucke schnell in Händen halten. Beim Schwarzweiß-Druck sind die Farbgeräte so fix wie ihre Schwarzweiß-Kollegen. Dabei arbeiten manche wie der Canon I-Sensys LBP7018C mit Multi-Pass-Drucktechnik. Allerdings setzen die meisten Testkandidaten auf das Single-Pass-Verfahren. Beim aufwendigeren Farbdruck kommt es neben der Drucktechnik aber vor allem darauf an, wie schnell der Drucker die Daten aufbereitet. So genannte GDI (Graphics Device Interface)-Geräte nutzen dazu den angeschlossenen Computer. Als aktuelles Beispiel dient der Brother HL-3142CW. Schon länger im Test sind der Canon I-Sensys LBP7018C und der Ricoh Aficio SP C240DN.

Alternativ verarbeiten Farblaserdrucker die Daten mit Hilfe der Druckersprachen PCL (Printer Command Language) oder PS (Postscript). Im Testfeld sind das die Modelle Lexmark CS310dn, Oki C321dn und Xerox Phaser 6600V/DN. Der Xerox Phaser 6022V/NI setzt auf PCL, hat aber PS-Schriften im Drucker hinterlegt. Beim HP Laserjet Pro M252dw wird ab Werk der PCL-Treiber mitgeliefert. PS 3 gibt es per Universal Print Driver (UPD), den Sie extra von der HP-Webseite herunterladen müssen. Der Samsung ProXpress C3010ND emuliert sowohl PCL als auch PS, nutzt aber gleichzeitig die Samsung-eigene Sprache SPL-C. Postscript geht bei Farbdokumenten in der Regel zu Lasten der Geschwindigkeit, erzeugt jedoch sehr harmonische Farben, wie der Test zeigt. 

Im Vergleich: Die besten Farblaser-Multifunktionsgeräte

Scharfe Buchstaben - selbst in der Nahaufnahme: HP Laserjet Pro M252dw
Vergrößern Scharfe Buchstaben - selbst in der Nahaufnahme: HP Laserjet Pro M252dw

Qualität bei Text und in Farbe

Die Stärke der Farblaserdrucker liegt in der Qualität des Textdrucks. Hier sind Unterschiede nur klar nachzuweisen, wenn man Hilfsmittel wie eine hoch auflösende Kamera nutzt. So lassen sich winzige Teilbereiche einer gedruckten Seite so stark vergrößern, dass Schwächen sichtbar werden. Im Test sind die Modelle Oki C321dn, Lexmark CS310dn und ganz aktuell der Samsung ProXpress C3010ND mit besonders scharf umrissenen Buchstaben aufgefallen. Fein zeichnen die Farblaser-Modelle Xerox Phaser 6600V/DN, 6022V/NI, HP Laserjet Pro M252dw sowie Brother HL-3142CW die Buchstaben aufs Papier.

Im Farbdruck produzieren die Testkandidaten oft etwas dunkle Farben. Das stört bei Ausdrucken von Präsentationen oder Internetseiten weniger. Fotos büßen dann aber leicht Details ein. Doch meist lassen sich die Farben in den Druckeinstellungen direkt im Treiber oder per Hilfsprogramm aufhellen. Bei manchen Geräten wie etwa dem Modell Oki C321dn war ab Werk im Treiber die "Farbverbesserung" aktiviert. Wurde sie abgeschaltet, waren die Ausdrucke deutlich dunkler.

Eine weitere Hürde sind größere Farbflächen. Hier produzieren manche Drucker wie etwa der Brother HL-3142CW Streifen oder kleine Flecken. Homogene Flächen gelangen dagegen den Druckern von Canon, HP, Lexmark, Samsung und Xerox. Mit hoher Farbtreue fallen im Test die Drucker von HP, Lexmark, Xerox und Ricoh auf.

Derzeitiger Testsieger: Samsung ProXpress C3010ND
Vergrößern Derzeitiger Testsieger: Samsung ProXpress C3010ND
© Samsung

Folgekosten: Farbseiten oft teurer als im Tintendruck

Hartnäckig hält sich die Meinung, Laserdrucker seien im Unterhalt viel günstiger als Tintenstrahlgeräte. Im Test bestätigt sich das nicht unbedingt, auch wenn sich den Reichweitenmessungen unterschiedliche ISO-Dokumente zugrunde liegen. Bei den untersuchten Farblaserdruckern kostet die Schwarzweiß-Seite zwischen 2,9 und 4,8 Cent. Das ist absolut vergleichbar mit den reinen Schwarzweiß-Laserdruckern. Eine Farbseite kommt auf 11,7 bis 19,2 Cent. Solche Preise können Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte nicht selten unterbieten. Einen Sprung macht Samsung beim ProXpress C3010ND. In den Drucker passen Nachkauf-Kartuschen mit Reichweiten von 8000 schwarzweißen und 5000 farbigen Seiten. Damit kommt er auf sehr günstige Seitenpreise - 1,4 Cent für das schwarzweiße und 7,6 Cent für das farbige Blatt - neue Spitzenwerte.

Die besten Tinten-Multifunktionsdrucker im Test

Bei Ersatz der Tonerkartuschen wird es immer teuer. Allerdings reicht gerade bei Farblaserdruckern weniger Farbdeckung oft aus. Mit der Einstellung „Tonersparmodus“ im Treiber lässt sich daher tatsächlich viel Geld sparen. Und das Beste: Alle Drucker des Testfelds bringen einen entsprechenden Modus mit.

Gute bis befriedigende Noten gibt es für den Stromverbrauch. Allerdings ziehen die Drucker Oki C321dn, Canon I-Sensys LBP7018C und Brother HL-3142CW auch ausgeschaltet noch Strom. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus hält jedoch genau dieses Brother-Modell gleichzeitig den Bestwert mit 0,6 Watt. Darunter kommt derzeit kein anderer Testkandidat. Schade ist, dass der Samsung ProXpress C3010ND nach Betätigen des Ausschalter noch 0,1 Watt zieht - ein sehr kleiner Wert, der dem Drucker jedoch wichtige Punkte in der Verbrauchswertung kostet.

Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Canon I-Sensys LBP7018C
Vergrößern Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Canon I-Sensys LBP7018C

Betriebsgeräusch: Keine Leisetreter

Wenn der Farblaserdrucker auf dem Schreibtisch steht, sollte er möglichst leise arbeiten. Ganz vermeiden lässt sich das mechanische Geräusch im Betrieb jedoch nicht. Deshalb kommt es darauf an, wie schnell ein Farblaser vom Betriebsmodus in den Ruhemodus umschaltet. HP gelingt das beim Laserjet Pro M252dw vorbildlich: Der aktuelle Farblaser schaltet kurz nach der Fertigstellung des Druckjobs auf fast lautlosen Zustand. Das ist angenehm. Als größter Lärmmacher erweist sich derzeit der Ricoh Aficio SP C240DN: Er ist im Betrieb laut und auch im Ruhemodus bleibt ein Brummen hörbar.

Fazit: Farblaser sind alltagstauglich, aber keine Fotospezialisten

Die getesteten Farblaser sind fit für den Druckalltag. Bei Texten gibt es wenig zu kritisieren. Der Farbdruck ist solide, solange es sich nicht um Fotos handelt. Hier liefern Tintenstrahldrucker weiterhin eine bessere Qualität. Farblaser können zudem nicht randlos drucken oder mit Fotopapieren umgehen. Allerdings altert Toner nicht. Das ist von Vorteil, wenn Sie unregelmäßig drucken. Denn die Druckqualität bleibt konstant.

Im Trend sind derzeit Farblaserdrucker mit WLAN und Wi-Fi Direct wie die Geräte Xerox Phaser 6022V/NI und HP Laserjet Pro M252dw zeigen. Allerdings verkörpern sie auch, wie unterschiedlich die Drucker immer noch auf den Mobildruck vom Smartphone oder Tablet vorbereitet sind. Während das Xerox-Modell durchweg etwas zu umständlich mit dem Thema umgeht, bietet der HP-Drucker gute Lösungen für den Mobildruck. Der Brother HL-3142CW verzichtet sogar komplett auf die LAN-Schnittstelle und setzt stattdessen auf WLAN.

Testsieger: Samsung ProXpress C3010ND
Vergrößern Testsieger: Samsung ProXpress C3010ND
© Samsung

Testsieger: Mit neuem Druckwerk liefert der Samsung ProXpress C3010ND eine überzeugende Leistung bei Qualität und Geschwindigkeit ab. Gleichzeitig kommt der Farblaserdrucker dank hoher Reichweiten bei den Nachkaufkartuschen auf sehr niedrige Seitenkosten. Ein Gerät fürs Büroumfeld, das den Durchsatz mehrerer Anwender ohne Probleme erledigt.

Ausführlicher Testbericht: Samsung ProXpress C3010ND

Der beste Preis: Samsung ProXpress C3010ND

Preis-Leistungs-Sieger - Canon I-Sensys LBP7018C
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© Canon

Preis-Leistungs-Sieger: Canon I-Sensys LBP7018C : Das recht betagte Canon-Farblasermodell eignet sich für Anwender, die einen Drucker suchen, der sich ohne Aufwand auf dem Schreibtisch unterbringen lässt. Allerdings sollten nur gelegentlich drucken, denn für hohen Durchsatz sind die Seitenkosten zu hoch - sowohl für schwarzweiße als auch für farbige Ausdrucke.

Ausführlicher Testbericht: Canon I-Sensys LBP7018C

Der beste Preis: Canon I-Sensys LBP7018C

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