Test Farblaserdrucker

Farblaserdrucker im Vergleichstest

07.05.2015 | 16:10 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Farblaserdrucker sind kompakt und günstig geworden. PC-WELT testet Einstiegsmodelle für das Heimbüro und kleine Unternehmen.

Das Vorurteil, dass Farblaserdrucker für den Schreibtisch zu groß sind, stimmt nicht mehr. Denn die Hersteller haben es inzwischen geschafft, die Vierfarbdruckwerke so kompakt zu bauen, dass sich die Drucker durchaus zu Hause aufstellen lassen. Sie sind ideal, wenn neben einem hohen Seitenausstoß an Schwarzweiß-Textdruck auch gelegentlich mal Farbiges aufs Papier kommen soll. Erschwinglich sind die Farblaserdrucker auch geworden. Doch der Anschaffungspreis ist nicht allein entscheidend. Vielmehr klärt der Test, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten und welche Folgekosten jeweils auf Sie zukommen.

Geschwindigkeit: Auf die Drucktechnik kommt es an

Wer sich einen Laserdrucker anschafft, will seine Ausdrucke schnell in Händen halten. Beim Schwarzweiß-Druck sind die Farbgeräte so fix wie ihre Schwarzweiß-Kollegen. Dabei arbeiten manche wie der Samsung CLP-365W mit Multi-Pass-Drucktechnik. Allerdings setzen die meisten Testkandidaten auf das Single-Pass-Verfahren. Beim aufwendigeren Farbdruck kommt es neben der Drucktechnik aber vor allem darauf an, wie schnell der Drucker die Daten aufbereitet. So genannte GDI (Graphics Device Interface)-Geräte nutzen dazu den angeschlossenen Computer. 

Alternativ verarbeiten Farblaserdrucker die Daten mit Hilfe der Druckersprachen PCL (Printer Command Language) oder PS (Postscript). Im Testfeld sind das die Modelle Lexmark CS310dn, Oki C321dn, Ricoh Aficio SP C240DN und Xerox Phaser 6600V/DN. Der Xerox Phaser 6022V/NI setzt auf PCL als Treiber, hat aber PS-Schriften im Drucker hinterlegt. Beim brandneuen HP Laserjet Pro M252dw wird ab Werk der PCL-Treiber mitgeliefert. PS 3 gibt es per Universal Print Driver (UPD), den Sie extra von der HP-Webseite herunterladen müssen. Postscript geht bei Farbdokumenten in der Regel zu Lasten der Geschwindigkeit, erzeugt jedoch sehr harmonische Farben, wie der Test zeigt. 

Im Vergleich: Die besten Farblaser-Multifunktionsgeräte

Scharfe Buchstaben - selbst in der Nahaufnahme: HP
Laserjet Pro M252dw
Vergrößern Scharfe Buchstaben - selbst in der Nahaufnahme: HP Laserjet Pro M252dw

Qualität bei Text und in Farbe

Die Stärke der Farblaserdrucker liegt in der Qualität des Textdrucks. Hier sind Unterschiede nur klar nachzuweisen, wenn man Hilfsmittel wie eine hoch auflösende Kamera nutzt. So lassen sich winzige Teilbereiche einer gedruckten Seite so stark vergrößern, dass Schwächen sichtbar werden. Im Test sind die Modelle Oki C321dn sowie Lexmark CS310dn mit besonders scharf umrissenen Buchstaben aufgefallen. Fein zeichnen die Farblaser-Modelle Xerox Phaser 6600V/DN, 6022V/NI sowie der HP Laserjet Pro M252dw die Buchstaben aufs Papier. Im Vergleich zum Vorgänger verbessert, zeigt sich der Samsung CLP365W.

Im Farbdruck produzieren die Testkandidaten oft zu dunkle Farben. Das stört bei Ausdrucken von Präsentationen oder Internetseiten weniger. Fotos büßen dann aber leicht Details ein. Doch meist lassen sich die Farben in den Druckeinstellungen direkt im Treiber oder per Hilfsprogramm aufhellen. Bei manchen Geräten wie etwa dem Modell von Oki war ab Werk im Treiber die "Farbverbesserung" aktiviert. Wurde die abgeschaltet, waren die Ausdrucke deutlich dunkler.

Eine weitere Hürde: Größere Farbflächen. Hier produzieren manche Drucker wie etwa der Oki C110 Streifen oder kleine Flecken. Homogene Flächen gelangen dagegen den Druckern von Canon, HP, Lexmark und Xerox. Mit hoher Farbtreue fallen im Test die Drucker von HP, Lexmark, Xerox, Ricoh und Samsung auf.

Derzeitiger Testsieger: Lexmark CS310dn
Vergrößern Derzeitiger Testsieger: Lexmark CS310dn
© Lexmark

Folgekosten: Farbseiten oft teurer als bei Tintendruck

Hartnäckig hält sich die Meinung, Laserdrucker seien im Unterhalt viel günstiger als Tintenstrahlgeräte. Im Test bestätigt sich das nicht. Bei den untersuchten Farblaserdruckern kostet die Schwarzweiß-Seite zwischen 2,9 und 4,5 Cent. Das ist absolut vergleichbar mit den reinen Schwarzweiß-Laserdruckern. Eine Farbseite kommt auf 11,7 bis 19,9 Cent. Solche Preise können Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte nicht selten unterbieten.

Bei Ersatz der Tonerkartuschen wird es teuer. Allerdings reicht gerade bei Farblaserdruckern weniger Farbdeckung oft aus. Mit der Einstellung „Tonersparmodus“ im Treiber lässt sich daher tatsächlich viel Geld sparen. Und das Beste: Alle Drucker des Testfelds bringen einen entsprechenden Modus mit.

Gute bis befriedigende Noten gibt es für den Stromverbrauch. Allerdings ziehen die Drucker Oki C321dn und Samsung CLP-365W auch ausgeschaltet noch Strom. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus hält der Oki-Farblaserdrucker den Bestwert: Unter die gemessenen 1,1 Watt kommt kein anderes Testgerät.

Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Canon I-Sensys
LBP7018C
Vergrößern Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Canon I-Sensys LBP7018C

Betriebsgeräusch: Keine Leisetreter

Wenn der Farblaserdrucker auf dem Schreibtisch stehen muss, sollte er möglichst leise arbeiten. Die geräuschärmsten Drucker im Testfeld stammen von Samsung: Unter die gemessenen 7,4 Sone im Betrieb und 0,1 Sone im Ruhemodus des Modells CLP-365W kommt kein Drucker. HP allerding verbessert sich beim Laserjet Pro M252dw sichtlich: Der aktuelle Farblaser schaltet kurz nach der Fertigstellung des Druckjobs auf 0,1 Sone. Das ist angenehm. Als größter Lärmmacher erweist sich derzeit der Ricoh Aficio SP C240DN in der Messkammer: Er produziert im Betrieb 18 Sone, was schon störend sein kann. Im Leerlauf kommt er nicht unter 1,2 Sone -  das entspricht etwa einem Brummen.

Fazit: Farblaser sind alltagstauglich, aber keine Fotospezialisten

Die getesteten Farblaser sind fit für den Druckalltag. Bei Texten gibt es wenig zu kritisieren. Der Farbdruck ist solide, solange es sich nicht um Fotos handelt. Hier liefern Tintenstrahldrucker weiterhin eine bessere Qualität. Farblaser können zudem nicht randlos drucken oder mit Fotopapieren umgehen. Allerdings altert Toner nicht. Das ist von Vorteil, wenn Sie unregelmäßig drucken. Denn die Druckqualität bleibt konstant.

Im Trend sind derzeit Farblaserdrucker mit WLAN und Wi-Fi Direct wie die Geräte Xerox Phaser 6022V/NI und HP Laserjet Pro M252dw zeigen. Allerdings verkörpern sie auch, wie unterschiedlich die Drucker immer noch auf den Mobildruck vom Smartphone oder Tablet vorbereitet sind. Während das Xerox-Modell durchweg etwas zu umständlich mit dem Thema umgeht, bietet der HP-Drucker gute Lösungen für den Mobildruck. 

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Testsieger: Lexmark CS310dn : Der Farblaserdrucker kommt in Frage, wenn hochwertige Ausdrucke im Büro benötigt werden. Denn sowohl in Farbe als auch in Graustufen überzeugt die Druckqualität. Die Folgekosten sind jedoch nicht ganz billig, selbst wenn das herstellereigene Kartuschentauschprogramm in Anspruch genommen wird. Insgesamt eine runde Drucklösung, die auch die Ansprüche mehrerer Nutzer erfüllt.

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Preis-Leistungs-Sieger: Canon I-Sensys LBP7018C : Das recht betagte Canon-Farblasermodell eignet sich für Anwender, die einen Drucker suchen, der sich ohne Aufwand auf dem Schreibtisch unterbringen lässt. Allerdings sollten nur gelegentlich drucken, denn für hohen Durchsatz sind die Seitenkosten zu hoch - sowohl für schwarzweiße als auch für farbige Ausdrucke.

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Innovative Technik: Mit JetIntelligence stattet HP ab sofort seine Farblaserdrucker aus. Die Technik sorgt für kompakte Gerätemaße, geringeren Stromverbrauch und neue Toner, die mit niedrigeren Schmelzpunkten umgehen können. Als ersten Vertreter haben wir den HP Laserjet Pro M252dw getestet und festgestellt, dass die Technik tatsächlich ihre Vorteile bringt. Gleichzeitig kriegt der Drucker die Auszeichnung, weil er in Sachen Drucken vom Mobilgerät mit guten Lösungen aufwarten kann.

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