Farblaser im Vergleich: Die besten Drucker aus den Tests der PC-WELT.
Farblaserdrucker sind kompakt und günstig geworden. PC-WELT testet zehn aktuelle Einstiegsmodelle auf Tempo, Druckqualität, Folgekosten und Lärm.
Das Vorurteil, dass Farblaserdrucker für den Schreibtisch zu groß sind, stimmt nicht mehr. Denn die Hersteller haben es inzwischen geschafft, die Vierfarbdruckwerke so kompakt zu bauen, dass sich die Drucker durchaus zu Hause aufstellen lassen. Sie sind ideal, wenn neben einem hohen Seitenausstoß an Schwarzweiß-Textdruck auch gelegentlich mal Farbiges aufs Papier kommen soll. Erschwinglich sind die Farblaserdrucker auch geworden. Doch der Anschaffungspreis ist nicht allein entscheidend. Vielmehr klärt der Test, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten und welche Folgekosten jeweils auf Sie zukommen.
Geschwindigkeit: Auf die Drucktechnik kommt es an
Wer sich einen Laserdrucker anschafft, will seine Ausdrucke schnell in Händen halten. Beim Schwarzweiß-Druck sind die Farbgeräte so fix wie ihre Schwarzweiß-Kollegen. Texte geben der Oki C110 und der Epson Aculaser C1600 mit am schnellsten aus. Dass diese Geräte ähnlich abschneiden, ist kein Wunder. Denn in den Gehäusen stecken baugleiche Druckwerke von Konica Minolta. Sie arbeiten wie der der Samsung CLP-365W mit Multi-Pass-Drucktechnik. Die übrigen Testkandidaten setzen auf das Single-Pass-Verfahren. Beim aufwendigeren Farbdruck kommt es neben der Drucktechnik aber vor allem darauf an, wie schnell der Drucker die Daten aufbereitet. So genannte GDI (Graphics Device Interface)-Geräte nutzen dazu den angeschlossenen Computer.
Alternativ verarbeiten Farblaserdrucker die Daten mit Hilfe der Druckersprachen PCL (Printer Command Language) oder PS (Postscript). Im Testfeld sind das die Modelle Brother HL-3070CW, Lexmark CS310dn und Oki C321dn. Postscript geht bei Farbdokumenten zu Lasten der Geschwindigkeit, wie der Test zeigt.
Qualität bei Text und in Farbe
Die Stärke der Farblaserdrucker liegt in der Qualität des Textdrucks. Hier sind Unterschiede nur klar nachzuweisen, wenn man Hilfsmittel wie eine hoch auflösende Kamera nutzt. So lassen sich winzige Teilbereiche einer gedruckten Seite so stark vergrößern, dass Schwächen sichtbar werden. Im Test sind die Modelle Oki C321dn sowie Lexmark CS310dn mit besonders scharf umrissenen Buchstaben aufgefallen. Im Vergleich zum Vorgänger verbessert, zeigt sich der Samsung CLP365W. Dagegen platziert etwa der Drucker Oki C110 um die Buchstaben Tonerspritzer.
Im Farbdruck produzieren die Testkandidaten oft zu dunkle Farben. Das stört bei Ausdrucken von Präsentationen oder Internetseiten weniger. Fotos büßen dann aber leicht Details ein. Doch meist lassen sich die Farben in den Druckeinstellungen direkt im Treiber oder per Hilfsprogramm aufhellen. Bei den Geräten von Oki und Epson war ab Werk in den Treibern die "Farbverbesserung" aktiviert. Wurde die abgeschaltet, waren die Ausdrucke deutlich dunkler.
Eine weitere Hürde: Größere Farbflächen. Die Geräte Epson Aculaser C1600 und Oki C110 produzieren hier im Test Streifen oder kleine Flecken. Homogene Flächen gelangen dagegen den Druckern von Canon und HP. Letztere Farblaser erreichten zudem gute Ergebnisse in der Farbtreue. Hier überzeugen auch der Lexmark CS310dn und der Samsung CLP-365W.
Folgekosten: Farbseiten oft teurer als bei Tintendruck
Hartnäckig hält sich die Meinung, Laserdrucker seien im Unterhalt viel günstiger als Tintenstrahlgeräte. Im Test bestätigt sich das nicht. Bei den untersuchten Farblaserdruckern kostet die Schwarzweiß-Seite zwischen 3,0 und 4,5 Cent. Das ist absolut vergleichbar mit den reinen Schwarzweiß-Laserdruckern. Eine Farbseite kommt auf 11,7 bis 19,9 Cent. Solche Preise können Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte nicht selten unterbieten.
Bei Ersatz der Tonerkartuschen wird es teuer. Allerdings reicht gerade bei Farblaserdruckern weniger Farbdeckung oft aus. Mit der Einstellung „Tonersparmodus“ im Treiber lässt sich daher tatsächlich viel Geld sparen. Doch nicht jedes Gerät im Testfeld bringt diese Einstellung mit. HP etwa verzichtet beim Laserjet Pro CP1525nw darauf.
Gute bis befriedigende Noten gibt es für den Stromverbrauch. Allerdings ziehen die Drucker Oki C321dn und Samsung CLP-365W auch ausgeschaltet noch Strom. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzt der Oki-Farblaserdrucker dagegen den Bestwert: Unter den gemessenen 1,1 Watt bleibt kein anderes Testgerät.
Betriebsgeräusch: Keine Leisetreter
Wenn der Farblaserdrucker auf dem Schreibtisch stehen muss, sollte er möglichst leise arbeiten. Die geräuschärmsten Drucker im Testfeld stammen von Samsung: Unter die gemessenen 7,4 Sone im Betrieb und 0,1 Sone im Ruhemodus des Modells CLP-365W kommt kein Drucker. Als größter Lärmmacher erweist sich der Oki C110 in der Messkammer: Er produziert im Betrieb 21 Sone, was sehr laut ist. Auch im Leerlauf kommt er mit einem vernehmbaren Brummen nicht unter 2,0 Sone. Wie dämmend sich schon eine kleine Abdeckung der Papierzufuhr auswirkt, zeigt sich am Epson-Drucker im Testfeld. Eigentlich baugleich mit dem Oki-Gerät, senkt das kleine Bauteil das Betriebsgeräusch auf 14 Sone - eine merkliche Verbesserung.
Fazit: Farblaser sind alltagstauglich, aber keine Fotospezialisten
Die getesteten Farblaser sind fit für den Druckalltag. Bei Texten gibt es wenig zu kritisieren. Der Farbdruck ist solide, solange es sich nicht um Fotos handelt. Hier liefern Tintenstrahldrucker weiterhin eine bessere Qualität. Farblaser können zudem nicht randlos drucken oder mit Fotopapieren umgehen. Allerdings altert Toner nicht. Das ist von Vorteil, wenn Sie unregelmäßig drucken. Denn die Druckqualität bleibt konstant.
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16.01.12
Es ist nicht richtig, wie im Test beschrieben, dass es sich hier um einen leisen Laserdrucker handelt. Ich habe diesen Drucker nun seit ca. 1,5 Jahren.
War er anfangs noch hinnehmbar leise, so ist er inzwischen zu einem sogar sehr extrem lauten Gerät mutiert, dass ich vor dessen Benutzung alle Türen schließen muss und heilfroh bin, wenn der Druckvorgang endlich zu Ende ist. Es liegt offenbar daran, dass die Kunststofflager der beweglichen Teile nicht ab Werk mit z. B. einer Silikonpaste behandelt werden, durch Gebrauch aufrauhen und lautstark vibrieren. Deshalb habe ich das Gerät am 23.12.2011 in Reparatur geben müssen und darf es nun morgen, am 16.01.2012 wieder für 138,- Reparaturkosten zurück holen. Die Reparatur dauerte deshalb so lange, weil nun erst die Ersatzteile geliefert wurden.
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19.07.12
Hallo, mit Interesse habe ich Ihren Vergleichstest über Laserdrucker gelesen.
Verwundert hat mich, das "mein" Laserdrucker, ein [B]Samsung CLP 315[/B] nicht auftaucht. Auch nicht als aktuell zu habendes NAchfolgemodell Samsung CLP 320. Zu einem Marktpreis von ca. 100 Euro sollte das Gerät doch in einem Test-Update auftauchen...Ansonsten fühle ich mich als Verbraucher unzureichend informiert.
siehe http://www.amazon.de/product-reviews/B001ARJH9C/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=samsung+clp+320&x=0&y=0
Aus meiner Sicht ein leiser und kompakter Farblaserdrucker mit akzeptablen Folgekosten und guten Druckergebnissen.
Frank C.
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24.07.12
Selbstverständlich hatten wir auch das Samsung-Farblasdruckermodell CLP-325 im Test. Es hat sich nur nicht unter den ersten zehn Geräten platziert, deshalb finden Sie es in diesem Vergleichstest nicht. Momentan steht es auf Platz 13.
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