Farblaser im Vergleich: Die besten Drucker aus den Tests der PC-WELT.
Farblaserdrucker sind kompakt und günstig geworden. PC WELT testete zehn aktuelle Einstiegsmodelle auf Tempo, Druckqualität, Folgekosten und Lärm.
Das Vorurteil, dass Farblaserdrucker für den Schreibtisch zu groß sind, stimmt nicht mehr. Denn die Hersteller haben es inzwischen geschafft, die Vierfarbdruckwerke so kompakt zu bauen, dass sich die Drucker durchaus zu Hause aufstellen lassen. Sie sind ideal, wenn neben einem hohen Seitenausstoß an Schwarzweiß-Textdruck auch gelegentlich mal Farbiges aufs Papier kommen soll. Erschwinglich sind die Farblaserdrucker auch geworden. Doch der Anschaffungspreis ist nicht allein entscheidend. Vielmehr klärt der Test, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten und welche Folgekosten jeweils auf Sie zukommen.
Geschwindigkeit: Auf die Drucktechnik kommt es an
Wer sich einen Laserdrucker anschafft, will seine Ausdrucke schnell in Händen halten. Beim Schwarzweiß-Druck sind die Farbgeräte so fix wie ihre Schwarzweiß-Kollegen. Texte geben der Oki C110 und der Epson Aculaser C1600 mit am schnellsten aus. Dass diese Geräte ähnlich abschneiden, ist kein Wunder. Denn in den Gehäusen stecken baugleiche Druckwerke von Konica Minolta. Sie arbeiten wie der HP Laserjet Pro CP1025nw und der Canon I-Sensys LBP7018C mit Multi-Pass-Drucktechnik. Die übrigen Testkandidaten setzen auf das Single-Pass-Verfahren. Beim aufwendigeren Farbdruck kommt es neben der Drucktechnik aber vor allem darauf an, wie schnell der Drucker die Daten aufbereitet. So genannte GDI (Graphics Device Interface)-Geräte nutzen dazu den angeschlossenen Computer.
Alternativ verarbeiten Farblaserdrucker die Daten mit Hilfe der Druckersprachen PCL (Printer Command Language) oder PS (Postscript). Das geht insbesondere bei PS-Druckern und Farbdokumenten schon einmal zu Lasten der Geschwindigkeit, wie der Test zeigt.
Qualität bei Text und in Farbe
Die Stärke der Farblaserdrucker liegt in der Qualität des Textdrucks. Hier sind Unterschiede nur klar nachzuweisen, wenn man Hilfsmittel wie eine hoch auflösende Kamera nutzt. So lassen sich winzige Teilbereiche einer gedruckten Seite so stark vergrößern, dass Schwächen sichtbar werden. Im Test ist der HP Laserjet Pro CP1525nw dank scharfer Buchstaben aufgefallen. Dagegen platziert etwa der Drucker Oki C110 um die Buchstaben Tonerspritzer.
Im Farbdruck produzieren die Testkandidaten oft zu dunkle Farben. Das stört bei Ausdrucken von Präsentationen oder Internetseiten weniger. Fotos büßen dann aber leicht Details ein. Doch meist lassen sich die Farben in den Druckeinstellungen direkt im Treiber oder per Hilfsprogramm aufhellen. Bei den Geräten von Oki und Epson war ab Werk in den Treibern die "Farbverbesserung" aktiviert. Wurde die abgeschaltet, waren die Ausdrucke deutlich dunkler.
Eine weitere Hürde: Größere Farbflächen. Die Geräte Epson Aculaser C1600 und Oki C110 produzieren hier im Test Streifen oder kleine Flecken. Homogene Flächen gelangen dagegen den Druckern von Canon und HP. Letztere Farblaser erreichten zudem gute Ergebnisse in der Farbtreue. In dieser Disziplin überzeugt auch der Ricoh Aficio SP C240DN.
Folgekosten: Farbseiten oft teurer als bei Tintendruck
Hartnäckig hält sich die Meinung, Laserdrucker seien im Unterhalt viel günstiger als Tintenstrahlgeräte. Im Test bestätigt sich das nicht. Bei den untersuchten Farblaserdruckern kostet die Schwarzweiß-Seite zwischen 3,0 und 5,2 Cent. Das ist absolut vergleichbar mit den reinen Schwarzweiß-Laserdruckern. Eine Farbseite kommt auf 11,7 bis 19,2 Cent. Solche Preise können Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte nicht selten unterbieten.
Bei Ersatz der Tonerkartuschen wird es teuer. Allerdings reicht gerade bei Farblaserdruckern weniger Farbdeckung oft aus. Mit der Einstellung „Tonersparmodus“ im Treiber lässt sich daher tatsächlich viel Geld sparen. Doch nicht jedes Gerät im Testfeld bringt diese Einstellung mit. HP etwa verzichtet beim Laserjet Pro CP1025nw darauf.
Gute bis befriedigende Noten gibt es für den Stromverbrauch. Allerdings ziehen die Drucker HP Laserjet Pro CP1025nw und Canon I-Sensys LBP7018C auch ausgeschaltet noch Strom. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzt der Canon-Farblaserdrucker dagegen den Bestwert: Unter den gemessenen 1,0 Watt bleibt kein anderes Testgerät.
Betriebsgeräusch: Keine Leisetreter
Wenn der Farblaserdrucker auf dem Schreibtisch stehen muss, sollte er möglichst leise arbeiten. Die geräuschärmsten Drucker im Testfeld stammen von HP: Unter die gemessenen 10 Sone im Betrieb und 0,1 Sone im Ruhemodus der Modelle Color Laserjet CP1215 und Laserjet Pro CP1525nw kommt kein Drucker. Als größter Lärmmacher erweist sich der Oki C110 in der Messkammer: Er produziert im Betrieb 21 Sone, was sehr laut ist. Auch im Leerlauf kommt er mit einem vernehmbaren Brummen nicht unter 2,0 Sone. Wie dämmend sich schon eine kleine Abdeckung der Papierzufuhr auswirkt, zeigt sich am Epson-Drucker im Testfeld. Eigentlich baugleich mit dem Oki-Gerät, senkt das kleine Bauteil das Betriebsgeräusch auf 14 Sone - eine merkliche Verbesserung.
Fazit: Farblaser sind alltagstauglich, aber keine Fotospezialisten
Die getesteten Farblaser sind fit für den Druckalltag. Bei Texten gibt es wenig zu kritisieren. Der Farbdruck ist solide, solange es sich nicht um Fotos handelt. Hier liefern Tintenstrahldrucker weiterhin eine bessere Qualität. Farblaser können zudem nicht randlos drucken oder mit Fotopapieren umgehen. Allerdings altert Toner nicht. Das ist von Vorteil, wenn Sie unregelmäßig drucken. Denn die Druckqualität bleibt konstant.
HP Laserjet Pro CP1025nw
Platz 10: HP Laserjet Pro CP1025nw
Als kompakter Farblaser ist der HP Laserjet Pro CP1025nw zu empfehlen. Für einen Durchsatzdrucker ist er jedoch zu langsam und zu teuer in den Seitenpreisen.
Ausführlicher Testbericht: HP Laserjet Pro CP1025nw
HP Laserjet Pro CP1025nw
Platz 10: HP Laserjet Pro CP1025nw
Als kompakter Farblaser ist der HP Laserjet Pro CP1025nw zu empfehlen. Für einen Durchsatzdrucker ist er jedoch zu langsam und zu teuer in den Seitenpreisen.
Ausführlicher Testbericht: HP Laserjet Pro CP1025nw
Canon I-Sensys LBP7018C
Platz 9: Canon I-Sensys LBP7018C
Das Canon-Farblasermodell eignet sich für Anwender, die einen Drucker suchen, der sich ohne Aufwand auf dem Schreibtisch unterbringen lässt. Allerdings sollten nur gelegentlich drucken, denn für hohen Durchsatz sind die Seitenkosten zu hoch - sowohl für schwarzweiße als auch für farbige Ausdrucke.
HP Laserjet Pro CP1525nw
Platz 8: HP Laserjet Pro CP1525nw
Ein Farblaserdrucker mit runder Ausgabequalität und ordentlicher Ausstattung. Etwas umständlich war das Nachladen von Funktionen wie ePrint oder PS 3. Außerdem sollte der Hersteller das Arbeitstempo verbessern. In der gegenwärtigen Form ist der Farblaser selbst fürs kleine Büro zu langsam.
Epson Aculaser C1600
Platz 7: Epson Aculaser C1600
Der Farblaserdrucker eignet sich für den heimischen Arbeitsplatz. Für den Epson Aculaser C1600 sprechen die kompakten Maße und die Ergebnisse in den Qualitäts- und Tempotests sowie der moderate Umgang mit Energie. Gegen den Farblaser sprechen die Toner-Folgekosten.
Canon I-Sensys LBP5050N
Platz 6: Canon I-Sensys LBP5050N
Der Farblaserdrucker überzeugt in der Ausgabequalität. Aufgrund der kompakten Bauweise bietet sich der Canon I-Sensys LBP5050n für den Einzelplatz an. Für mehrere Anwender ist er aber zu langsam und zu teuer im Unterhalt.
Oki C110
Platz 5: Oki C110
Der größte Vorteil des Farblaserdruckers Oki C110 liegt in seinen kompakten Maßen. Für den heimischen Arbeitsplatz mag auch die reine Windows-Unterstützung des GDI-Druckers ausreichen. Zu bedenken sind allerdings die hohen Seitenkosten des Einstiegsdruckers.
Xerox Phaser 6010V/N
Platz 4: Xerox Phaser 6010V/N
Die LED-Technik macht den Farblaserdrucker Xerox Phaser 6010V/N schmal - das ist ideal fürs Heimbüro. Auch der genügsame Strombedarf ist zu loben. Allerdings fallen die Seitenpreise hoch aus.
Brother HL-3070CW
Platz 3: Brother HL-3070CW
Für einen Farblaserdrucker, der in kleinen Arbeitsgruppen Dienst tun soll, sind die Seitenkosten des Brother HL-3070CW hoch. Die Leistungswerte fielen dagegen ordentlich aus.
Ricoh Aficio SP C240DN
Platz 2: Ricoh Aficio SP C240DN
Dass der Drucker auf Durchsatz im kleinen Büro ausgelegt ist, zeigt er anhand der guten Ausdrucksqualität von Texten und Grafiken. Dabei helfen die Seitenpreise zusammen mit der automatischen Duplex-Einheit, die Folgekosten in überschaubaren Grenzen zu halten.
Dell 1350cnw
Platz 1: Dell 1350cnw
Mit dem Dell 1350cnw erhält man einen leistungsgerechten Farblaserdrucker, der sich sowohl im heimischen Büro als auch am Einzelplatz einsetzen lässt. In beiden Fällen sind die vielen Schnittstellen - inklusive WLAN - nicht verkehrt.
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16.01.12
Es ist nicht richtig, wie im Test beschrieben, dass es sich hier um einen leisen Laserdrucker handelt. Ich habe diesen Drucker nun seit ca. 1,5 Jahren.
War er anfangs noch hinnehmbar leise, so ist er inzwischen zu einem sogar sehr extrem lauten Gerät mutiert, dass ich vor dessen Benutzung alle Türen schließen muss und heilfroh bin, wenn der Druckvorgang endlich zu Ende ist. Es liegt offenbar daran, dass die Kunststofflager der beweglichen Teile nicht ab Werk mit z. B. einer Silikonpaste behandelt werden, durch Gebrauch aufrauhen und lautstark vibrieren. Deshalb habe ich das Gerät am 23.12.2011 in Reparatur geben müssen und darf es nun morgen, am 16.01.2012 wieder für 138,- Reparaturkosten zurück holen. Die Reparatur dauerte deshalb so lange, weil nun erst die Ersatzteile geliefert wurden.
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