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Test: Die besten Notebooks unter 400 Euro

23.03.2016 | 14:34 Uhr |

Viel Leistung für wenig Geld versprechen Notebooks unter 400 Euro: Wir lassen die günstigten Bestseller gegeneinander antreten und krönen den Schnäppchen-König.

Notebooks unter 400 Euro gehören zu den Bestsellern bei Laptops. Denn sie sind für die meisten Alltags-Aufgaben schnell genug: Surfen, Texte und Tabellen sowie Internet-Videos bereiten ihnen keine Probleme. Auch die Ausstattung reicht aus: Die Festplatte fasst zwischen 500 GB und 1 TB, ein DVD-Brenner ist meistens mit an Bord sowie die wichtigsten Schnittstellen, etwa USB 3.0 für schnelle Peripheriegeräte und HDMI zum Anschluss eines externen Monitors.

Im großen Vergleichstest von Notebooks unter 400 Euro prüfen wir, bei welchem Laptop Ihr Geld am besten angelegt ist und wo Sie trotz des günstigsten Preises die wenigsten Kompromisse machen müssen. Eine schnelle Übersicht über unsere Bestseller-Notebooks bietet die folgende Bildgalerie - inklusive Link zum besten Preis und dem ausführlichen Einzel-Test.

Selbst in dieser günstigen Preisklasse haben Sie die Auswahl zwischen vielen Größen und Einsatzzwecken: Es gibt Allrounder mit 15-Zoll-Display, die sich als PC-Ersatz für den Schreibtisch eignen, etwa das Acer Aspire E15 , das Asus F554LA oder das Lenovo Ideapad 100 . Aber auch Hybrid-Geräte mit Touchscreen, die Notebook und Tablet verbinden, bekommen Sie zu diesem Preis: Das Convertible Lenovo Yoga 300 lässt sich durch 360-Grad-Scharniere zum Tablet zusammenklappen. Beim Acer One 10 können Sie den Bildschirm von der Tastatur lösen und das 10-Zoll-Display als Tablet nutzen.
Und dank Microsoft bekommen Sie auf jeden Fall ein aktuelles Betriebssystem: Denn selbst wenn einige Bestseller noch mit Windows 8.1 verkauft werden, können Sie kostenlos auf Windows 10 upgraden.

Geschwindigkeit

Die beste Rechenleistung im Testfeld bieten die beiden Notebooks mit Core i3: Das Acer Aspire E15 hat einen Core i3-5005U aus der Broadwell-Generation. Das Asus F554LA mit einem Core i3-4005U aus der noch älteren Haswell-Generation ist aber kaum langsamer. Notebooks mit aktuellen Skylake-Prozessoren finden sich nicht im Testfeld. Allerdings liegt das Tempoplus von Generation zu Generation meist unter 20 Prozent und bringt daher keinen merklichen Geschwindigkeitsschub.

Das Lenovo 300 ist ein Convertible, bei dem sich der Bildschirm um 360 Grad drehen lässt.
Vergrößern Das Lenovo 300 ist ein Convertible, bei dem sich der Bildschirm um 360 Grad drehen lässt.
© Amazon

Eine Tempostufe niedriger ordnen sich die beiden Lenovo-Notebooks Yoga 300 und Ideapad 100 ein: Ihr Celeron- beziehungsweise Pentium-Prozessor stammt aus der Bay-Trail-Familie, die eigentlich für Tablets entwickelt wurde. In den meisten Tests sind sie deshalb nur halb so schnell wie die Notebooks mit Core i3.

Noch langsamer rechnet der Atom Z3735F im Acer One 10. Außerdem verfügt das Detachable nur über 2 GB Arbeitsspeicher, was das Arbeiten mit mehreren Programmen sehr zäh gestaltet.

Richtig alltagstauglich ist nur das Tempo der beiden Notebooks mit Core i3: Damit merken Sie kaum einen Unterschied zu Laptops mit Core i5 oder Core i7 solange Sie nur Surfen oder einfache Office-Aufgaben erledigen. Wenn Sie häufig Bilder bearbeiten oder Video- und Musikformate umwandeln, sollten Sie auf mehr CPU-Leistung setzen, die Core i5 und Core i7 durch eine höhere Taktrate und die Turbo-Boost-Funktion garantieren.

Betriebssystem und Programme starten auf den meisten günstigen Notebooks eher gemächlich, weil sie mit einer Festplatte arbeiten. Im Acer One 10 sitzt zwar eine Flash-eMMC-Karte als Systemspeicher: Sie kann aber das System aufgrund des schwache Prozessors und des kleinen Arbeitsspeichers auch nicht beschleunigen.

Spieler werden mit keinem Notebook aus dieser Preisklasse glücklich: Alle verwenden lediglich die im Prozessor eingebaute Grafikeinheit, keine zusätzliche GPU von AMD oder Nvidia. Daher kommt selbst das Notebook mit der besten 3D-Leistung, das Acer Aspire E15, nur für ältere Spiele in Betracht, bei denen Sie dann häufig die Detaileinstellungen reduzieren müssen.

Ausstattung

Das Acer Aspire E15 und das Asus F554LA bieten die beste Ausstattung: Ihre Festplatte ist 1 Terabyte groß. Außerdem gibt es drei USB-Anschlüsse, darunter zwei mit USB 3.0. Das Yoga 300 hat ebenfalls drei USB-Buchsen, aber nur eine, die USB 3.0 überträgt.

Beim Acer One 10 lässt sich das Display flexibel in die Tastatur einsetzen: Zum Beispiel zum Filmeschauen
Vergrößern Beim Acer One 10 lässt sich das Display flexibel in die Tastatur einsetzen: Zum Beispiel zum Filmeschauen
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Bis auf das Acer One 10 sind alle Geräte mit Gigabit-LAN ausgestattet. Das ist vernünftig, denn das WLAN ist bei den meisten eher langsam: Es arbeitet mit dem älteren Standard 11n und nur über die überfüllte Frequenz 2,4 GHz. Das WLAN im Aspire E15 und im Yoga 300 arbeitet mit dem aktuellen 11ac-Standard, aber wie alle anderen Geräte nur mit einer Antenne. Trotzdem sind sie die beste Empfehlung, wenn Sie einen Dual-Band-Router zu Hause haben, weil sie die 5-GHz-Frequenz unterstützen.

Bildschirm

Bei den Displays haben die Notebooks der 400-Euro-Preisklasse das deutlichste Defizit gegenüber teureren Notebooks: Die Auflösung ist niedrig, die Bildqualität nur mäßig. Als Abspielgeräte für Filme und Fotos eignen sie sich daher nicht besonders.

Die Auflösung liegt bei maximal 1366 x 768 Bildpunkten. Die 15-Zoll-Notebooks haben daher eine niedrige Punktedichte von 100 ppi: Das Bild wirkt leicht verwaschen, weil bei Buchstaben Stufen zu erkennen sind und bei hochauflösenden Bildern Details verloren gehen. Bei den Geräten mit kleinerem Display, dem Yoga 300 mit 11,6 Zoll und dem Acer One 10 mit 10,1 Zoll, sieht es etwas besser aus, weil hier die Punktedichte höher liegt.

Die Helligkeit ist bei fast allen Testgeräten recht niedrig: Für drinnen reicht sie aus, aber nicht für draußen und hellere Umgebungen, weil der Bildschirm Reflexionen des Umgebungslichts nicht überstrahlen kann – auch nicht beim Acer Aspire E15, das eine entspiegelte Bildschirmoberfläche besitzt. Am besten schneidet noch das Acer One 10 ab mit recht hoher Helligkeit und ordentlichem Kontrast. Sein Bildschirm zeigt sich außerdem recht blickwinkelstabil.

Die anderen Geräte sind dagegen sehr blickwinkelabhängig: Sobald Sie sich aus der idealen Position herausbewegen und etwas von oben, von unten oder seitlich auf den Bildschirm schauen, verändern sich Helligkeit, Kontrast und Farbe. Deshalb sind sie kaum geeignet, um mit mehreren Leuten Filme oder Fotos zu betrachten – auch weil Farben matt, zu dunkel und nicht intensiv wirken. Beim Yoga 300 ist die Blickwinkelabhängigkeit besonders ärgerlich, weil sich deshalb der Tablet-Modus nicht sinnvoll nutzen lässt: Besonders, wenn Sie den Bildschirm im Hochformat halten, verblassen die Farben an den seitlichen Rändern sofort.

Akkulaufzeit

Für den mobilen Einsatz ist einzig das Acer One 10 geeignet: Es ist mit knapp 1,2 Kilogramm recht leicht und bietet eine Akkulaufzeit zwischen 6,5 und 7,5 Stunden. Die fällt bei allen anderen Notebooks mit vier bis 4,5 Stunden eher mäßig aus. Das Ideapad 100 schafft sogar nur 2,5 Stunden, weil Lenovo auf einen großen Akku verzichtet, damit das Notebook unter der Gewichtsmarke von zwei Kilogramm bleibt.

Planen Sie das Notebook aber vor allem als PC-Ersatz für den Schreibtisch und wollen Sie damit höchstens innerhalb der eigenen vier Wände mobil bleiben, kommen alle Geräte in Frage.

Tastatur

Als ständiges Arbeitsgerät eignen sich die meisten 400-Euro-Notebooks nicht: Die Tastatur ist meist lapprig, die Tasten haben einen niedrigen Hub und keinen deutlichen Druckpunkt. Am besten lassen sich Schreibarbeiten noch mit dem Acer Aspire E15 erledigen. Auch die Tastaturqualität des Lenovo Yoga 300 geht noch als ordentlich durch.

Ziemlich ungeeignet als Schreibmaschine ist das Acer One 10: Sobald Sie den Bildschirm etwas weiter öffnen, kippelt das 2in1-Gerät, weil der Displayteil schwerer ist als die Tastatur-Basis.

Ergonomie

Da die Notebooks auf leistungsstarke Komponenten verzichten, arbeiten sie alle recht leise. Das Acer One 10 und das Lenovo Yoga 300 sind sogar vollkommen lautlos. Selbst beim Acer Aspire E15 hören Sie den Lüfter nur selten und nie in störender Lautstärke.

Ebenso unkritisch ist die Wärmeentwicklung: Das Acer Aspire E15 heizt sich mit 47 Grad noch am stärksten auf – aber diese Temperatur ist ungefährlich, selbst wenn Sie das Notebook zum Arbeiten auf dem Schoß platzieren.

Bestseller-Notebook im Test: Fazit

Testsieger: Acer Aspire E15
Vergrößern Testsieger: Acer Aspire E15

Unsere Empfehlung unter den Bestsellern ist das Acer Aspire E15 : Es bietet für 400 Euro die höchste Rechenleistung und die beste Ausstattung. Auch die Tastatur überzeugt. Displayqualität und Akkulaufzeit sind mittelmäßig – aber das trifft auf die meisten Test-Notebooks zu. Das Asus F554LA ist eine etwas schickere und leichtere Alternative, kostet aber genauso viel trotz geringerer Rechenleistung und weniger Ausstattung.

Preis-Leistungs-Sieger: Acer One 10
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger: Acer One 10

Nur das Acer One 10 kann bei Display und Akkulaufzeit einigermaßen glänzen. Außerdem lässt es sich als Tablet nutzen. Deshalb bekommt es die Empfehlung als Preis-Leistungs-Sieger. Allerdings eignet es sich vor allem als Zweitgerät für unterwegs, weniger als Haupt-PC, denn seine Rechenleistung ist mager und aufgrund des unbalancierten Gehäuses lässt es sich nicht sehr bequem als Notebook verwenden.

Das Ideapad 100 ist zwar sehr günstig, liegt aber bei Rechenleistung und Akkulaufzeit deutlich hinter den anderen 15-Zoll-Notebooks zurück. Beim Yoga 300 vermiest das sehr blickwinkelabhängige Display den Spaß am Tablet-Modus, den das 360-Grad-Notebook als Extra bietet.

Die ausführlichen Einzel-Tests aller Schnäppchen-Notebooks finden Sie hier:

Acer Aspire E15 im Test

Acer One 10 im Test

Asus F554LA im Test

Lenovo Ideapad 100 im Test

Lenovo Yoga 300 im Test

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