Notebook-Festplatten im Test
Die besten 2,5-Zoll-Festplatten
Datenraten: Flink wie 3,5-Zoll-Festplatten
Die Transferleistung der aktuellen 2,5-Zoll-Generation hat enorme Fortschritte gemacht. Insbesondere Modelle, die ihre Datenscheiben mit bis zu 7200 Umdrehungen pro Minute rotieren lassen, erreichten im Test annähernd das Leistungsniveau der 3,5-Zoll-Klasse. So braucht eine flotte Notebook-Festplatte nur knapp eine Minute, um 1000 MP3-Dateien (5 GB) zu schreiben.
Betriebsgeräusch: Hohes Tempos hat seinen Preis
Eine Notebook-Festplatte sollte nicht nur schnell, sondern auch möglichst leise arbeiten. Die aktuellen Messergebnisse sprechen allerdings eine andere Sprache: Nur ein Drittel aller 2,5-Zoll-Festplatten im Test arbeitete unter Last wirklich leise. Enttäuschend war auch der viel zu hohe Geräuschpegel im Leerlauf: Ebenfalls ein Drittel des Testfeldes lärmte mit mindestens einem Sone viel zu laut vor sich hin.
Verbrauch & Hitzeentwicklung: Spürbar verbessert
Eine 2,5-Zoll-Festplatte mit niedriger Leistungsaufnahme verlängert die Akkulaufzeit Ihres Notebooks. Sie schont aber auch den Geldbeutel, wenn Ihr Wohnzimmer-PC oder Netzwerkspeicher rund um die Uhr eingeschaltet ist. Die gute Nachricht:
Testsieger:
Western Digital Scorpio Blue WD10JPVT
Preis-Leistungs-Sieger:
Samsung Spinpoint M8 1TB
Die Western Digital Scorpio Blue 640GB WD6400BPVT ist das personifizierte Mittelmaß. Gerade bei den Geschwindigkeits-Messungen zeigt das Scorpio-Blue-Modell kein einziges Mal eine herausragende Leistung. Eine positive Ausnahme bildet da nur die Ausstattung. Hier kann das Software-Angebot für die 2.5-Zoll-Festplatte punkten, das der Hersteller auf seiner Website zum Herunterladen anbietet. KO-Kriterium: Aufgrund des viel zu lauten Betriebsgeräusches ist die Western Digital Scorpio Blue 640GB WD6400BPVT nicht empfehlenswert für Notebooks.
Die Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10TPVT kommt im Test auf vernünftige Datenraten. Insbesonder die Leseleistung weiß zu gefallen. Zu den Schwachpunkten gehören die Umwelteigenschaften des Scorpio-Modells: Die Leistungsaufnahme des Terabyte-Laufwerks ist vergleichsweise hoch. Das gilt auch für das Betriebsgeräusch - für ein 2,5-Zoll-Laufwerk ist die WD10TPVT zu laut. Einen Wertungsabzug muss die Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10TPVT auch für die Bauhöhe von 12,5 Millimetern in Kauf nehmen, da die 2,5-Zoll-Festplatte nicht in jedes Notebook passt.
Die Western Digital Scorpio Blue 750GB WD7500BPVT ist das bisher langsamste 750-GB-Laufwerk im Test, insbesondere die Zugriffszeiten sind schnarchig. Für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit gedrosselter Drehgeschwindigkeit macht die Scorpio Blue 750GB auch viel zu viel Lärm. Positiv in Szene setzt sich die WD7500BPVT durch die niedrige Leistungsaufnahme und Betriebstemperatur unter Last.
Die Seagate Momentus 5400.7 mit 750GB (ST9750423AS) zeigte im Test sehr gute Praxis-Leseraten, allerdings auch eine leichte Schreibschwäche. Gemächlich waren zudem die Zugriffszeiten. Die Umwelteigenschaften der 2,5-Zoll-Festplatte sind durchwachsen: Während die Leistungsaufnahme niedrig bleibt, ist das Betriebsgeräusch für eine Notebook-Festplatte zu laut.
Die Samsung Spinpoint M7E HM641JI erreicht recht hohe Datenraten in den Praxis-Tests, überzeugt aber auch durch den niedrigen Stromverbrauch. Noch gut sind die Zugriffszeiten und die Wärmeentwicklung unter Last. Einziger Wermutstropfen: Für eine 2.5-Zoll-Festplatte ist das Samsung-Laufwerk viel zu laut.
Die Toshiba MK7559GSXP mit 750GB glänzt im Test mit hohen Lese- und noch guten Schreib-Datenraten, zeigt aber Schwächen, wenn viele kleine Dateien zu speichern sind. Überzeugen kann die 2,5-Zoll-Festplatte zudem mit dem unauffälligen Betriebsgeräusch und der vergleichsweise niedrigen Leistungsaufnahme. Sauer stoßen die ungenügende Ausstattung sowie die trägen Zugriffszeiten auf.
Die Toshiba MK1059GSM 1TB überzeugt im Test mit hohem Lesetempo sowie niedriger Leistungsaufnahme und Betriebstemperatur. Nur befriedigend sind die Schreibraten und das Betriebsgeräusch. Negativ zu Buche schlägt die ungenügende Ausstattung.
Die Samsung Spinpoint MT2 HM100UI zeigt im Test solide Datenraten, wobei die Stärke der 2,5-Zoll-Festplatte eindeutig beim Lesen liegt, während die Kopierleistung zu wünschen übrig lässt. Der Stromverbrauch ist niedrig und der Temperaturanstieg unter Dauerlast bleibt moderat. Ein echter Schwachpunkt ist das Betriebsgeräusch der Spinpoint MT2 - für ein 2,5-Zoll-Laufwerk ist die HM100UI zu laut. Einen Wertungsabzug muss das HM100UI-Modell auch für die Bauhöhe von 12,5 Millimetern in Kauf nehmen, da die Samsung-Festplatte deswegen nicht in jedes Notebook passt. Hier bietet der Hersteller aber mit der Samsung Spinpoint M8 1TB HN-M101MBB eine sehr gute Alternative aus dem eigenen Haus an.
Die Seagate Momentus 5400.7 640GB (ST9640320AS) erreichte im Test sehr gute Leseraten in der Praxis, zeigte allerdings auch eine leichte Schreibschwäche. Gemächlich waren auch die Zugriffszeiten. Dafür verrichtete die 2,5-Zoll-Festplatte stromsparend und leise ihren Dienst.
Die Hitachi Travelstar 5K750 750GB arbeitet leise und sparsam und bleibt zudem schön kühl unter Dauerbelastung. Damit eignet sich die 2,5-Zoll-Festplatte sehr gut für den mobilen Einsatz. Die herausragenden Umwelteigenschaften gehen allerdings zu Lasten der Transferraten. Den guten Leseraten steht eine vergleichsweise schwache Schreibleistung gegenüber.
Samsung läutet mit der Spinpoint M8 HN-M101MBB nun entgültig das Terabyte-Zeitalter bei mobilen PCs ein: Dank erhöhter Datendichte gelingt es Samsung als erstem Festplatten-Hersteller, 1000 GB Kapazität auf zwei Datenscheiben unterzubringen. So passt die Spinpoint M8 in ein 9,5 Millimeter hohes 2,5-Zoll-Gehäuse und damit in jedes Note- und Netbook. Lob verdient auch die gute Balance zwischen Leistung und Umwelteigenschaften, die Samsung bei der Spinpoint M8 1TB verwirklicht hat. Die 2,5-Zoll-Festplatte arbeitet besonders leise und stromsparend und erreicht trotzdem noch gute Datenraten. Obendrein hat die Samsung Spinpoint M8 1TB HN-M101MBB auch noch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Seagate Momentus 7200.5 750GB (ST9750420AS) überzeugte im Test mit herausragenden Praxis-Datenraten und flotten Zugriffszeiten. Für das hohe Tempo müssen Sie allerdings ein vergleichsweise lautes Betriebgeräusch und einen hohen Stromverbrauch der 2,5-Zoll-Festplatte in Kauf nehmen.
Die Western Digital Scorpio Black 750GB WD7500BPKT ist für eine 2,5-Zoll-Festplatte sehr schnell, aber auch sehr laut. Zudem verbraucht das Laufwerkbereits im Leerlauf über ein Watt - für eine Notebook-Festplatte ist das vergleichsweise viel.
Die Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT ist unterem Strich die derzeit beste Terabyte-Lösung fürs Notebook. Die 2,5-Zoll-Festplatte von Western Digital zieht aufgrund des höheren Tempos und der besseren Ausstattung an der direkten Rivalin Samsung Spinpoint M8 1TB vorbei, die dafür die derzeit leiseste und günstigste 1000-GB-Notebook-Festplatte auf dem Markt ist. Die Umwelteigenschaften der Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT überzeugen im Test mit niedrigem Stromverbrauch, leisem Betriebgeräusch und geringer Wärmeentwicklung - auch wenn die Konkurrentin von Samsung durch eine noch höhere Laufruhe hier insgesamt die Nase vorn hat. Das gilt momentan auch fürs Preis-Leistungs-Verhältnis.





