Die besten Solid State Drives

SSDs mit 240 bis 256 GB im Vergleichs-Test

09.06.2015 | 08:08 Uhr | Michael Schmelzle

Eine SSD mit 240 bis 256 Gigabyte Speicherplatz ist groß genug, um das Betriebssystem und alle häufig genutzten Programme aufzunehmen - also die ideale Kapazitätsklasse für ein kostengünstiges Upgrade von einer herkömmlichen Festplatte auf eine SSD. PC-WELT hat ein Dutzend Modelle im Test und sagt Ihnen, auf was Sie beim Kauf achten müssen und welche SSD ihr Geld wert ist.

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Tempo: Unterschiede sind mess-, aber in der Praxis kaum noch spürbar

Ob der Rechner eine Sekunde schneller startet, das Programm eine halbe Sekunde flotter einsatzbereit ist oder der Spielstand einen Wimperschlag eher geladen ist - in der Praxis spüren Sie bei der aktuelle SATA-3-Generation kaum noch Tempounterschiede. Deswegen sollten Sie bei Kauf auch auf Preis, Ausstattung und Service-Leistungen achten.   

Preis: Das Gigabyte kostet 40 bis 60 Cent.

Kontinuierlich sinkt der Gigabyte-Preis bei SSDs. In der 240/256-GB-Klasse zahlen Sie derzeit für das preisgünstigsten Modell OCZ Arc 100 240GB rund 40 Cent/GB, während eine Highend-SSD wie die Samsung 850 Pro 256GB rund 60 Cent/GB kostet. Klar ist aber auch: SSDs werden in den nächsten Jahren nicht annähernd das Preisniveau von herkömmlichen Festplatten erreichen. Dort gibt es das Gigabyte schon ab 4 Cent. Deswegen sind die klassischen Scheibendreher nach wie vor eine kostengünstige Alternative, wenn es darum geht, große Datenbestände wie die Bild- Musik- und Videosammlung zu sichern.

Ausstattung: Lieferumfang vergleichen und Geld sparen

Wenn die SSD für den Desktop-PC gedacht ist, sollte ein Einbaurahmen beiliegen. Wollen Sie mit Ihrer Betriebssystem-Installation auf die SSD umziehen, sollte auch eine Cloning-Software enthalten sein. Beim Notebook brauchen Sie dazu noch einen USB-Adapter oder ein entsprechendes 2,5-Zoll-Gehäuse. Zudem sollte der Hersteller eine Tool-Sammlung zum Download anbieten, damit Sie die SSD automatisch warten, überwachen und tunen sowie die Firmware aktualisieren können. Und wenn Sie Ihre Daten vor neugierigen Blicken privater oder staatlicher Spione schützen wollen, sollte die SSD die automatische Drive-Verschlüsselungs AES in 256 Bit beherrschen.

Service: Lange Garantiezeit und hohe Ausdauer schaffen Sicherheit

Eine gute SSD bringt mindestens 5 Jahre Garantie mit und ist für eine Gesamtschreibleistung (TeraBytes Written = TBW) von deutlich über 50 und eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) von mehr als eine Millionen Stunden spezifiziert. Viele Hersteller koppeln inzwischen die Garantiezeit mit der TBW. Spitzenreiter ist hier die Samsung 850 Pro mit 10 Jahren und einer TBW von 150. Das heißt, die Garantie erlischt entweder nach 10 Jahren oder wenn Sie mehr als 150 Terabyte auf die Samsung-SSD geschrieben haben.

Test-Fazit: Aktuelle SSDs bietet top Leistung zum attraktiven Preis

Eine moderne SSD bietet meist einen höheren Leistungszuwachs als ein schnellerer Prozessor oder doppelt so viel Arbeitsspeicher. Und das Tempoplus ist unmittelbar spürbar: Starten Sie ein Programm, ist es sofort einsatzbereit. Die rasanten Zugriffszeiten beschleunigen Suchfunktionen. Und dank extrem hoher Transferraten übertragen und sichern Sie Daten in viel kürzerer Zeit.
In vielen Fällen lohnt es sich aber, für eine gehobene Ausstattung, etwas mehr auszugeben. Wenn Sie Ihr Notebook mit einer SSD aufrüsten wollen, kommen noch weitere Vorteile hinzu. Da SSDs keine beweglichen Teile haben, arbeiten sie vollkommen geräuschlos und sind auch viel robuster als herkömmliche Festplatten.
Und das sind die drei herausragenden SSDs des Vergleichs-Tests:

Testsieger
Vergrößern Testsieger
Samsung 850 Pro SSD Series
Vergrößern Samsung 850 Pro SSD Series

Testsieger: Samsung SSD 850 Pro 256GB

Die Samsung 850 Pro arbeitet dank des 3D-Flashspeichers sehr energieeffizient und bietet trotzdem ausgezeichnete Datenraten und Zugriffszeiten. Die SSD beeindruckt aber auch durch die hohe Gesamtschreibleistung von 150 Terabytes, die einhergeht mit der generösen Herstellergarantie von sage und schreibe 10 Jahren. Im Lieferumfang ist zudem ein Clone-Programm und eine sehr gute Tool-Sammlung mit vielen nützlichen Funktionen enthalten. Abgesehen vom schwachen Schreib-Befehlsdurchsatz schmerzen bei der Samsung 850 Pro 256GB eigentlich nur die Anschaffungskosten. Mit einer formatierten Kapazität von 238,5 GB und einem aktuellen Straßenpreis ab 145 Euro ist die SSD kein Schnäppchen: Pro Gigabyte müssen Sie mindestens 61 Cent hinblättern.

Ausführlicher Testbericht: Samsung SSD 850 Pro 256GB

Ab 145 Euro: Samsung SSD 850 Pro 256GB im Preisvergleich

Preis-Leistungs-Sieger
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Kingston HyperX Savage SSD 240GB
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© Kingston

Preis-Leistungs-Sieger: Kingston HyperX Savage SSD 240GB

Zu den Stärken der Kingston HyperX Savage gehören die ultrakurzen Zugriffszeiten und die exzellente Praxisleistung. In beiden Kategorien liefert das Kingston-Modell neue Rekordwerte. Für den Lieferumfang bekommt die Savage eine glatte Eins. Weniger gefallen hat uns die recht hohe Leistungsaufnahme. Und die AES-Verschlüsselung, die der Phison-Controller mit 256 Bit ab Werk eigentlich beherrscht, können Sie bei der Kingston-SSD nicht nutzen - hier hat Kingston an der falschen Stelle gespart. Unterm Strich ist Kingston mit der Savage-Baureihe aber ein guter Wurf gelungen, der sich auch preislich gegenüber der Konkurrenz behaupten kann: Je nach Ausstattungsvariante zahlen Sie für die HyperX Savage zwischen 48 und 55 Cent pro Gigabyte. Für die gebotene Leistung ist das preiswert.

Ausführlicher Testbericht: Kingston HyperX Savage SSD 240GB

Ab 115 Euro: Kingston HyperX Savage SSD 240GB im Preisvergleich

Hat einen Stromausfallschutz an Bord: OCZ Vector 180
240GB
Vergrößern Hat einen Stromausfallschutz an Bord: OCZ Vector 180 240GB
OCZ Vector 180 240GB
Vergrößern OCZ Vector 180 240GB
© OCZ

Innovative Technik: OCZ Vector 180 240GB

Die OCZ Vector 180 240GB beeindruckt durch hohes Tempo, eine tadelose Ausstattung und kundenfreundlichen Service-Leistungen. Inovativ ist der Stromausfall-Schutz, der allerdings zu Lasten der Leistungsaufnahme geht. Bei einem Straßenpreis von aktuell rund 135 Euro für das 240-GB-Modell ist die OCZ Vector 180 für das Gebotene noch preiswert: Das Gigabyte kostet Sie rund 60 Cent.

Ausführlicher Testbericht: OCZ Vector 180 240GB

Ab 135 Euro: OCZ Vector 180 240GB im Preisvergleich

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