11.05.2009, 09:15

Thomas Rau

Test: Auffälliges Business-Notebook

Toshiba Portégé M800-11B

Toshiba will mit dem Portégé M800-11B beweisen, dass ein Business-Notebook weder langweilig aussehen noch teuer sein muss. Doch ihm fehlen auch wichtige Profi-Merkmale.
Dass sich das Toshiba Portégé M800-11B an Profi-Anwender richtet, merkt man nur daran, dass Vista Business installiert ist. Denn Merkmale wie Dockinganschluss, Wechselschacht oder entspiegeltes Display, die viele Business-Notebooks bieten, sucht man beim Toshiba-Laptop vergeblich. Auch das Fehlen einer Recovery-DVD und die zahlreichen vorinstallierten Programme sind kaum nach dem Geschmack von Profi-Anwendern.

Design: Ungewöhnlich auffällig für die Business-Klasse
Auf den ersten Blick erinnert das Design des Portégé M800 eher an einen aufgeblasenen Eee PC: Display-Deckel und -Rahmen sowie die Handballenablage hält Toshiba in Weiß, verziert mit einem Linienmuster. Im Betrieb leuchten der Markenname vorne links, die Status-LEDs vorne rechts, ein Streifen über dem Touchpad sowie die Sensortasten zur CD/DVD-Steuerung in hellem Weiß. Der Deckel und die Handballenablage sind stabil verarbeitet, die schwarze Unterseite wirkt weniger solide.

Akkulaufzeit: Über 3,5 Stunden
Geschäftlicher wirkt dagegen der Formfaktor des Portégé: Mit dem 13,3 Zoll großen Display und knapp über zwei Kilogramm Gewicht ist es für unterwegs und den Schreibtisch gleichermaßen gut geeignet. Im Akkubetrieb hält das Notebook über 3,5 Stunden durch - ordentlich.

Tempo: Schnell in fast allen Disziplinen
Im Leistungstest Sysmark 2007 erreichte das Portégé M800-11B gute 119 Punkte. Toshiba baut zwar nur 3 GB Arbeitsspeicher ein: Trotzdem ist das Notebook auch in speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung nicht langsamer als Laptops mit 4 GB - denn das installierte 32-Bit-Windows nutzt sowieso nur 3 GB. Der im Chipsatz integrierte 3D-Grafikchip eignet sich höchstens für ältere Spiele: Er ist ungefähr so schnell wie zwei Jahre alten Einsteiger-Grafikchips, zum Beispiel der Geforce 8400M GS.

Display und Tastatur sind nur Mittelmaß
Bei Akkulaufzeit und Rechentempo kann das Toshiba Portégé M800-11B auch mit teureren Notebooks noch ganz gut mithalten. Für Display und Tastatur gilt das nicht: Die Helligkeit liegt mit 173 cd/m2 zwar recht hoch - sie ist aber sehr unregelmäßig verteilt. In der Mitte leuchtet das Display deutlich heller als in den oberen Ecken. Farben gibt das Display kräftig, aber zu hell wieder. Die Tastatur federt beim schnellen Tippen vor allem in der Mitte spürbar, was zu einem undeutlichen Tastenanschlag und einem schwammigen Schreibgefühl führt. Mit einem Raster von 19 Millimeter sind die Tasten aber so groß wie bei einem Standard-Notebook.

Ausstattung: HDMI und e-SATA sind dabei
Aktuelle Schnittstellen wie HDMI und e-SATA - mit einem USB-Anschluss kombiniert - hat das M800 an Bord. Auch auf das langsam aus der Mode kommende Firewire muss man beim Toshiba-Notebook nicht verzichten. Beim WLAN ist es mit einem Draft-N-Modul auf dem neusten Stand, beim Kabel-Netzwerk gibt es nur Fast-Ethernet-Tempo statt des aktuelleren Gigabit-LAN.
Fazit: Eine gute Mischung - das Toshiba Portégé M800-11B richtet sich eigentlich an Business-Anwender, ist aber auch für Privatnutzer sehr interessant. Es bietet hohes Rechentempo, gepaart mit geringem Gewicht und ordentlicher Akkulaufzeit - und sein Design fällt auf. Display, Tastatur und Ausstattung sind mittelmäßig - was aber bei diesem Preis nicht ungewöhnlich ist.
Alternativen: Das ebenfalls business-taugliche HP Compaq 6730B mit 15,4-Zoll-Display bietet eine längere Laufzeit und eine bessere Tastatur - ist allerdings schwerer. Schöner und ausdauernder ist das Apple Macbook mit 13,3-Zoll-Display, das aber rund 300 Euro mehr kostet.
Varianten: Toshiba Portégé M800-10N (mit Core 2 Duo P8400, 320-GB-Festplatten)
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