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Apple iPod Nano (3. Generation) 8 GB

26.09.2007 | 13:20 Uhr |

Er ist kürzer, dünner und leichter geworden - das kommt der Handhabung zugute. Auch breiter ist er geworden - das kommt einem größeren Display zugute - was der Player für verwöhnte Musikliebhaber zu bieten hat, erfahren Sie hier.

Kurzbeschreibung: Apple hat den iPod Nano komplett überarbeitet und den MP3-Player mit einem neuen Gehäuse ausgestattet. Der Musikplayer kommt ab sofort in einem nahezu quadratischen Gehäuse daher, um Platz für ein 2 Zoll großes Display zu schaffen. Damit lassen sich auf dem iPod Nano – wenn auch recht klein – Videos anschauen. Das Gehäuse wird nun vollständig aus Aluminium und Edelstahl bestehen.
Das Display selbst stellt 320 x 240 Pixel bei einer Auflösung von 204 ppi dar, es soll laut Angaben von Apple rund 65 Prozent heller sein als beim Vorgängermodell. Die Cover-Flow-Funktion, die bislang iTunes und dem iPhone vorbehalten war, hat Apple ebenfalls integriert. Der iPod Nano wird mit den Spielen iQuiz, Vortex sowie Klondike ausgeliefert. Zukünftig soll es auch für den Nano weitere Spiele im iTunes Store geben.
Die Laufzeit des Akkus gibt Apple mit 24 Stunden Musikwiedergabe an, beim Anschauen von Videos soll die Laufzeit 5 Stunden betragen. Apple bietet den Player mit Kapazitäten von 4 GB (149 Euro) und 8 GB (199 Euro) an. Das 4-GB-Modell gibt es in Silber, die größere Version zudem in Schwarz, Blau, Grün, sowie in Rot als Product-RED Special Edition.

Handhabung: Der neue iPod Nano ist ziemlich klein. Das bedeutet einerseits, dass er sehr handlich und leicht ist. Andererseits kann das für grobmotorisch veranlagte Musikliebhaber auch bedeuten, dass sie den Player nicht mehr mit einer Hand halten und ihn dabei mit dem Daumen bedienen können. Clickwheel und Menüs sind nach wie vor vorbildlich, die Displayqualität erstklassig. Gut gefällt uns, dass zu den Menüpunkten Vorschaubilder auf der rechten Displayseite angezeigt werden: Bei Videos natürlich nur ein Standbild, bei Diashows, Alben, Liedern usw. zufällig ausgewählte Motive.
Die Displayhelligkeit ist mehr als doppelt so hoch wie beim Vorgängermodell: Der iPod Nano (3. Generation) kam auf eine Helligkeit von 152 Candela und einem Kontrastverhältnis von 180:1 (bei 50 Prozent Helligkeit, Werkseinstellung) respektive auf 357 Candela und 176:1 (maxiumale Helligkeit). Der iPod Nano (2. Generation) erreichte 156 Candela und ein Kontrastsverhältnis von 100:1 (die Werkseinstellung der Helligkeit betrug hier 100 Prozent)
Die Datenrate, also das Tempo mit der Musik, Videos, Fotos und andere Daten auf den iPod Nano wandern, betrug im Test 8,5 MB/s – das ist flotter als bei den meisten anderen getesteten MP3-Playern – sie erreichen meist zwischen 0,6 und 3 MB/s –, aber nicht so schnell wie bei den Festplatten-iPods. Letztere erreichten über 20 MB/s.
Die Akkulaufzeit lag im Test bei 28:13 Stunden – das ist selbst für einen Flash-MP3-Player sehr lange, denn im Durchschnitt hielten die meisten Geräte im Testcenter nur zwischen 8 und 12 Stunden durch.

Ausstattung: Der iPod Nano kann neben Musik auch Videos abspielen und beherrscht die Diashow-Funktion. Unter dem Menüpunkt Extras finden sich die Einträge Weltuhr, Kalender, Adressbuch, Wecker, Spiele, Notizen, Anzeigensperre und Stoppuhr. Radio, Diktiergerät, Netzteil, Dockingstation, AV-Kabel, Lautsprecher, Fernbedienung, Kamera, Laserpointer, FM-Transmitter, Bluetooth-Adapter und Etuis sind nicht integriert – all das gibt es aber optional zu kaufen.

Audioqualität & Klang: Die mitgelieferten Apple-Ohrhörer klingen normalerweise ganz passabel. Allerdings neigten sie am iPod Nano dazu, bei bassstarken Stücken Musik zu verzerren – in Verbindung mit alternativen Markenohrhörern war dies nicht so schlimm zu bemerken. An der HiFi-Anlage war die Klangqualität völlig in Ordnung.

Das Audiomessgerät errechnete einen Klirrfaktor (THD+N) von 0,016 Prozent. Mit einem hochohmigen Eingangswiderstand kam es auf eine Frequenzgangabweichung von rund einem dB(U) – das normal. Im Lastbetrieb (Ohrhörer) brach das Ausgangssignal im Bassbereich um bis zu 7 dB(U) ein (siehe Diagramm) – das ist ein schlechtes Ergebnis und könnte auch die oben genannten Verzerrungen bei bassstarken Titeln erklären.

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