Das Fernsehen der Zukunft

10 digitale Sat-Receiver im Vergleichstest

Mittwoch den 09.05.2012 um 09:09 Uhr

von Eugen Schmitz

Moderne SAT-Receiver bieten zahlreiche nützliche Funktionen. Doch wie schlagen sie sich in der Praxis?
Vergrößern Moderne SAT-Receiver bieten zahlreiche nützliche Funktionen. Doch wie schlagen sie sich in der Praxis?
© Technotrend TT-micro S855 HbbTV
Gestochen scharfe Bilder, zeitversetztes Fernsehen, Aufnahmefunktion – all das bieten die neuen Satelliten-Receiver. Wie gut sie das können, zeigt unser Test.
Da geht er nun dahin, der analoge TV-Empfang: Zum 30. April in diesem Jahr ist endgültig Schluss, und die letzten noch analog per Satellit übertragenen Programme werden abgeschaltet. Die erforderliche Umrüstung auf Digital-TV bringt aber auch bestechende Bildqualität und zusätzlichen Bedienkomfort.
Aufgepasst: Die Buchsen für den digitalen Tonausgang
(unten 3. von rechts) und für die 12-Volt-Schaltspannung (Mitte
neben der blauen Buchse) sehen gleich aus. Verwechselt man die
beiden und schließt die falsche Buchse an den Verstärker an, kann
der kaputt gehen.
Vergrößern Aufgepasst: Die Buchsen für den digitalen Tonausgang (unten 3. von rechts) und für die 12-Volt-Schaltspannung (Mitte neben der blauen Buchse) sehen gleich aus. Verwechselt man die beiden und schließt die falsche Buchse an den Verstärker an, kann der kaputt gehen.
© Opticum

Unterschiedliche Vorteile der digitalen Sat-Receiver
Im Technotrend TT-micro S855 HbbTV und im Vantage VT-610S werkeln gleich zwei Sat-Empfänger – in den anderen Modellen steckt jeweils nur ein Empfangsteil. Doch nur der Vantage-Receiver kann zwei Programme auf eine angeschlossene USB-Festplatte aufnehmen und eine dritte Sendung auf den Bildschirm bringen. Der TT-micro S855 schafft nur eine Aufnahme und nutzt den anderen Empfänger, um währenddessen ein anderes Programm zu zeigen. Beide Empfänger brauchen dafür getrennte Sat-Zugänge. Bei nur einer Leitung lässt sich das Sat-Signal des VT-610S vom Ausgang des einen Tuners zum Eingang des anderen durchschleifen. Die Anzahl der empfangbaren Programme ist dann aber stark eingeschränkt. Beim TT-micro S855 fehlen diese Ausgänge. Liegt nur ein Kabel, ist das zweite Empfangsteil nutzlos.

Der Vantage VT-610s hat im Gegensatz zum Testsieger nicht
nur Sat-Eingänge, sondern auch Ausgänge. Ist nur ein Anschlusskabel
verlegt, kann man das Sat-Signal über den Ausgang in den zweiten
Eingang durchschleifen.
Vergrößern Der Vantage VT-610s hat im Gegensatz zum Testsieger nicht nur Sat-Eingänge, sondern auch Ausgänge. Ist nur ein Anschlusskabel verlegt, kann man das Sat-Signal über den Ausgang in den zweiten Eingang durchschleifen.
© Vantage

Vom Kathrein UFS 905 und dem Technisat Technistar S2 abgesehen, können die anderen Sat-Receiver während einer Aufnahme auch auf ein anderes Programm umschalten. Das klappt aber nur innerhalb des Frequenzbereichs des gleichen Transponders. Bis auf den Videoweb 600s beherrschen alle Testteilnehmer zeitversetztes Fernsehen, bei der man das laufende Programm anhalten und nach einer Pause weiterschauen kann. Die Sat-Receiver von Lenuss, Medion, Smart, Technotrend und Vantage schaffen das auch dann, wenn sie nebenbei ein anderes Programm aufzeichnen.

Private HD-Sender verweigern Vorspulen oder Aufnehmen
Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Programmen (ARD, ZDF, Arte) strahlen die deutschen Privatsender (RTL, Sat1, Pro7) ihre HD-Programme verschlüsselt aus. Der Empfang ist nur über die pro Jahr 50 Euro teure HD+-Abo-Karte möglich. Beim Kathrein UFS 905, beim Technotrend TT-micro S855 HbbTV und beim Videoweb 600s gehört diese Karte bereits zum Lieferumfang. Doch die Privatsender erzwingen mit HD+ lästige Beschränkungen: Ist eine Aufnahme überhaupt möglich, lässt sie sich beim Anschauen nicht vorspulen, etwa um die Werbung zu überspringen. Mit den öffentlich-rechtlichen HD-Sendern gibt es dagegen keine Probleme, ebenso wenig wie bei Fernsehprogrammen in Standardauflösung.

Mittwoch den 09.05.2012 um 09:09 Uhr

von Eugen Schmitz

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