30.09.2009, 13:13

Michael Schmelzle

Günstiger Full-HD-PC fürs Wohnzimmer

Tempo, Verbrauch und Lautstärke des Asrock Ion 330-BD

Tempo: Der Asrock Ion 330-BD war der bisher schnellste Nettop im Test. Dies liegt an der Kombination aus Dual-Core-Atom und ION-Chipsatzgrafik. Im System-Benchmark PC Mark 05 kommt es vor allem auf die Leistung von Prozessor, Grafikchip, Arbeitsspeicher und Festplatte an. Mit 2549 Punkten erarbeitete sich der Asrock Ion 330-BD gegenüber dem bisherigen Spitzenreiter ICO Balios Office Mini (2028 Punkte) einen Vorsprung von gut 25 Prozent.
Im 3D Mark 06 stellte der Asrock Ion 330-BD ebenfalls einen neuen Rekord unter den Nettops auf. Mit 1448 Punkten war der Asrock-PC allerdings nur 12 Prozent schneller als der bisherige Tempokönig in dieser Disziplin, der Acer Aspire R3600 Revo. Wie die Einzelwerte zeigen, liegen die beiden Nettops bei den reinen Grafiktests fast auf Augenhöhe, während der Asrock Ion 330-BD dank des Doppelkern-Prozessors im "CPU Score" kräftig punkten konnte.
Die Video-Abspieltests auf unserem 24-Zoll-TFT mit einer physikalischen Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten bestand der Asrock Ion 330-BD mit Bravour: 1080p-Videodateien auf der Festplatte gab der Asrock-Nettop in den Container-Formaten AVI, MOV und MKV in den gängigsten MPEG-4-Komprimierungen DIVX, H.264 und WMV9 ruckelfrei wieder. Auch Blu-ray-Filme konnte der Asrock Ion 330-BD mit geeigneter Player-Software flüssig darstellen.
Stromverbrauch: Der Asrock Ion 330-BD arbeitete für die gezeigte Leistung sehr sparsam. Im Standby-Modus benötigte der Asrock-Nettop 2,6 Watt, im heruntergefahrenen Zustand 1,8 Watt - beides akzeptable Werte. Da dem Netzteil ein Ein- und Ausschalter fehlt, genehmigte sich der Asrock Ion 330-BD auch im "Netz-Aus"-Modus 1,8 Watt. Hier muss die Null stehen! Eine abschaltbare Steckdosenleiste schafft in diesem Fall aber Abhilfe.
Im Desktop-Modus benötigte der Asrock Ion 330-BD 27,6 Watt und unter voller Auslastung maximal 39,7 Watt. Damit reihte sich der Asrock Ion 330-BD unter den Nettops im Mittelfeld der Verbrauchsskala ein, die der Arlt Individual PC Intel Atom 230 mit 57,9 Watt anführt und beim Stromsparfuchs Acer Veriton N260G mit 22,8 Watt die untere Grenze erreicht.
Betriebsgeräusch: Der Asrock Ion 330-BD arbeitete trotz des Rotoren-Duos aus CPU- und Gehäuselüfter leise. Im Desktop-Modus ermittelten wir 23,2 dB(A) respektive 0,5 Sone. Unter Volllast stieg der Geräuschpegel auf 24,0 dB(A) beziehungsweise 0,6 Sone. Damit eignet sich der Asrock Ion 330-BD für den Wohnzimmer-Einsatz.
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