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Tablet oder Notebook? Beides! 2in1-Geräte im Test

06.07.2016 | 10:27 Uhr |

Mit einer Kombination aus Tablet und Notebook bekommen Sie zwei Geräte zum Preis von einem. Welcher Tablet-Notebook-Hybrid dieses Versprechen am besten erfüllt, erfahren Sie in unserem Test.

Sie sind derzeit ein riesiger Verkaufserfolg: Mobile Geräte, die Tablet und Notebook vereinen, bezeichnet man als 2in1-Geräte oder als Hybrid-Notebooks. Sie bringen das geringe Gewicht und die leichte Touchscreen-Bedienung eines Tablets zusammen mit der Rechenleistung und der Tastatur-Eingabe eines Notebooks. Damit sind sie wie ein Tablet optimal fürs Surfen und Filme aber auch geeignet, um für Arbeit oder Schule Texte zu schreiben und Präsentationen zu erstellen: Das perfekte Gerät für Sofa und Schreibtisch.

Kaufberatung 2in1-Geräte: Mehr Tablet oder mehr Notebook?

Um Tablet und Notebook zusammenzubringen, gehen die Hersteller verschiedene Wege: Bei Detachables sitzen die Hardware-Komponenten wie Prozessor, RAM und Speicher im Tablet. Es lässt sich mit einer passenden Tastatur per Bluetooth oder über einen Docking-Mechanismus verbinden: So wird das Tablet zum Notebook-Bildschirm. Bei einigen Detachables sitzt in der Tastatur ein zusätzlicher Akku oder eine weitere Festplatte, die sich nur im Notebook-Modus nutzen lassen. Ebenso wie weitere Anschlüsse, etwa USB oder ein Speicherkartenleser.

Mit der passenden Tastatur wird ein Detachable zum Notebook.
Vergrößern Mit der passenden Tastatur wird ein Detachable zum Notebook.
© Microsoft

Zu einem Detachable sollten Sie greifen, wenn Sie vor allem die Vorteile eines Tablets schätzen: geringes Gewicht, ein auch mit angesteckter Tastatur flaches Gehäuse sowie den komplett lautlosen Betrieb, weil diese Geräte meist eine SSD und keinen Lüfter haben.

Die Nachteile eines Detachables: Vor allem bei günstigen Geräten ist das Tablet schwerer als die Docking-Tastatur. Deshalb stehen sie im Notebook-Modus instabil und kippeln, wenn Sie den Touchscreen berühren. Das vermeiden Modelle, die einen eingebauten Standfuss haben, wie das Acer Switch Alpha 12 oder das Microsoft Surface Pro 4 . Auch auf einer unebenen Unterlage wie den Oberschenkeln lässt sich diese Konstruktion schlecht nutzen. Außerdem bringen nur wenige Detachables eine Tastatur mit, die es mit einer guten Notebook-Tastatur aufnehmen kann: Bei den meisten stören kleine Tasten, ein stark verändertes Tasten-Layout oder ein kleines Touchpad – wenn es denn überhaupt eines gibt.

Convertibles sind Notebooks, bei denen sich der Bildschirm um 360 Grad drehen lässt
Vergrößern Convertibles sind Notebooks, bei denen sich der Bildschirm um 360 Grad drehen lässt
© Lenovo

Convertibles sind Notebooks, bei denen sich der Bildschirm auf das Gehäuse oder die Tastatur klappen lässt, sodass Sie anschließend ein Tablet in der Hand haben. Bei den meisten Convertibles funktioniert das über 360-Grad-Scharniere am Display. Den Bildschirm können Sie auf die Rückseite des Notebooks klappen und halten das Gerät an der Tastaturseite. Die Tasten sind abgeschaltet, sodass Sie in diesem Modus keine versehentlichen Eingaben auslösen. Durch das Drehscharnier können Sie ein Convertible in unterschiedlichen Portionen aufstellen: Neben dem Tablet- und Notebook-Modus lässt es sich mit dem Bildschirm nach außen und dem Gehäuse als Standfuss positionieren, um den Touchscreen bequem zu nutzen oder Filme anzuschauen. Noch weniger Platz nimmt der Tent-Modus weg, bei dem das Convertible wie ein Zelt aussieht. Bei einem Convertible können Sie die Tastatur in fast allen Situationen bequem bedienen, auch im engen Zug- oder Flugzeugsitz, zur Not auch mit den Oberschenkeln als Unterlage.

Ein Convertible ist für Sie empfehlenswert, wenn Sie hohe Rechenleistung, viele Anschlüsse und eine große und bequeme Tastatur benötigen. Allerdings sind sie größer und schwerer als ein Detachable, vor allem, wenn Sie bei diesem nur den Tablet-Teil nutzen.

Die besten 2in1-Geräte

Testsieger: Microsoft Surface Book

Das Surface Book sieht aus wie ein Notebook. Aber der Bildschirm lässt sich abnehmen und als Tablet nutzen. Außer beim Gewicht müssen Sie deshalb keine Kompromisse eingehen: Die Rechenleistung ist herausragend und bei den Modellen mit einer Nvidia-GPU selbst für Spiele geeignet. Der Bildschirm ist eine echte Augenweide mit hoher Helligkeit und großem Kontrast , Tastatur und Touchpad sind top. Dank der beiden Akkus - einer im Tablet-Teil, einer im Notebook-Gehäuse - fällt auch die Akkulaufzeit hervorragend aus. So viel Gutes klingt teuer - und das ist der Nachteil am Surface Book: Die Preise starten bei rund 1500 Euro. 

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Der günstigste Preis

© Samsung

Die besten Alternativen

Wer von einem 2in1-Gerät weniger Notebook, dafür mehr Tablet fordert, wird mit dem Microsoft Surface Pro 4 am besten bedient: Es ist hochwertig verarbeitet und hat einen hervorragenden Bildschirm. Sein großer Vortiel gegenüber anderen Detachables ist das großartige Type Cover, die beste Ansteck-Tastatur für ein Tablet.

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Der günstigste Preis

© Samsung

Als Tablet noch ein bisschen besser ist das Samsung Galaxy Tab Pro S : Es ist leichter und dünner und hat einen fantastischen AMOLED-Bildschirm, der vor allem bei Fotos und Filmen zur Geltung kommt. Allerdings hat es wenige Anschlüsse und seine ansteckbare Tastatur ist nicht so komfortabel wie die des Surface Pro 4.

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Der günstigste Preis

© Toshiba

Das beste 2in1-Gerät für Geschäftskunden

Das Toshiba Portégé Z20t eignet sich mit einem entspiegelten Touchscreen, LTE und lüfterlosem Betrieb optimal für effizientes Arbeiten - auch unterwegs, denn seine Akkulaufzeit ist wegen zwei Akkus im Tablet und in der Tastatur sensationell lange. Mit VGA und LAN hat es auch zwei Schnittstellen an Bord, die im Unternehmenseinsatz immer noch unabkömmlich sind. 

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Der günstigste Preis

Das beste 2in1-Gerät für kreatives Arbeiten

Mit dem iPad Pro 9.7 hat Apple sein zweites 2in1-Gerät auf den Markt gebracht. Seine Vorteile liegen aber fast ausschließlich auf der Tablet-Seite: Es ist leicht und flach, hat einen hervorragenden Bildschirm und arbeitet sehr schnell. Zum Arbeitsgerät macht es vor allem der sehr präzise Eingabestift Apple Pencil, für den es schon einige sehr gut angepasste Apps gibt - optimal für Zeichner und Designer. Textarveiter werden weniger Freude am iPad Pro haben: Die von Apple angebotene Tastatur Smart Keyboard hat weder Touchpad noch Tastaturbeleuchtung, der Winkel des eingesetzten iPad lässt sich nicht flexibel verstellen.

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Preistipp: Acer Switch Alpha 12

Hochwertige und leistungsfähige 2in1-Geräte wie das Surface Book oder das Toshiba Portégé sind keine Schnäppchen: Das Acer Aspire Switch Alpha 12 ist eine deutlich günstigere Alternative mit einem sehr guten Bildschirm. Vor allem kombiniert es dank einer Flüssigkühlung perfekt hohe Rechenleistung und lautlosen Betrieb. Abstriche müssen Sie beim Design und bei der Akkulaufzeit machen.

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