10.08.2011, 12:00

Thomas Rau

Tablet

HP Touchpad im Test

Die dritte Tablet-Macht? Das HP Touchpad greift iPad und Android mit dem innovativen Betriebssystem WebOS an. Ob es zum Favoritensturz reicht, klärt der Test.
Das HP Touchpad mit 32 GB Speicher und WLAN kostet 579 Euro – genau so viel wie das iPad 2. Der Bildschirm des HP Touchpad misst 9,7 Zoll und zeigt 1024 x 768 Bildpunkte – wie das iPad 2. Das HP Touchpad hat drei mechanische Tasten: Zum Einschalten, fürs Regeln der Lautstärke und eine Home-Taste – genau wie das…Spätestens jetzt dürfte klar sein, welches Tablet als Vorbild für das HP Touchpad dient.
 
Beim Gehäuse hat sich HP aber am falschen iPad orientiert: Das Touchpad ist etwas dicker als das erste iPad und mit 737 Gramm auch etwas schwerer. Verglichen mit dem iPad 2 oder dem Samsung Galaxy Tab 10.1 wirkt das HP Touchpad daher fast dickbäuchig. Wenig elegant sieht nach kurzer Zeit auch die Gehäuserückseite aus: Auf dem schwarzen Glanzlack wimmelt es im Handumdrehen von unansehnlichen Fingerabdrücken.
 

Kaum Anschlüsse am HP Touchpad

Die Ausstattung des HP Touchpad ist ähnlich spartanisch wie die des iPad: Die einzigen Anschlüsse sind ein Kopfhörerausgang sowie ein Micro-USB-Port. Rechts unten am Gehäuse besaß unser Testgerät außerdem einen Einschubschacht mit einer Dummy-Plastikkarte. Dieser Anschluss hat beim WLAN-Modell des Touchpad ohne Funktion, bei einem künftigen 3G-Modell kann man dort die SIM-Karte einstecken. Das mitgelieferte USB-Kabel dient als Verbindung zum PC oder zum Netzteil, am USB-Port eines Notebooks lädt das Touchpad nicht. Beim Anschluss an den PC taucht das Tablet im Windows-Explorer als Laufwerk auf, wenn man auf dem Touchpad „USB-Laufwerk“ aktiviert. Im Test klappte das unter Windows 7 ohne Probleme, Windows XP erkannte das Touchpad dagegen nicht.
Kartenleser oder HDMI-Ausgang besitzt das Touchpad nicht, außerdem eine nur mäßige Frontkamera mit 1,3 Megapixel. GPS ist mit an Bord, das Kartenmaterial liefert Microsoft über Bing Maps.

WebOS tritt gegen iOS und Android an

Beim Betriebssystem geht HP einen eigenen Weg: Gegen iOS und Android setzt das Touchpad WebOS – unser Testgerät arbeitete mit der aktualisierten Version 3.0.2. Die Bedienung von WebOS auf dem Touchpad erinnert ein wenig ans iPad – zum Beispiel durch den Home-Knopf, der immer aus der aktiven App zum Startbildschirm führt. Doch WebOS hat viele Ideen, die es intuitiver machen als iOS: Aktive Apps lassen sich beispielsweise in einer verkleinerten Kartenansicht anzeigen. Durch diese App-Karten kann man blättern. Wenn man die gewünschte App erreicht hat, genügt eine Berührung und sie erscheint im Vollbild.
 
Auf diese Weise ist auch Multi-Tasking möglich, denn die Apps bleiben auch in der Kartenansicht aktiv – Musik wird beispielsweise weiter abgespielt. Im Test funktionierte das Multi-Tasking allerdings nicht bei der Video-App: Vom laufenden Film hörte man nur noch den Ton, das Bild wurde in der Kartenansicht nicht mehr angezeigt.

WebOS besticht durch einfache Bedienung

In der Kartenansicht können Sie Apps beliebig aufeinander stapeln: Sie haben beispielsweise im Browser eine interessante Webseite gefunden und wollen dazu in der Memo-App eine Notiz schreiben. Dann ordnen Sie Browser und Memo einfach zu einem Kartenstapel. In vielen Fällen stapelt WebOS die Karten selbstständig: Schreiben Sie zum Beispiel aus der Kontakte-App eine Mail, werden Kontakte- und Mail-App gestapelt, wenn Sie im Browser eine weitere Webseite öffnen, legt WebOS die beiden Browserfenster übereinander.
 
Eine Wischgeste von Unten nach Oben öffnet immer die Kartenansicht, ein zweites Wischen bringt Sie in den Startbildschirm. Ebenso einfach schließen Sie eine App: Sie wischen sie aus der Kartenansicht nach oben weg.
Auf den nächsten Seiten lesen Sie, mit welchen Funktionen das Touchpad gegen iPad und Android-Tablets bestehen will, wie es um sein Tempo, die Bildschirmqualität und die Akkulaufzeit bestellt ist und welche Note das HP Touchpad im PC-WELT-Test erreicht.
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