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Toshiba Satellite A500 im Test

22.09.2009 | 11:30 Uhr |

Im Test beeindruckte die üppige Ausstattung des Toshiba Satellite A500. Das Multimedia-Notebook besitzt nicht nur eine TV-Karte, sondern auch 8 GB Arbeitsspeicher.

Zwei 4-GB-Riegel steckt Toshiba in die beiden Speichersteckplätze des Satellite A500. Doch das bringt zunächst überhaupt nichts, denn im Auslieferungszustand ist die 32-Bit-Version von Vista Home Premium installiert: Die nutzt vom riesigen Arbeitsspeicher nur 3035 MB. Um den ganzen Speicher ansprechen zu können, muss man auf die 64-Bit-Version wechseln. Die bietet Toshiba beim Satellite A500 als Auswahl, wenn man die Recovery-Option von der Festplatte nutzt.

Tempo
Mit einem 64-Bit-Windows und den 8 GB RAM schaffte das Toshiba Satellite A500 im Sysmark 2007 sehr gute 128 Punkte. Doch das liegt nicht am üppigen Arbeitsspeicher: Denn mit 32-Bit-Windows kam das Notebook auf 126 Punkte. In den einzelnen Tests zeigten sich die größten Unterschiede beim Office-Teil des Benchmarks: Hier entlastet der große Arbeitsspeicher offenbar besonders die langsamere Festplatte. Die üblichen Speicherfresser wie Foto- und Videobearbeitung zeigten sich dagegen unbeeindruckt von den 8 GB RAM. Für die Arbeit mit Standardanwendungen braucht man also nicht so viel Speicher.
Zum sehr guten Tempo bei normalen Programmen kommt beim Toshiba Satellite A500 noch eine gute 3D-Leistung hinzu: Mit der Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD4650 lassen sich die meisten DirectX9-Spiele in der maximalen Displayauflösung (1366 x 768) und hoher Detailstufe ruckelfrei spielen.

Ausstattung
Toshiba integriert einen TV-Tuner für DVB-T und analoges Kabel ins Satellite A500. Wenn man sich beim Fernsehschauen zurücklehnen will, steuert man das Satellite A500 über die beigelegte Fernbedienung. Eine DVB-T-Antenne lag allerdings nicht bei. Multimedia von optischen Medien gibt's beim Toshiba Satellite A500 nur in Standard-Auflösung: Ein Blu-Ray-Laufwerk für HD-Wiedergabe besitzt es nicht. Videoamateure werden eine Firewire-Schnittstelle vermissen. Andere aktuelle Anschlüsse besitzt das Toshiba Satellite A500 aber, unter anderem HDMI und e-SATA.

Ergonomie
Beim Fernseh- und Videoschauen überzeugt das Display im Satellite A500: Es ist recht hell und gibt Farben satt und kräftig wieder, allerdings nicht unbedingt natürlich. Trotzdem wünscht man sich bei einem Multimedia-Notebook noch mehr Leuchtkraft, eine gleichmäßigere Helligkeitsverteilung und vor allem einen deutlich höheren Kontrast.

Akkulaufzeit
Die interessiert Toshiba beim Satellite A500 wenig: Das 16-Zoll-Notebook wiegt trotz des kleinen 44-Wattstunden-Akkus üppige 3,2 Kilogramm. Im Akkubetrieb hält es daher nicht einmal zwei Stunden durch - verschmerzbar bei einem Multimedia-Notebook, das vor allem für den Schreibtisch und das Wohnzimmer gedacht ist.

Handhabung
Auch als Arbeitsgerät kann man das Toshiba Satellite A500 verwenden - zumindest was die Tastatur angeht: Sie ist auch beim schnellen Tippen leise, die Tasten besitzen einen deutlichen Anschlag. Außerdem sitzt ein vierspaltiger Ziffernblock in der Tastatur.

Fazit: Statt den üppigen 8 GB RAM hätte Toshiba dem Satellite A500 lieber ein Blu-Ray-Laufwerk oder ein besseres Display spendiert - das hätte das gute Multimedia-Notebook perfekt abgerundet. Denn derzeit bringt der riesige Arbeitsspeicher kaum Vorteile - das Toshiba Satellite A500 ist auch unter einem 32-Bit-Windows schnell.

Alternativen: Ein ähnlich hohes Tempo bietet auch das Acer Aspire 5935G mit 15,6-Zoll-Display. Außerdem ist es mit Blu-Ray-Laufwerk erhältlich.

Varianten: Toshiba Satellite A500-14H: getestet
Toshiba Satellite A500-12C: mit Core 2 Duo T6500 (2,1 GHz), 4 GB RAM, 400 GB Festplatte
Toshiba Satellite A500-13W: mit Core 2 Duo P7350 (2,0 GHz), 4 GB RAM
Toshiba Satellite A500-15H: mit Core 2 Duo P7350 (2,0 GHz), 6 GB RAM, 400 GB Festplatte

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