TV & Audio

8 Sat-Empfänger mit Festplatte im Test

Donnerstag, 03.11.2011 | 12:00 von Eugen Schmitz
Bildergalerie öffnen HDTV-SAT-Empfänger im PC-WELT-Testlabor
© istockphoto.com / thesuperph
Vom Himmel hoch senden TV-Satelliten wie Astra Tausende Fernsehprogramme. PC-WELT schickte die dazu passenden Empfangsgeräte ins Labor: acht HDTV-Sat-Empfänger mit eingebauter Festplatte.
Es ist schon ein Kreuz mit normalen Satelliten-Empfängern: Während einer Aufnahme ist das Empfangsteil entweder völlig blockiert oder nur noch eingeschränkt nutzbar. Besser sind zwei Empfangsteile: Während das eine das Wunschprogramm auf den Bildschirm bringt, zeichnet das andere die Aufnahme auf die eingebaute Festplatte auf. Die ist bei den Testteilnehmern zwischen 250 GB und 1 TB groß. Speicherkrösus in diesem Vergleich: der VU+ Duo. Der Topfield SRP-2401CI+ trat wie die Empfänger von Logisat, Set One und Vantage mit einer 500-GB-Platte an, ist aber auch in einer 1-TB-Variante zu haben


Normalerweise soll jedes der jeweils zwei Empfangsteile einzeln mit Satelliten-Signalen versorgt werden. Falls nur eine Leitung verfügbar ist, lässt sich das Sat-Signal vom Ausgang des einen Empfangsteils zum Eingang des anderen durchschleifen. Beim VU+ Duo und beim Technisat Digicorder HD S3 fehlen die Ausgänge. Liegt nur ein Kabel an, ist das zweite Empfangsteil also nutzlos. Bis auf diese beiden Modelle kommen die Testteilnehmer auch mit so genannten Unicable-Installationen zurecht, bei der ein Kabel mehrere Receiver versorgt.

Der Vantage VT-100S bietet Steckplätze für eine Abokarte
von Bezahlsendern und für zwei Entschlüsselungsmodule.
Vergrößern Der Vantage VT-100S bietet Steckplätze für eine Abokarte von Bezahlsendern und für zwei Entschlüsselungsmodule.
© Vantage

Private HD-Sender verweigern Vorspulen oder Aufnehmen

Aufnehmen ist trotz des üppigen Speicherplatzes nicht ganz einfach. Denn die deutschen Privatsender strahlen ihre HD-Programme verschlüsselt aus und erzwingen damit ungewohnte Einschränkungen: Wenn eine Aufnahme überhaupt möglich ist, lässt sich die Sendung beim Anschauen nicht vorspulen, etwa um die Werbung zu überspringen. Mit den öffentlich-rechtlichen HD-Sendern gibt es dagegen keine Probleme, ebenso wenig wie bei normalen Programmen.


Wiederum praktisch: Verschiedene Sender werden innerhalb eines Pakets oder Transponders abgestrahlt. Wenn zeitgleich zwei Sendungen von verschiedenen Programmen des gleichen Transponders aufgenommen werden sollen, wird nur ein Empfangsteil benötigt. Im Idealfall lassen sich so bis zu vier Sendungen gleichzeitig aufzeichnen. Alle Geräte beherrschen das zeitversetzte Fernsehen, bei dem man das laufende Programm anhalten und nach einer Pause weiterschauen kann. Diese Funktion lässt sich, vom Logitech- und vom Technisat-Receiver abgesehen, auch so einstellen, dass mit jedem Ein- oder Umschalten die Aufzeichnung beginnt.

Der VU+ Duo kann kleine Programme laufen lassen, die er
aus dem Internet lädt.
Vergrößern Der VU+ Duo kann kleine Programme laufen lassen, die er aus dem Internet lädt.

Die Aufnahmen sind, von den Einschränkungen bei privaten HD-Sendern abgesehen, auf den PC kopier- und dort abspielbar. Nur bei den Receivern von Homecast und Vantage sind Zusatzprogramme wie MPEG Streamslip nötig. Beim Schneiden und Brennen helfen Programme wie DVR-Studio HD. Nur der Logisat 4500HD PVR und der Set One Easy HD @vance, beide mit einem Preis von 300 Euro deutlich günstiger als die Konkurrenz, verzichten auf einen Netzwerkanschluss. Die anderen Modelle nutzen den, um etwa Mediendateien vom PC abzuspielen. Besonders viele Dateiformate können die Receiver von Kathrein, Topfield, Vantage und VU+ wiedergeben. Der Homecast HS9000 CIPVR kann nur Fotos zeigen, der Logisat 4500HD PVR spielt gar keine Mediendateien ab. Die Sat-Empfänger von Kathrein, Topfield, Vantage und VU+ greifen auch auf Internetdienste wie das Videoportal Youtube, Kino.de oder Bild.de zu oder geben Internetradio wieder. Der Topfield SRP-2401CI+ und der VU+ Duo kann aus dem Internet sogar Software laden und laufen lassen, etwa Spiele oder kleine Hilfsprogramme.

Donnerstag, 03.11.2011 | 12:00 von Eugen Schmitz
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