TOSHIBA HD-E1

Montag den 26.03.2007 um 08:00 Uhr

von Georg Renelt

Schon auf der IFA 2006 stellte Toshiba seine HD-DVD-Player der E-Serie vor, aber selbst noch kurz vor Weihnachten 2006 gab es kaum Geräte. Wir haben ein Gerät ergattert und stürzen uns in den Test.
Test: TOSHIBA HD-E1
Vergrößern Test: TOSHIBA HD-E1
Note 2,0 (gut)
Preis ca. 480 Euro
Web www.toshiba.de

Plus Preiswert, gute Qualität
Minus Stetes Lüftergeräusch, keine 1080p-Ausgabe, wenige Formate
SCHNITTSTELLEN Neben HDMI ist der Komponenten-Ausgang für
den Einsatz älterer Bildschirme die wichtigste
Schnittstelle
Vergrößern SCHNITTSTELLEN Neben HDMI ist der Komponenten-Ausgang für den Einsatz älterer Bildschirme die wichtigste Schnittstelle

DURCHSTARTER: Beim Kampf der Formate Blu-ray gegen HD-DVD geht es um sehr viel Geld: wer bezahlt in Zukunft an wen Lizenzgebühren? Aber ohne Filme und Player lässt sich keine Runde gewinnen. In dieses Korsett gezwängt, startet Toshiba mit dem kleinen HD-E1 und anschließend mit dem teureren HD-XE1, der eine HDMI-1.3-Schnittstelle hat und damit auch die 1080p-Ausgabe beherrscht. Unser HD-E1 im Test ist offensichtlich die Waffe, mit der Marktanteile erobert werden sollen – für günstige 480 Euro.

AUSSTATTUNG: Der Toshiba HD-E1 bringt alles mit, was für die HD-Wiedergabe unerlässlich ist. Vor allem unterstützt er die Batterie von Format-Upgrades, die Dolby und DTS für HD ausgehandelt haben. Die beiden Soundstandard-Spezialisten reiben sich nämlich die Hände, weil neue Formate neues Geld bedeuten. Nebenbei kann der HD-E1 auch DVDs und Audio-CDs abspielen, aber das war’s dann schon. Uns fiel übrigens auf, dass der Player auffällig viele Audio-CDs nicht richtig zentrieren und nur mit schnarrender Geräuschkulisse abspielen konnte. Das ist erstaunlich, weil HD-DVDs und Audio-CDs eigentlich die gleichen Dimensionen aufweisen. Gebräuchliche Medienformate wie MP3, DivX & Co. sind leider Fremdwörter für den Toshiba-Player.

HANDHABUNG: Angeschlossen ist der HD-E1 leicht, auch die Fernbedienung erfordert kein technisches Studium. In der Praxis machen sich lediglich kleine Trägheiten bemerkbar, zum Beispiel dauert es beim Start mit eingelegtem Medium eine Minute bis zur Wiedergabe. Und da der Lüfter ständig läuft, ist er auch ständig zu hören. Der Geräuschpegel ist gerade noch hinnehmbar.

BILDQUALITÄT: Wir finden es zwar grundsätzlich schade, dass der (günstige) HD-E1 die große HD-Auflösung 1080p nicht ausgeben kann. Aber in der Realität gibt es sowieso noch kaum Fernseher in den Wohnstuben, die 1080p überhaupt abspielen können. Das Halbbild-Format 1080i lohnt sich als Zwischenschritt nicht wirklich, sodass Sie im Regelfall mit 720p die optimale Auflösung bekommen. Die Skalierung gelingt dem HD-E1 tadellos – im Übrigen dann auch in umgekehrter Richtung: DVDs gibt der HD-E1 auch mit 720p ordentlich aus, seinem guten Upscaling sei Dank.

Alle Ergebnisse auf einem Blick
Vergrößern Alle Ergebnisse auf einem Blick

FAZIT: 480 Euro sind kein Pappenstiel. Aber da schon viele Flachbildfernseher mit der nötigen Auflösung (720p) verbreitet sind, ist die Investition in HD nicht so dramatisch – denn mit HD-DVDs kommt endlich hochauflösender Content auf den hochauflösenden Schirm. Die wahren Kosten fallen später an: Wenn Sie nach und nach Ihre DVD-Sammlung durch die HD-DVD-Varianten ersetzen.

Montag den 26.03.2007 um 08:00 Uhr

von Georg Renelt

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