TK-Integration

Fixed-Mobile Convergence im Praxistest

Die Integration von Mobilfunk und Festnetz verspricht für Unternehmen eine flexiblere und kostengünstigere Kommunikation. Thomas Messerer von der Fraunhofer ESK hat sich den aktuellen Stand der Technik unter die Lupe genommen.
Von Thomas Messerer

Durch Fixed-Mobile Convergence (FMC) wird Kommunikation reibungsloser und kostengünstiger. Das zumindest ist das Wertversprechen der Anbieter von FMC-Lösungen. So sollen FMC-Lösungen zum einen die Erreichbarkeit der Mitarbeiter verbessern, zum anderen sollen durch die Nutzung kostengünstiger WLAN-Verbindungen hohe Roaming-Kosten vermieden werden. Die zentralen Funktionen wie das Ein-Nummern-Prinzip, Least Cost Routing und Nebenstellenfunktionen sowie die damit verbundenen Vorteile von FMC hatte bereits Philipp Bohn von Berlecon Research am 12. März unter die Lupe genommen.
Ungeachtet der zahlreichen Vorteile treten bei der konkreten Umsetzung von FMC jedoch noch einige – teilweise grundlegende – Probleme auf, die Anwenderunternehmen bei der technischen Realisierung berücksichtigen sollten:
Installation der Clients auf mobilen Endgeräten
Zunächst müssen bei der Installation der FMC-Clients auf den mobilen Endgeräten einige Punkte beachtet werden:
Die Installation von FMC-Clients kann schon daran scheitern, dass Konflikte mit anderen installierten Applikationen auftreten können. Vor diesem Hintergrund ist es unbedingt sinnvoll, dass der Administrator aufeinander abgestimmte Anwendungen auswählt (siehe auch Berlecon-Report in Kooperation mit Fraunhofer ESK: Lösungen für Mobile Device Management).
Bei einigen Windows-Mobile-basierten Geräten (besonders Windows Mobile 5) ist die Nutzung von VoIP im Rahmen von FMC nur möglich, wenn dafür zusätzliche Headsets eingesetzt werden, weil Lautsprecher und Mikrofon der GSM-Applikation anscheinend exklusiv zugeordnet werden. Bei Symbian-basierten Geräten hingegen können die FMC-Clients die normale Audiohardware nutzen, mit der auch der GSM-Teil arbeitet. Darüber hinaus reagieren manche Handys träger, wenn mehrere Anwendungen parallel laufen.
In der Praxis zeigen sich bei den aktuellen FMC-Clients weitere Unzulänglichkeiten. Ist z.B. die automatische Sperre des mobilen Gerätes aktiviert, kann es bei manchen Geräten passieren, dass diese während des Gespräches in den Sperrmodus gehen. Will der Benutzer das Gespräch beenden, muss er erst durch Eingabe des Passwortes die Sperre aufheben – entsprechendes gilt für die Rufannahme.
Nutzung von WLAN
Bei FMC versucht der auf dem mobilen Endgerät installierte Client nach Möglichkeit, die Verbindungen über ein WLAN aufzubauen. Ein einzelner Accesspoint an einem Flughafen, Bahnhof oder im Hotel reicht dafür schon aus. Innerhalb des Firmengeländes können auch bereits einfache WLAN-Infrastrukturen Voice over WLAN (VoWLAN) ermöglichen. Damit der Durchsatz für VoWLAN ausreicht, sollte man aber schon beim Netzdesign darauf achten, dass das Netz nicht zu stark belastet oder von anderen WLANs gestört wird. Ein einfacher Netzaufbau hält darüber hinaus das Delay möglichst gering. Durch diese Maßnahmen kann eine weitgehend gute Sprachqualität von VoWLAN sichergestellt werden.
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