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Festplatten Manager 2008 Suite

27.11.2007 | 08:30 Uhr |

Das Programm Festplatten Manager 2008 Suite hilft bei der Verwaltung von Festplatten und Partitionen und will dafür all die Tools liefern, die Windows von Haus aus nicht mitbringt.

Wenn plötzlich die Festplatte spinnt, dann kann man schon verzweifeln. Gut, wenn dann eine Software parat steht, die dem Anwender aus der Patsche hilft. Hier beginnt die Arbeit der Suite von Paragon. Laut Anbieter steckt hinter dem Tool „ein Software-Paket zur Behebung fast aller Probleme, die ein Anwender bei der Verwendung eines PCs haben kann“.

Das klingt vielversprechend. Wir prüften, ob das Programm den Lobeshymnen gerecht wird. Das Werkzeug enthält eine Lizenz zur Installation auf drei PCs. Dazu gibt es gleich drei Produktschlüssel samt Seriennummer, die auf der CD-Um-
schlagshülle kleben. Auf den das kleine Stück Papier sollte der Anwender also höllisch aufpassen. Gegenüber dem Vorgänger fällt die verbesserte Übersicht-
lichkeit ins Auge. Über ein Startfenster ruft der Nutzer die fünf integrierten Anwendungen auf – etwa „Festplattenwartung“ oder „Wiederherstellung und Rettung“.

Zu jeder Programmeinheit gibt es eine kurze Erklärung. Es ist nicht möglich, direkt zwischen den Modulen zu wechseln. Das geht nur über den Umweg Startfenster. Die Sicherung einer 20 GB-Partition dauerte im Test rund 20 Minuten. Andere Tools erledigen das schneller. Während die Suite im Hintergrund werkelt, lässt sich auf dem PC normal weiterarbeiten. Manko: Das Tool bietet zwar die Möglichkeit, von einem System eine Kopie anzulegen, aber keine Option, einzelne Dateitypen oder Ordner zu sichern. Gut gefallen hat uns die Funktion „Ausmusterung von Festplatten“.

Hier legt der Nutzer selbst fest, wie oft das Programm eine Festplatte oder Partition mit sinnlosen Daten überschreiben soll. Vor dem Durchführen dieser kritischen Aufgabe erscheint eine Nachfrage. So hat man die Chance, den Vorgang abzu-
brechen. Um die Lösch-Aufgabe zu erledigen, ist ein PC-Neustart erforderlich. Im Test dauert das Löschen einer 11 GB großen Partition rund acht Minuten. Unter „Weitere Optionen“ versteckt sich ein Boot-Manager – ideal zum Verwalten eines zweiten Betriebssystems.

Wir klickten diese Funktion an, obwohl nur Windows auf unserem PC lief. Das hätten wir lieber nicht tun sollen, denn später ließ sich der Rechner nicht mehr starten – die Bootroutine lief in einer Endlosschleife. Zum Glück lässt der Hersteller den Nutzer nicht im Regen stehen: Mit 72 Seiten eng bedruckten Seiten ist das Handbuch bei Problemen eine echte Hilfe. Wer sich registriert, hat zudem Zugriff auf eine Online abrufbare Wissensdatenbank oder nimmt den Support via Mail in Anspruch.

Fazit: Paragons Festplatten-Suite ist zwar alles andere als ein Schnäppchen, dafür erhält der Anwender aber auch ein zuverlässiges Stück Software mit nur wenigen Macken.

Alternative: Im Duett bieten „Disk Director Suite 10” sowie “True Image” von Acronis ( www.acronis.de ) vergleichbare Funktionen an.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 1,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,5

GESAMTNOTE: 1,7

Anbieter:

Paragon

Weblink:

www.paragon-software.de

Preis:

80 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 41 MB

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