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Günstiger NAS-Speicher mit Server-Qualitäten

25.09.2008 | 10:01 Uhr |

Die aktuelle Produktgeneration der NAS-Speicher von Synology bietet weit mehr als nur Netzwerkspeicherung. Die DS207+ ist inzwischen zu einem kompakten Linux-Server mit einem vielfältigen Aufgabengebiet herangewachsen. Die COMPUTERWOCHE hat sich das Gerät näher angesehen.

Die große Verbreitung von Ethernet als Netzwerkprotokoll hat auch Netzwerkspeichern (Network Attached Storage, NAS) den Weg zu einer breiten Kundenbasis geebnet. Diese reicht vom ambitionierten Privatanwender bis hin zum Kleinunternehmen. Mit gutem Grund, denn inzwischen werden sie von den Herstellern kräftig aufgebohrt und dienen auch als FTP-, Web-, Print-, Audio- oder Video-Server. Entsprechend schwierig lassen sich NAS-Produkte als solche für den privaten oder für den professionellen Einsatz klassifizieren.

Ein solches Multitalent ist auch die von der COMPUTERWOCHE getestete Diskstation DS207+ von Synology Technologies . Ohne Laufwerke ist das Gerät schon für weniger als 300 Euro zu bekommen. Ungefähr in dieser Preiskategorie lag auch die vor zwei Jahren getestete "DS-101g", doch inzwischen bekommt man deutlich mehr fürs Geld. Die DS207+ ist mit einem 500-Megahertz-ARM-Prozessor und 128 MB RAM ausgestattet und kann damit die Rolle eines kleinen Linux-Severs sehr gut erfüllen. Die DS-101g setzte noch auf einen Power-PC-Prozessor mit 200 Megahertz und 64 MB RAM.

Eine deutliche Verbesserung bietet das neue Modelll mit seinen zwei Slots für SATA-Festplatten. Damit lässt es sich als Raid 0 oder 1 konfigurieren. Für die Optik wurde auch einiges getan: Das weiße Klarlack-Gehäuse entspricht derzeitigen Design-Trends. Und schließlich ist das neue Modell mit seinem 6 Zentimeter breiten Lüfter um einiges nervenschonender als die eher unterdimensionierte 2,5-Zentimeter-Variante vom Vorgänger .

Die Admin klappt besser

Der großen Bandbreite potentieller Kunden versucht Synology mit einer Vielfalt an Verwaltungsfunktionen gerecht zu werden. Unterstützt werden professionelle Features wie Active Directory, Videoüberwachung mit Kamera, HTTPS oder verschlüsselte FTP-Datentransfers. Den Heimanwender dürften eher der integrierte iTunes-Server oder die Download-Station für BitTorent ansprechen. Aktualisiert wurden Anwendungen wie der Apache Web-Server, der integrierte MySQL Server, die Photo Station, die jetzt auch Videos abspielt, die Multimedia-Dienste und der USB-Print-Server. Neu hinzugekommen sind ein integrierter Blog sowie eine Web-basierte Anwendung zum Datei-Download übers Netz. Für diejenigen, die ältere Modelle der Diskstation besitzen, gibt es die überarbeitete Firmware als Upgrade .

Und wie lässt es sich mit der DS207+ im Vergleich zum Vorgänger arbeiten? Der Einbau der Festplatten kann mithilfe der mitgelieferten Anweisungen in etwa zehn Minuten erledigt werden. Im Testgerät waren zwei 250 GB große SATA-Platten von Samsung verbaut, insgesamt kann die Speicherkapazität bis auf 2 TByte ausgebaut werden. Die maximale Leistung bei der Datenübertragung lässt sich über eine Konfiguration als Raid 0 erreichen. Dadurch erhöht sich zwar das Ausfallrisiko um etwa das Doppelte, doch dank der Option einer externen Datensicherung über den eSATA-Anschluss können Daten doppelt gesichert werden. Wem eine höhere Datensicherheit wichtiger ist, sollte die NAS als Raid 1 konfigurieren.

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