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Suse Linux 7.0 Personal

Mit dem gelungenen Installations-Tool Yast2 bringen auch Einsteiger Linux in rund einer Stunde auf den meisten PCs zum Laufen.

Installation: Der Rechner wird von der ersten Suse-CD gebootet, worauf automatisch das grafische Installations-Tool Yast2 startet. Zu jedem Installationsschritt sieht der Anwender einen kurzen, aber verständlichen Hilfetext. Dank der automatischen Hardware-Erkennung, die im Test mit Standardkomponenten kaum Probleme hatte, wird die Installation von Linux zum Kinderspiel. Für eine nicht ganz korrekt erkannte Matrox Millennium AGP 200 konnte mit Sax2, dem Konfigurations-Tool für XFree86 4.0, leicht nachträglich der richtige Treiber angegeben werden. Zwischen den Installationsschritten kann der Anwender zurück und wieder vor gehen.

Stärke der Suse-Distribution ist nach wie vor die ISDN-Anbindung: Suse Linux erkennt etwa automatisch eine AVM Fritz-Card. Der Anwender muss lediglich noch aus einer Liste von Call-by-call-Anbietern einen passenden aussuchen oder Telefonnummer, Kennung und Passwort beispielsweise seines T-Online-Zugangs eintippen - fertig. Im Test genügte nach der Installation ein Klick auf das KInternet-Icon und die Online-Verbindung stand.

Knackpunkt ist - wie bei jeder Linux-Installation - das Partitionieren der Festplatte. Suse Linux bietet zwei Möglichkeiten: automatisch und manuell. Die automatische Partitionierung sucht nach freiem Festplattenspeicher oder bietet vorhandene Partitionen zum Löschen an. Anschließend richtet Suse Linux /, /boot und den Swap-Bereich selbst ein. Die manuelle Variante ermöglicht das Partitionieren und mounten nach eigenen Vorstellungen. Im Test der Vorabversion kam es zu Inkompatibilitäten mit Partition Magic, die aber laut Suse inzwischen gefixt sind. Unerfahrene Anwender fahren mit der automatischen Variante relativ gefahrlos.

Verwaltung: Bei der Systemadministration fährt Suse nach wie vor zweigleisig. Einige Dienste wie Drucker, sendmail und Soundkarte lassen sich mit Yast2 einrichten, andere wie die Benutzerverwaltung und die LILO-Konfiguration sind nur über das alte, zeichenorientierte und unübersichtliche Yast1 zu erreichen.

Probleme gab's im Test mit einem Grafik-Chip von Nvidia, der in der Version 7.0 erstmals von Suse Linux unterstützt wird. Mehrere Treiber verursachten bei bestimmten Aktionen Abstürze unter KDE. Laut Suse ist das Problem bekannt und liegt daran, dass Nvidia dem XFree86-Projekt nur fertige Treiber, nicht aber den Quellcode zur Verfügung stellt.Als grafische Oberfläche richtet Suse Linux KDE 1.1.2 ein. Alternativ steht - neben anderen Window Managern - Gnome in der aktuellen Version 1.2 zur Verfügung. Gnome wird allerdings erst auf ausdrücklichen Wunsch installiert.

Hersteller/Anbieter

Suse

Telefon

0911/740 53 31

Weblink

www.suse.de

Bewertung

BETAVERSION

Preis

89 Mark (laut Suse ab dem 24. August erhältlich)

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