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Kodak Z950 IS im Test

02.09.2009 | 10:36 Uhr |

Die Kodak Z950 IS bietet verschiedene Ausstattungs-Kracher wie den optischen 10fach-Zoom und die HD-Videofunktion. Ihre Bildqualität überzeugte uns - ihre Handhabung nicht.

Testbericht zur Digitalkamera Z950 IS von Kodak

Die Z-Serie von Kodak steht für Bridge-Digitalkameras mit guter Ausstattung, die sich an den fortgeschrittenen Foto-Enthusiasten richten. So passt auch die Z950 IS in dieses Schema - mit Superzoom-Objektiv von Schneider-Kreuznach, Halbautomatiken, optischem Bildstabilisator und HD-Videofunktion.

Bildqualität: Die Kodak Z950 IS erzielte hervorragende Rauschergebnisse. Über den gesamten Empfindlichkeitsbereich - also von ISO 100 bis ISO 1600 - waren die Bildfehler zu vernachlässigen. Hinzu kommt ein sehr guter Dynamikumfang. Das bedeutet, dass die Digitalkamera dank ihrer sehr hohen Eingangsdynamik auch kontrastreiche Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Die ebenfalls sehr gute Ausgangsdynamik sorgt dafür, dass die Kodak Z950 IS zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen viele Helligkeitsstufen produziert.

Der Wirkungsgrad der Digitalkamera war im Schnitt ebenfalls sehr hoch. Allerdings ermittelten wir bei kurzer Brennweite in der Bildmitte einen Wert von über 100 Prozent, was darauf hindeutet, dass die Scharfzeichnung der Kodak Z950 IS hier zu aggressiv arbeitet und Artefakte verursachen kann. Zudem fiel die Auflösung in allen drei Messbereichen zum Bildrand hin etwas zu stark ab.

Ausstattung: Dem 12fach-Zoomobjektiv kommt ein optischer Bildstabilisator zu Hilfe, um Unschärfen zu vermeiden. Die Kodak Z950 IS bietet zudem Halbautomatiken. Jedoch stehen bei der Blendenvorwahl nur drei Optionen zur Auswahl, bei der Zeitvorwahl deutlich mehr. Die Digitalkamera verfügt über einen Panoramamodus, bei dem sich die Richtung der Aufnahme - nach links oder nach rechts - ändern lässt. Im Menü der Motivprogramme "SCN" finden Sie auch den High-ISO-Modus für Bilder mit wenig Licht.

Zum Laden des Akkus packt Kodak der Z950 IS einen Netzadapter mit ansteckbarem Netzstecker bei, der per USB-Kabel mit der Digitalkamera verbunden wird. Allerdings lässt sich das ganze Gebilde nicht als Netzkabel einsetzen. Alternativ können Sie an Stelle des Steckers auch ein herkömmliches Netzkabel mit dem Netzadapter verbinden.

Handhabung: Der große Schwachpunkt der Kodak Z950 IS ist ihre Geschwindigkeit. Zwar löste die Digitalkamera sehr schnell aus. Wenn Sie jedoch mehrere Bilder hintereinander machen möchten, kommt der Zwischenspeicher nach der dritten Aufnahme nicht mehr nach, und Sie sehen etwa vier Sekunden lang die Meldung "Verarbeitung läuft ..." auf dem Display, bis die Kodak Z950 IS wieder aufnahmebereit ist.

Fazit: Mit der Z950 IS bringt Kodak endlich wieder eine Ausnahmekamera. Das 12-Megapixel-Modell erzielte eine sehr hohe, wenn auch etwas ungleichmäßige effektive Auflösung und produzierte selbst bei ISO 1600 wenig Bildrauschen. Hinzu kommen der ausgezeichnete Dynamikumfang und die einfache Bedienung. Einziger Kritikpunkt ist der langsame Zwischenspeicher.

Alternative: Bei der Fujifilm Finepix S100FS verlief die Auflösung etwas gleichmäßiger als bei der Kodak Z950 IS. Dafür produzierte die Fuji-Digitalkamera bei höheren ISO-Werten etwas mehr Bildrauschen als das Kodak-Modell. Ein weiterer Unterschied ist die Arbeitsgeschwindigkeit, die bei der Fuji S100FS fast nicht zu toppen ist. Dafür kostet die Digitalkamera aber auch gut 150 Euro mehr als die Kodak Z950.

Varianten: Kodak Z850 IS schwarz

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