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Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 im Test

26.06.2009 | 09:09 Uhr |

Die Kingston SSD V-Series SNV125-S2 ist sehr günstig und hat Extras wie Backup-Software. Der Test zeigt, ob sie nicht nur billig, sondern auch gut ist.

Notebook-Bundle der Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2
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Verlockendes Angebot: Die Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB hat einen konkurrenzlos günstigen Gigabyte-Preis von gerade einmal 2 Euro. Damit ist die 64-GB-Festplatte die aktuell billigste SSD ihrer Kapazitätsklasse. Gleiches gilt für das 128-GB-Modell der Kingston SSD Now V-Series. Doch es kommt noch besser. Kingston legt der Schnäppchen-SSD auch noch reichlich Zubehör bei. Für den Einbau in PCs ist das V-Series-Modell SNV125-S2BD gedacht. Wie das Bild links zeigt, liegen dem Desktop-Bundle Einbauschienen für die Montage in einem 3,5-Laufwerkskäfig, ein SATA-Kabel und ein Stromkabel-Adapter (4polige Strom- auf SATA-Buchse) bei.

Im Lieferumfang des Notebook-Bundles SNV125-S2BN ist ein externes 2,5-Zoll-Laufwerksgehäuse mit USB-Anschluss sowie ein passendes Anschlusskabel enthalten. Zu beiden Bundles gesellen sich eine detaillierte und verständliche Anleitung sowie eine CD. Der Datenträger enthält einen Assistenten für die Installation der SSD sowie die Software Acronis True Image Clone. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte Version des Programms True Image Home 2009 , die ein Bit-genaues 1:1-Abbild einer Festplatten-Partiton erstellen kann. Das Foto links zeigt das Gesamtpaket der Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2BN.

Ausstattung: Das Gewicht der Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB beträgt federleichte 75 Gramm. Die 64-GB-Festplatte setzt sich aus insgesamt 16 Flash-Chips des Typs Toshiba TH58NVG5D1DTG20 zusammen, die eine Bruttokapazität von jeweils 4 GB bieten. Der SSD-Controller Toshiba TC58NCF602GAT ist ein alter Bekannter, er basiert auf dem Jmicron 602. Ein Cache-Baustein zur Datenpufferung fehlt der Kingston-SSD. Die Schockfestigkeit der SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB gibt Kingston mit überdurchschnittlich hohen 1500 G an. Der Energieverbrauch soll im Bereitschaftszustand 0,45 und beim Zugriff 2 Watt betragen - damit ist die Kingston-SSD recht stromhungrig. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) liegt laut Hersteller bei einer Millionen Stunden. Das ist vergleichsweise wenig, aber typisch für eine SSD dieser Preisklasse.

Controller (oben) und Flash-CHips der Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB
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Geschwindigkeit: Die Kingston-SSD erreichte bei den Praxis-Transfermessungen abgeschlagen den zehnten Platz von elf Festplatten im Test. Im Lesetest zeigte die Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB noch akzeptable 50 MB/s. Im Kopiertest lag die SSD hingegen mit 35,6 MB/s nur auf dem Niveau herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatten. Ein ganz schwaches Ergebnis förderte der Schreibtest mit 22 MB/s zutage. Die katastrophale Schreibleistung darf nicht verwundern - schließlich fehlt der 64-GB-SSD ein Pufferspeicher. SSDs mit Cache-Baustein erreichen in der Praxis schon Schreibraten von über 100 MB/s.

Unbeständig: Die sequenzielle Leserate Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB - typisch für Modelle ohne Cache
Vergrößern Unbeständig: Die sequenzielle Leserate Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB - typisch für Modelle ohne Cache
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Die Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB zeigte auch nur bescheidene sequenziellen Datenraten - von bisher 11 SSD-Modellen im Test war nur die Transcend TS64GSSD25S-M noch einen Tick lahmer. Die maximale Datenrate der Kingston-SSD betrug beim Lesen knapp 121 MB/s, sackte aber beim Schreiben mit rund 91 MB/s spürbar ein. Durchschnittlich erreichte die 64-GB-SSD beim Lesen noch rund 114 MB/s, der Schreibwert fiel mit 87 MB/s wieder etwas niedriger aus. Die minimale Leserate war mit 100 MB/s ebenfalls nicht berauschend, während die minimalen Schreibtransferrate mit 35 MB/s total einbrach. Gute 2,5-Zoll-Festplatten mit herkömmlicher Technik wie die Western Digital Scorpio Black WD3200BJKT sind hier mit über 40 MB/s schneller unterwegs.

Die Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB patzte zu allem Überfluss auch bei den Zugriffszeiten. Wir ermittelten sowohl im Durchschnitt als auch beim Fullstroke 0,30 Millisekunden. Damit zeigte die Kingston-SSD die bis dato schwerfälligsten Zugriffszeiten. Reaktionsschnelle SSD-Modelle wie die hauseigene Kingston SSD Now M-Series SNM125-S2 80GB lassen sich nur halb soviel Zeit.

Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB
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Fazit: Die Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2 64GB ist ein Blender - gehen Sie ihr nicht auf den Leim. Die 64-GB-SSD lockt mit einem billigen Preis und dem praktischen Zubehörset. Das war’s dann aber auch schon. Die Transferleistung ist im Vergleich zum aktuellen Konkurrenzumfeld beschämend - gleiches gilt für die Zugriffszeiten. Hinzu kommt, dass Sie für einen Aufpreis von 40 Cent pro Gigabyte bereits den amtierenden Testsieger der Bestenliste "SSD bis 300 Euro" bekommen - mit einer zwei bis dreimal so hohen Transferleistung. Unser Testurteil kann daher nur lauten: Finger weg von der Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2.

Alternativen: Doppelt bis dreimal so hohe Datenraten und spürbar flinkere Zugriffszeiten bietet die Super Talent Ultradrive ME FTM28GX25H . Bei der 128-GB-Festplatte kostet das Gigabyte momentan nur 2,39 Euro.

Varianten:
Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2BD 64GB für den Desktop-PC
Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2BN 64GB für das Notebook
Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2BD 128GB für den Desktop-PC
Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2BN 128GB für das Notebook

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