02.07.2008, 10:00

Thomas Rau

Super-Stromsparer

Zepto Notus A12

Das Subnotebook Notus A12 ist ganz aufs Stromsparen getrimmt. Dafür setzt Hersteller Zepto sogar einen Spezialprozessor ein, den man üblicherweise nicht in Laptops findet.
Der Prozessor A110 (Codename Stealey) taktet mit 800 MHz und besitzt 512 KB L2-Cache. Seine typische Leistungsaufnahme liegt bei 3 Watt: Aufgrund dieser Sparsamkeit hat ihn Intel eigentlich nur für den Einsatz in Ultra-Mobile-PCs vorgesehen. Diese mobilen Geräte sollten die Lücke zwischen Subnotebook und Smartphone schließen, fanden bisher aber kaum Käufer. Zepto ist der erste Hersteller, der den A110 in einem (Sub)Notebook einsetzt. Außerdem sollen die 1,8-Zoll-Festplatte mit 4200 Umdrehungen und die LED-Hintergrundbeleuchtung des Displays dazu beitragen, dass das Zepto Notus A12 lange ohne die Steckdose auskommt. Zepto verkauft das Notus A12 für 900 Euro ohne Betriebssystem. Für unsere Tests installierten wir Windows XP Pro mit SP2.

Tempo: Die Rechenkraft des Zepto Notus A12 liegt auf dem Niveau des Asus Eee PC. Im CPU-Benchmark Cinebench erreichte der A110 im Notus 108 Punkte, der Celeron M 353 im Asus Eee PC 900 kam auf 122 Punkte. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im PC Mark 05: Hier lag das Notus A12 mit 1036 gegenüber 1085 Punkten im Hintertreffen. Unter Vista arbeitete das Subnotebook noch langsamer, deshalb sollte man Windows XP auf dem Winzling von Zepto installieren. Fürs Surfen und einfache Office-Aufgaben reicht die Leistung aus. Doch selbst das Abspielen eines Flash-Videos von YouToube hebt die CPU-Last auf rund 50 Prozent: Viel Reserven für Multitasking-Arbeit bietet der Notus A12 also nicht. Divx-Videos in Standardauflösung bewältigt das Notebook, bei HD-Inhalten – zum Beispiel WMV-HD in 720p – muss er aber passen: Bei 100% CPU-Last bekommt man nur noch eine Dia-Show ruckelnder Bilder zu sehen.

Mobilität: Die große Stärke des Notus A12 ist seine Sparsamkeit. Im Test dauerte es 5,5 Stunden, bevor das Notebook wieder an die Steckdose musste. Damit läuft es nicht nur fast doppelt so lange wie der Eee PC, der einen deutlich kleineren Akku besitzt: Das Notus A12 ist mit einer Leistungsaufnahme von unter 10 Watt im Akkubetrieb sogar sparsamer. Auch am Netzteil zieht der Notus A12 weniger: 12 Watt ohne Last und 16,5 Watt unter voller CPU-Last liegen unter den Werten des Eee PC (15 Watt beziehungsweise 17 Watt). Der Notus A12 wiegt nur 1,38 Kilogramm – ihm fehlt aber ein integriertes optisches Laufwerk.

Ausstattung: Die Festplatte des Notus A12 fasst 80 GB – nicht viel für ein Notebook, aber deutlich mehr als die 12 GB Flash-Speicher des Asus Eee PC. Ein passender externer DVD-Brenner für das Notus A12 kostet rund 100 Euro extra. Für Kabel- und kabellose Netzwerke ist das Subnotebook mit Gigabit-LAN-Chip, 11n-WLAN und Bluetooth 2.0+EDR gut vorbereitet. Auch einige Peripherie findet Platz am Notus A12: Es bietet drei USB-Ports sowie einen PC-Card-Steckplatz. Der Zugang zum Notebook lässt sich per Fingerabdruckleser sichern.

Ergonomie: Mit 1280 x 800 Bildpunkten ist die Auflösung des 12-Zoll-Displays im Notus A12 so hoch wie bei größeren Notebooks. Für draußen eignet sich das spiegelnde Display nicht – dafür liegt die durchschnittliche Helligkeit von 145 cd/m2 zu niedrig. Zwar ist die Leuchtdichte sehr gleichmäßig verteilt, was neben der kräftigen Farbdarstellung zu einem ausgewogenen Bildeindruck beiträgt. Doch für ein Notebook, das man überwiegend zur Textarbeit nutzt, maßen wir einen viel zu geringen Kontrast. Den Lüfter hört man mit maximal 1 Sone nur in ruhiger Umgebung: Dann fällt er aber mit seinem leicht ratternden Drehgeräusch deutlich auf.

Handhabung: Die Tasten des Notus A12 sind schmäler als die eines Standard-Notebooks – besonders bei der Eingabe- und Leertaste sowie den kleinen Cursor-Tasten ist das unbequem. Dennoch lässt sich auf dem Subnotebook recht gut schreiben: Die Tastatur ist stabil eingebaut und leise, das Feedback der Tasten spürbar. Der griffige Touchpad erleichtert die Maussteuerung. Doch seine Tasten haben einen ungleichmäßigen Druckpunkt.

Verarbeitung: Der Displaydeckel ist nicht verwindungssteif – aufgrund des LED-Backlights ist der Deckel nämlich recht schmal. Dafür ist das Magnesium-verstärkte Gehäuse stabil. Deckel und Gehäuse sind in matt-schwarzer Farbe gehalten. Die glatt polierte Handballenablage ist sehr anfällig für Flecken – wir mussten im Test häufig das beigelegte Putztuch bemühen, um das Notus A12 wieder aufzuhübschen.
Fazit:Vergleicht man das Notus A12 mit anderen Subnotebooks, überzeugen der günstige Preis und die lange Akkulaufzeit. Dafür liegt es bei Rechenleistung und Ausstattung deutlich zurück. Als Alternative zum Eee PC bietet das Zepto-Notebook eine bessere Ausstattung bei ähnlich niedriger Rechenleistung. Allerdings ist es schwerer und deutlich teurer als das Netbook von Asus.
Alternative: Rechnet man das Betriebssystem hinzu, ist das Asus U3S nur rund 100 Euro teurer als das Subnotebook von Zepto. Dafür bietet es eine sehr viel höhere Rechenleistung, hält aber im Akkubetrieb nicht einmal drei Stunden.
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