Strom-Netzwerk

Belkin Powerline AV Network Adapter

Donnerstag, 16.07.2009 | 09:30 von Thomas Rau
Ideal für das Home Office: Der Powerline AV Network Adapter von Belkin bewährt sich auch unter schlechten Übertragungsbedingungen. Außerdem bringt er sinnvolles Zubehör mit.
Belkin Powerline AV Network Adapter im Test
Vergrößern Belkin Powerline AV Network Adapter im Test
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Der Belkin-Adapter, der dem Standard Homeplug AV entspricht, lässt sich wie gewohnt direkt in der Steckdose anbringen. Wenn Steckdosen eng nebeneinander platziert sind, verdeckt der Adapter aber eventuell die benachbarte Steckdose. Um diesem Problem zu entgehen, legt Belkin klugerweise ein Stromkabel bei, auf das man den Adapter aufstecken kann. So kommt nur der platzsparende Netzstecker in die Steckdose: Den Adapter kann man dann beispielsweise unter die Steckdose legen.
Das Starterkit mit der Modellbezeichnung dF5D4074ed kostet etwa 120 Euro. Ein einzelner Adapter (Modell: F5D4074edS) ist für rund 65 Euro zu haben. Für einzelne Modelle dieser Serie musste Belkin im März einen Rückruf durchführen : Unsere Testgeräte waren davon aber nicht betroffen.

Tempo
Wie beim WLAN, also dem Netzwerk über Funk, hängt auch beim Netzwerk per Stromleitung Powerline das Übertragungstempo stark von den Umgebungsbedingungen ab – etwa von der Qualität und Länge der Leitungen oder davon, ob und wie viele andere Geräte gerade an der Leitung hängen. Wir haben den Belkin-Adapter in zwei Situationen getestet. Im ersten Test hing dabei jeder der beiden Adapter an einer eigenen Steckdose, und im Haushalt waren störende Verbraucher soweit wie möglich ausgeschaltet – das sind ideale Bedingungen für einen Powerline-Adapter. Hier sollte er die besten Datenraten erzielen. Für den zweiten Test platzierten wir jeden der Adapter in einer Steckdosenleiste und belegten die benachbarten Steckdosen mit weiteren Stromverbrauchern: In diesem Fall liegt der Störpegel auf der Stromleitung sehr hoch – die Datenraten des Adapters werden einbrechen: Wie sehr, hängt von der Qualität des Adapters ab.

Unter besten Bedingungen erreicht der Powerline Adapter von Belkin im Schnitt 56 MBit/s – im Vergleich mit anderen Powerline-Geräten beeindrucken diese Werte nicht. Andererseits ließ sich der Belkin-Adapter auch durch die schwierigen Testbedingungen kaum aus der Ruhe bringen: Hier kam er auf ordentliche 49 MBit/s. Übrigens änderten sich die Transferraten nicht, wenn der Adapter am Netzkabel statt direkt an der Steckdose hing.

Bedienung
Der Belkin-Adapter bietet drei LEDs, an denen man seinen Betriebszustand sowie den Status der LAN- und der Powerline-Verbindung ablesen kann. Die Verbindung sichert man direkt am Adapter: Drückt man den Knopf erstellt der Adapter einen sicheren Netzwerkschlüssel. Allerdings verzichtet Belkin auf zusätzliche Software-Tools – auf der mitgelieferten CD befand sich nur ein deutschsprachiges Handbuch. Andere Hersteller legen dagegen Programme bei, mit denen man die Verschlüsselung auch über Notebook oder PC einstellen oder Status und Qualität der Powerline-Verbindung prüfen kann. Außerdem kann man ohne Tool auch kein Firmware-Update für den Adapter durchführen – Belkin bietet derzeit aber auch keines an.

Fazit
Der Belkin-Adapter kommt mit unterschiedlichen Umgebungsbedingungen gut zurecht: Zwar ist er bei geringen Störungen nicht so schnell wie andere Adapter. Dafür hat er aber auch weniger Probleme, wenn viele Störer den Datentransfer behindern. Ebenso janusköpfig zeigte sich der Adapter bei der Bediendung: Das Verlängerungskabel ist eine clevere Idee, um den Adapter auch auf engem Raum nutzen zu können. Dafür fehlen Tools, die den Umgang mit dem Powerline-Gerät erleichtern würden.

Donnerstag, 16.07.2009 | 09:30 von Thomas Rau
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