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Steelseries Apex im Praxis-Test

25.09.2013 | 11:11 Uhr |

Das neue Flaggschiff präsentiert sich mit verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten und dem Versprechen, die schnellste Tastatur auf der Welt zu sein – der Verkaufspreis von 100 Euro soll deshalb gerechtfertigt sein. Wir haben das Gaming-Keyboard im Praxis-Test.

Der dänische Peripherie-Hersteller Steelseries hat mit der Apex ein neues Tastatur-Flaggschiff im Angebot. Zu den Besonderheiten zählen fünf Beleuchtungszonen, ein optimiertes Tasten-Layout und der Treiber namens Steelseries Engine. Wir haben das Gaming-Keyboard im Praxis-Test und verraten Ihnen, ob sich die Investition von rund 100 Euro lohnt.

Ausstattung & Technik: Rubberdome-Tipper

Auch an der Seite leuchtet die Tastatur.
Vergrößern Auch an der Seite leuchtet die Tastatur.
© Steelseries

Entgegen den aktuellen Trend setzt der Hersteller auf keine mechanischen Schalter, sondern auf eine günstigere, dafür aber weniger belastbare Gummimatte, also der weit verbreiteten Rubberdome-Technik. Aus diesem Grund ist der auslösende Druckpunkt nicht so knackig wie bei den mechanischen Pendant, dafür ist der Hubweg auch kürzer. Allerdings bleibt oft das Gefühl, dass wir die Taste nicht richtig ausgelöst haben. Das nervt vor allem beim Schreiben sowie Spielen. Die Tastatur ist breiter als herkömmliche Modelle, schließlich verfügt die Apex über 32 zusätzliche Tasten, die Medien- und Layer-Tasten haben wir hier mit eingerechnet. 22 Stück davon stehen allein nur für Makros bereit, die Sie über die Treibersoftware beliebig programmieren dürfen.

Viele Sondertasten stehen bereit.
Vergrößern Viele Sondertasten stehen bereit.
© Steelseries

Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, als Material kommt ausschließlich Kunststoff zum Einsatz. Zu keinem Zeitpunkt haben wir den Eindruck eines billigen Tippbretts, die die Verkaufsregale der bekannten Elektronik-Discounter regelrecht verstopfen. An der Rückseite stehen des Weiteren noch zwei USB-2.0-Ports bereit, die sich links und recht neben dem mit Stoff umflochtenen Kabel befinden. Anti-Ghosting steht für maximal 20 ausgewählte Tasten zur Verfügung, sechs gleichzeitige Eingaben sind maximal möglich. Die Höhe respektive der Neigungswinkel der Apex lässt sich nur verändern, indem Sie die Gummifüße mit höheren mitgelieferten Exemplaren tauschen. Das ist etwas umständlich, wie wir finden, dafür lässt sich das Keyboard nicht allzu leicht verrutschen.

Variable Beleuchtungszonen

Zwei USB-Ports befinden sich auf der Rückseite.
Vergrößern Zwei USB-Ports befinden sich auf der Rückseite.
© Steelseries

Die sogenannten Activezones lässt sich recht schnell erklären: Die Tastatur ist in fünf Beleuchtungszonen eingeteilt, die Sie in Farbe und Intensität variieren dürfen – und das in insgesamt vier Layer, also Profilen. Die Layer lassen sich per Tastendruck recht komfortabel und flott umschalten, die Tasten hierfür befinden sich in der linken oberen Ecke. Es stehen so ziemlich alle beliebigen Farben zur Verfügung (16,8 Millionen), auf Wunsch leuchtet die Apex also in fünf verschiedenen Farben gleichzeitig.

Beim flachen Tastatur-Layout treffen wir auf einige Besonderheiten: So befinden sich 12 Makrotasten direkt über den F-Tasten, Steelseries hat sie jedoch erhöht, um sie während des Spielens garantiert nicht zu verfehlen. Außerdem ist die Leertaste breiter als bei anderen Modellen, damit Sie sie im Eifer des Gefechts besser mit dem Daumen treffen. Die Layer speichern nicht nur die Beleuchtung, sondern auch die programmierten Makros. Deshalb sind insgesamt über 500 verschieden Kombinationen denkbar.

Technische Daten

Steelseries Apex

Maße (B x H x T)

56 x 5,2 x 22 cm

Gewicht

1,3 kg

Bauart

Rubberdome

Anschluss

USB 2.0

Kabellänge

2,0 m (geflochtenes Kabel)

Anschlüsse

2x USB 2.0

Format

Standardlayout mit Nummernblock

Sondertasten

32 Sondertasten (4x Layer-Tasten, 6x Medientasten, 22x Makrotasten)

Beleuchtet

ja (16,8 Millionen Farben auf fünf Zonen)

Praxis-Einsatz: Flotte Tastatur

Die intuitive Treiber-Software Steelseries Engine.
Vergrößern Die intuitive Treiber-Software Steelseries Engine.

In der Praxis lässt sich aufgrund des kurzen Hubwegs wirklich sehr schnell tippen. Doch wir vertippen uns recht oft, weil wir entweder zu flott unterwegs sind oder die Tasten gar nicht erst auslösen, die Druckpunkte sind einfach zu schwammig. Jedoch gibt es auch genügend Leute da draußen, denen das gefällt. Die Lage der zusätzlichen Tasten ist gut gewählt, während der Nutzung sind sie leicht erreichbar. Der Engine-Treiber leistet gut Dienste und lässt sich intuitiv bedienen, die Programmierung der Makros funktioniert einwandfrei. Das Umschalten der Profile geht flott von der Hand, die verschieden beleuchteten Zonen lassen sich selbst in dunklen Verhältnissen problemlos nutzen.

Fazit zur Steelseries Apex

© Steelseries

Die Steelseries Apex ist eine Gaming-Tastatur für Individualisten: Bei kaum einem anderen Keyboard lässt sich das Erscheinungsbild derart bunt gestalten. Die Beleuchtung kann unter anderem auch bei der Orientierung eine gute Stütze sein. Die Verarbeitung ist ohne Mängel und dem Preis entsprechend hochwertig. Deshalb können wir es wiederum nicht verstehen, warum der Hersteller nicht auf mechanische Schalter setzt – mittlerweile gibt es schon einige Modelle für unter 100 Euro. Das hätte mit Sicherheit auch den schwammigen Druckpunkt der Tasten unterbunden. Des Weiteren ist die Handballenauflage nicht abnehmbar, die Höhe lässt sich nur umständlich wechseln, da Sie hier komplette Gummifüße wechseln müssen. Wer also auf das Tippen den größten Wert legt und auf eine umfassende Individualisierung verzichten kann, der ist bei günstigeren mechanischen Tastaturen besser aufgehoben. Denn der empfohlene Preis von rund 100 Euro ist etwas zu hoch gegriffen.

Allgemeine Daten

Steelseries Apex

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

Steelseries

Internetadresse

http://steelseries.com/de/

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

99,99 Euro

Garantie

24 Monate

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